Wenn sie ein bisschen pfiffig gewesen wären, dann hätten die Assistentinnen der Naomi einfach das Telefonieren abgenommen. Kein Handy, keine Beule. So einfach ist das.
Archiv der Kategorie: Crazy Ladies
WAS DIE MARLENE ZUR LIZ IMMER SCHON MAL SAGEN WOLLTE


„Open letter to Elisabeth (sic) Taylor
You have done enough harm to great men like Burton Todd Wilding etc. Why dont´t you swollow (sic) your diamonds and shut up
M. Dietrich“
COMEBACK AND STAY

Dass das „Comeback“ es nur auf eine Staffel gebracht hat, ist nachvollziehbar. Viel. Zu. Gut. Endlos böse. Menschenverachtend. All the wrong kinds of Glamour. Vom Tempo wie ein Stau auf Pilzen. Beklemmung auslösend. Aber wenn man das Tempo erstmal begriffen hat, dann ist es ein Achterbahnunfall, der wahnsinnig Spaß macht. Eine kleine feine Fernsehrevolution. Tatsächlich originär. Und ich hab noch 11 Folgen vor mir!
LISA RINNA TOLD ME THAT
Demnächst schon in der Mansion: Lisa Kudrow in The Comeback. Yippieeeeeh!
(Dann kann ich mich endlich auch bei Spango für „Dead like me“ revanchieren.)
Ich war nie ein Fan von „Friends“ – lief ja auch zeitgleich mit „Melrose Place“ – aber in Lisa Kudrow bin ich seit „Romy & Michele´s High School Reunion“ und „The Opposite of Sex“verliebt. In „The Comeback“ spielt sie einen ehemaligen Sitcom-Star, den es in die dritte Liga verschlagen hat und der nun sein Leben an eine Reality Soap verkauft hat. Heut gibt man das nämlich nicht dem Teufel (weil der nie da ist und ständig Kinder adoptiert) sondern dem Privatfernsehen. „The Comeback“ ist nun also die fiktive Reality Soap, die es leider nur auf eine Staffel bei gebracht hat. Zum Trost gibt´s das ganze, HBO sei Dank, auf DVD.
IMELDIFIC! oder THE SHOE FAIRY
„The paintings and the jewelry they confiscated, all without any good reason. You know, I won the case of the century in New York, and so the little I have left, I will tell you, was because some servants of mine, who were able to keep a few pieces in the slum area where they were living.
(…)
I really had no great love for shoes. I did nurture the shoes industry in the Philippines, and so everytime there was a shoe fair, I would receive a pair of shoes as a token of gratitude.
(…)
There is a lottle bit of Imelda in all of us.“
(Imelda Marcos im Gespräch mit George Wane, Vanity Fair 02/07)
Jetzt bin ich doch froh, dass ich das Abo verlängert habe. Auf die deutsche Ausgabe warte ich voller Skepsis. Wen soll George Wayne hier interviewen? Sabine Christiansen??
DIE AN-RAINER oder „EIN PAAR KERLE HÄTTE ICH MIR SPAREN KÖNNEN“,…
… so Uschi Obermaier . Und beinahe pruste ich meinen Morgentee üder die noch schlohweiße Tastatur. „Wer nicht, Uschi?“ möchte ich zunächst zurückfragen, doch dann lasse ich Uschis Männer Revue passieren und stimme in ihrem Falle ganz besonders zu. Allen voran verzichtbar: Langhans, der Erzmacho, vekleidet als spillerige Minipli-Hippe , dem Ihr alle zu Dienste wart? Schlimmer noch als Langhans waren vielleicht die beiden zerebralen Zwillinge, die ein paar Jahre lang Sitzfleisch in Talkshows entwickelten wie sonst nur Nina Hagen und später Felicitas Woll (vielleicht sogar mehr Talkshow-Auftritte als Alida Gundlach!). Die beiden unvermeidlichen Identischen. Gisela und Jutta. Zuletzt gesehen beim „Perfekten Dinner“ auf Vox. (Böse, schnöde Welt – für´s Promi-Dinner hat es nicht gereicht, nicht einmal das!) Die beiden sind heute noch so dünn wie eh und je (alle Achtung!), was an einer ausgewogenen Körnerdiät liegt. Auch noch immer ergänzen sie sich gegenseitig die Gedankenblasen in perfekt identischem Ton, nicht ohne einen bitteren Zug um den Mund, wenn die wohl bedachten Worte betont ruhig aus dem Halse der Anderen fließen, auch wenn es um Risotto geht. Was hätte alles aus Euch werden können! Schulleiterin! Anästhesistin! Was anderes fällt mir gerade nicht ein. Außer vielleicht, dass die beiden ihren TV-Agenten mal feuern sollten.
