Jemand hat es BERÜHRT!!!
Archiv der Kategorie: Crazy Ladies
WHAT´S IT ALL ABOU, ALFIE?
Unschuld von Madonnas neuem Kerl geklärt!
DIE BERBENS
Die himmlischen Töchter. Die Rettich, die Czerny und noch eine. Die Dallmayer-Prodomo-Saga oder so ähnlich. Die Rosa Roth. Die Guldenburgs. Die Buddenbrooks. Die Krupps. Die Thyssens. Die Dr. Oetkers. Die Schleyers. Die Opels. Die Smarties. Die Ritter-Sports. Die Kennedys. Die Mozarts. Die Beethovens. Die Windsors. Die Stehpinkler. Die Sitzriesen. Die Hitlers.
BERECHTIGTE SUCHANFRAGE
„Warum Kim Novak als Vorbild?“
IKEA/ BABY/ AUFBEWAHRUNG
Nein. Du kannst es nicht einfach weglecken. Du kannst das Schätzelchen aber in die Kiste tun, wenn´s stört. (Ist doch kein Wunder, dass die überforderten Oscht-Muddis ganz durcheinander kommen, wenn sie eine Tiefkühltruhe sehen. Blame it on Ikea.)
EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL
Britney kicks off Comeback-Tour!
Edit: Also ich persönlich liebe diesen Beitrag, und es ist eine Schande, dass Sie meine Meinung nicht teilen. Spears on you!
ES IST LUSTIG! oder SMELLS LIKE TEEN SPERM
„Page Six reports that the Material Mom’s ex-husband Guy Ritchie has been referring to Madonna as an “it” since their divorce.
In response to the report, Madonna’s rep Liz Rosenberg says, “It hasn’t been in a bad mood since the divorce was finalized.”
Quoted from Just Jared.
DIE NUTTE IST TOT
Die E. (63) kommt zurück ins Esszimmer, begleitet vom Geräusch der von ihr vor Kürzestem betätigten Klospülung. Währenddessen sich die M. (66) eine Boston ansteckt, eine rote, denn Lights sind Nepp.
„Die Nutte ist tot“, sagt die E.
„Welche Nutte?“ will die W. (70) wissen
„Na die berühmte Nutte.“
„Ach die! Die war doch keine Nutte“, sagt die W., „die hat sich doch nur für die anderen Nutten eingesetzt und war deshalb immer im Fernsehen.“
Die kleine A. (6) fährt mit der Hand durch den Rauch der Boston der M., die neben ihr sitzt. Man könnte jetzt annehmen, dass sie ihn vertreiben möchte.
„Na, kleine A., spielst Du wieder mit Tante M.s Rauch?“ will ich wissen, ich hab das früher selbst getan, im Grunde habe ich mit dem Rauchen angefangen, weil ich es immer so toll fand, wie die M. ihn durch die Nase rauslassen konnte. Einst eine schlanke Schönheit, ist die verdörrte, dürre M. heute der beste Beweis dafür, dass man mit dem Rauchen gar nicht früh genug aufhören kann. Auch wenn sie gerade kein Geräusch macht – stellen sie sich vor, wie osteoporothische Knochen gegen Leder reiben. The Sound of M.
Die kleine A. nickt und kichert.
„Klar war die früher selber Nutte!“ Sagt die E. und setz sich wieder an den Kaffeetisch.
„Ja, war sie“, sagt der H. (75), Gatte der W.
„Und woher willst Du das wissen?“ fragt die W. gelangweilt.
„Ich kenn die. Von früher.“
Und wieder kichert die kleine A. (6) bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Rauch zuwendet, der drachengleich aus den Nüstern der M. stiebt.
ZU NEBENWIRKUNGEN FRAGEN SIE BITTE IHREN APOTHEKER ODER JESUS oder DES TEUFELS
goldene Haare.
OLD AGE DEFINETELY NO PLACE FOR SISSIES
Kleine Lily Allen also singt ein Lied über eine Dreißigjährige, die mit hungrigen Augen durch die Clubs zieht, in denen sich hübsch gestylte Welpenmädchen mit großen Brillen und teuren Täschchen amüsieren, immer noch hoffend und glaubend, dass da ein Kerl kommt, der sie, die Dreißigjährige, über die Schulter nimmt und nach Hause schleppt. Kleine Lily sieht da keine große Wahrscheinlichkeit. Ich mag ja Lily und kann mich noch gut an diese jungendliche Arroganz erinnern, als man selbst kein Bild von sich als Mensch über 36 hatte. Die selbe Arroganz, überhaupt nicht älter geworden, die ich jetzt gegenüber allen Fremden über 70 hege. Ich seh mich da nicht, hab da so ein Gefühl, dass ich das nicht erleben werde. Aber mit 15 war für mich auch ein Leben über 30 unvorstellbar.
Und jetzt seh ich grad wieder diese beiden Schildkröten vor mir, Mutti-Omi (95) und Tochter-Omi (75), die vor uns beim Ebstein-Konzert die Treppen zum Rang hochgehen, in Zeitlupe und völlig entspannt ohne jegliche sprichwörtliche Rücksicht die Treppe für alle nach ihnen schreitenden blockieren, Mutti-Omi die Hand auf dem linken Geländer, Tochter-Omi die ihre auf dem rechten, und dabei in ihren abgerundeten braunen Niedrigpumps und mit ihren braunen Handtaschen/ Röcken/ Blusen/ Westen langsam, zart und selbstüberzeugt vor sich hin tattern, ohne dass auch nur eine einzige festgesprühte Locke ihrer dauergewellten, nicht mehr ganz so dichten und entsprechend auftoupierten Haare vor sich hinwippen würde.
Und stehe so unter der Dusche und wasche den haarigen Körper und frage mich, was ein Jungmensch sich so dabei denkt, mich anzuchatten, um mich zu daten. Beim letzten (22) kann ich´s beantworten, ich bin dahinter gekommen, der suchte offenbar jemanden, der so altklug war wie er selbst. Ich habe ihn dann quasi in meiner Wohnung ausgesetzt und bin feiern gegangen, weil ich mich in seiner Umgebung so alt gefühlt habe, und zwar nicht wegen des Altersunterschieds sondern wegen seiner Floskeln und Allgemeinplätze. Oder kennen Sie noch jemanden, der sagen würde „Schönen Gruß von Getriebe“ wenn man sich mal verschaltet?
Nun. Ich kann das noch toppen. Ich bin von einem 19jährigen auf ein Date eingeladen. Gebildet, langhaarig, witzig. Mit Lippen, die Angelina J. neidisch werden ließen. Weiße Haut zu rotem irischem Haar. Und ich weiß jetzt schon, dass ich mich neben ihm alt fühlen werde, und mich fragen werde, warum er sich einen in meinem Alter aussucht. Aber egal. Bei dem freu ich mich aufs Knutschen. Und wenn gar kein Funke springt kann man immer noch „Zoolander“ anschauen oder sich Gedichte vorlesen. Rilke ich, Eliot er. Ich freu mich. Aber nervös bin ich natürlich auch. Aber so spürt man sich halt mal wieder jenseits von Kreislaufstörung, Porno-Orgasmus und Halsschmerzen.