Ich sehe sie schon bei „Zu Hause im Glück“ eine Ikea-Ausstattung gratis absahnen, wegen ihrer traumatischen Zeit in der Kommune 1, als Kiffen noch tragisch war, Männertausch zu Tränen führte und der Rainer partout nie den Müll runterbringen wollte.
THE DEVIL WEARS BESCHISSENE PERÜCKEN
Vor kurzem habe ich mir Annette Bening (or whatever her name is – the Beatty-broad) vorgeknöpft, nicht ahnend, welch perverse Perlen der Filmkunst da noch in meinem auf dem Hausflur gefundenen Regal schlummern würden.
Hochgelobt wurde ihre Leistung in diesem heiteren Machwerk, das sich die Bezeichnung Spielfilm wohl nur durch die gefühlte Länge von 3 Stunden verdient hat. Der Satan in diesem Film ist nicht Esther. Sondern der Drehbuchautor diese großartige Schauspielerin, für die ich nie wirklch etwas übrig hatte. Streep Meryl, in der Muppet Show von einer Ziege dargestellt. Hier von einer Perücke, die ihr den Nimbus „Chefredakteurin“ verleihen soll, aber eher an die Leiterin des Verbands der Apothekergattinnen Rheinland Pfalz erinnert. Ebenso un-chique wie die Haare – ihre Outfits. Wenn das Prada war, dann die Out-Takes, die es nicht in die Shops geschafft haben. Die arme Anna Wintour, die Vorbild für die Rolle stand… Mit diesem Seize 2-Gewicht und in pitiful shades of grey würde die sich nicht einmal auf die New Yorker Dachterrasse, geschweige denn ins Vogue-Office wagen.
Zur Herstellungsgeschichte: frustrierte Ex-Praktikantin verfasst Chick-Lit-Abrechnungsroman, weil sie dem Glamourzwang der Vogue-Redaktion nicht standhalten konnte. Dollet Thema. Bstimmt auch schick als Film. Kleines Ego kämpft gegen großes Ego. Allein in diesem einen Satz haftet soviel Langeweile – das ganze dauert dann aber ca 5 Stunden. Nach einer halben Stunde war meine Tüte Honey Mustard Pretzel Snack leer wie der Film und die Blicke der jungen Hauptdarstellerin, die ich für ihre Leistung in „Brokeback Mountain“ eigentlich gemocht hatte (Plusquamperfekt, wohlgemerkt!).
Zurück zu Meryl. Ähnlich wie bei Annette kan man grundsätzlich an der schauspielerischen Leistung nichts aussetzen. Sie spielt und bekommt dafür Geld. Im unsäglichen Prada-Fake-Film spielt sie ein Biest (ohne jemals etwas von Joan Collins oder Heather Locklear gehört zu haben – zwei Episoden Denver-Clan wären eine vernünftige und ausreichende Vorildung für die Rolle gewesen.) Aber jetzt schreien alle wieder „Oscar Oscar“, nur weil eine alte Schauspielerin mal das Rollenfach gewechselt hat. Wenn das so einfach wäre… Meines Erachtens sollten Drehbuchautor, Ausstatter und Haarstylist aus der Gewerkschaft fliegen. Und die Streep sollte Unterricht bei Jessica Lange nehmen. Oder jüngeren Kolleginnen das Feld überlassen, genug Kohle wird sie schon verdient haben. Ich bin es langsam Leid, alten Schauspielerinnen dabei zuzuschauen, wie sie ihre medizinisch verjüngte Physiognomie aus reiner verzweifelter und unangebrachter Eitelkeit in die Kamera halten.
BEING ANNETTE oder RUNNING WITHOUT SCISSORS
Wenn man diesen Blogger kennt, dann weiß man, dass er gegen Literaturverfilmungen eigentlich nichts einzuwenden hat. Zu seinen Lieblingsfilmen zählen „Tess“ und jetzt fällt mir nur „Rosemary´s Baby“ ein, aber der ist auch von Polanski, wie unelegant. Egal, geht es doch in diesem Beitrag um Anette Benning, von deren Namensschreibweise ich mir nicht einmal die Mühe mache, sie zu überprüfen. Die Alte von Warren Beatty halt.
Sie spielt Augusten Burroughs (bitte alles selber wikipedieren, I´m in a hurry) Mutter in „Running with scissors“, bei welchem es sich um eines meiner Lieblingsbücher der vergangenen Jahre handelt, was wiederum zur Folge hatte, dass Burroughs zu meinen liebsten Schriftstellern zählt. Was Drama, Witz und Stil angeht, ist er der Rufus Wainwright der Autobiographie (nur dass Rufus mehr Haare hat und auch sonst eher mein Typ ist). Und hat sein Buch verkauft. Ich weiß nicht, ob er es als wiedererkennt. Als Film. Jetzt mal ganz abgesehen davon, dass es für niemanden schmeichelhaft ist, wenn die eigene Mutter von der Beninng gespielt wird. Die Geschichte ist die gleiche, aber die Wärme, der Humor, die Feinheit ist fortgezaubert. Was nichts daran ändern wird, dass das Benning eine Oscar-Nominierung bekommen wird. Dabei macht sie nichts anderes als ihren Job. Wie jede andere Schauspielerin auch. Aber nicht jede Leberwurst gehört DLRG-prämiert. Wie in jedem Film, den Anette machen durfte (anders kann ich es nicht formulieren), liefert sie ab. Sie trägt Worte vor, gestaltet Emotionen und alles bleibt an der Oberfläche. Wenn sie wütend spielt, spielt sie wütend. auf ihrer Stirn steht „Schauspielerin“. Annete könnte eine große Bühnenkarriere machen. Ihren Gesichtsausdruck sieht man auch noch ganz hinten und oben im Olymp. Und um Theater kann man einen weiten Bogen machen oder man wartet auf die nächste Inszenierung in anderer Besetzung. Eines hat Annnnnnetä gar nicht: star quality. Ihr Spiel lässt kalt. Weil sie es aus einer Schublade zieht und nicht, wie Göttin Jessica Lange, aus dem Herz, der Seele, dem Arsch (je nach Gebrauch).
Augusten, ach Augusten – bitte bitte, beim Verkauf der Filmrechte für „Dry“ – schreib Dir eine actors-approval-Klausel in den Vertrag. Und nimm Kontakt auf mit JessicaLangeMichellePfeifferJoanAllenSigourneyWeaver. Die Bengging soll sich um die Windeln von Warren Beatty kümmern.
Etwas bemerkenswertes hatte der Film allerdings – und zwar eine schauspielerische Leistung, die all das hatte, was Binneng abgeht: Tiefe, Wärme, Feinheit, c r i s p i n e s s (don´t know any other word for it, watch for yourselves). And the Oscar for the best actress in a supporting role goes to – Jill CLAYBURGH!
EDIE´S ON FIRE
Ich vergaß zu schreiben, dass es einmal sogar brannte. Aber ich schätze, das hat Little Edie für den Effekt getan. Und die Feuerwehrmänner. Und dass Onaniss* nur Gummischindeln finanziert hat geht defintiv in den skandalösen Bereich.
*Geht´s noch ein bisschen Freudscher? Nein? Dann muss es so reichen. (Onassis natürlich)
THEY´RE HERE!!!
Passend zum Beitrag heute die Post:

Da muss „Queer as folk“ eine Pause einlegen. Because the Beales are back!