Archiv der Kategorie: but it refuses to shine

DURCH DIE BON JOVI QUETSCHPRESSE

Oh my God. Axl hört sich an wie Klaus Meine wenn er weint. Vielleicht doch besser Platten machen, solange noch Stimme ist. Next step: Wetten, dass?

Und jetzt schaut ma, wer auch wieder da ist, straff und stramm, und mit einem reizenden kleinen Song, etwas altmodisch vielleicht, aber dennoch sehr charmant:

Toyah! Über die muss ich auch mal bloggen. Aber jetzt geh ich erst mal und les ihr Blog!

ALARMING SCHÖNEBERG SHOP WINDOW

alarm

„Und die Ausbildung zur Schaufensterfachjestalterin, die ha ick denn abjebrochen, weil mir die Acrülnäjel immer abjebrochen sind, wenn ick die kleenen Zahlenplättchen in die schwarzen Preisauszeichnungsleisten reinjefriemlet hab. Dit muss jetzte immer der Schorse machen, da lass ick die Finger von. Du jlobst doch nich, dit wa een Wecker mehr verkoofen würden, nur weil da n Stück Borke mit Kerzen druff in Fenster liecht oder n Bild von ner jlücklichen Familje. Ick hab noch ne Flasche Rüttgers Club hinten. Sollnwa aufmachen?“

(Kelly-Sabrina Kruse, 34, betreibt mit ihrem Ehemann Georg die Wecker-Boutique „TickTack“ in der Ansberger Straße.)

AUFRUF ZUR DEMO, COURTESY OF GAYROMEO

„!!! Wichtiger Aufruf an alle Berliner !!!

In der Nacht zu Samstag, den 18. Oktober, wurde ein 33-Jähriger in einem Zug der U-Bahnlinie 6 Opfer eines schweren schwulenfeindlichen Übergriffs. Und das war bei weitem nicht der erste Überfall in letzter Zeit in Berlin.

Auch GayRomeo ruft zu der Protestaktion von MANEO auf: „Gesicht Zeigen! Nein zu Hassgewalt gegen Homosexuelle in Berlin!“

Wann und Wo: Dienstag, 04.11.08, 18 Uhr, am U-Bahnhof Hallesches Tor.

Traust du dich noch, einen Freund auf offener Straße zu küssen?

Würdest du in der U-Bahn offen antworten, dass du Schwul bist?

Hast du sogar schon Angst auf diese Protestveranstaltung zu gehen?

Wir wissen: Das Wetter ist Scheiße und es gibt noch ungefähr 99 weitere Gründe nicht hinzugehen! Aber krieg auch du deinen Arsch hoch und überwinde den inneren Schweinehund! Es kostet dich eine Stunde deines Lebens, aber dies ist gut investierte Zeit! Schon morgen kannst du der Nächste sein!

Lasst uns alle gemeinsam zeigen, dass wir es NIEMALS wieder hinnehmen werden einfach stille Opfer zu sein! Es geht auch um UNSER Berlin und das besteht nicht nur aus Schöneberg und Prenzlauer Berg!

Es kann und darf nicht sein, dass Schwule in Berlin wieder in Angst leben und außer allgemeinem Betroffenheitsgesülze nichts passiert!

Es grüßt die wütende Mutti

PRESSEMITEILUNG MANEO
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Der 33-jährige schwule Mann befand sich in der Nacht zu Samstag, den 18. Oktober, gegen 00:30 Uhr, mit zwei Freunden auf dem Heimweg. Mit der U-Bahnlinie 7 fuhren sie vom Bahnhof Südstern in Richtung Mehringdamm.

An der Station Gneisenaustraße verabschiedete der 33-Jährige den ersten seiner beiden Begleiter mit einem Kuss an der U-Bahntür; am Bahnhof Mehringdamm verabschiedete er den zweiten Freund auf dem Bahnsteig, wo er anschließend in die U-Bahnlinie 6 umsteigen und zum Halleschen Tor weiterfahren wollte.

Bereits auf dem Bahnsteig wurde er von zwei jungen Männern geschubst. Weil auch diese in die U6 einstiegen, wählte der Betroffene einen anderen Waggon. Kurz darauf kamen die beiden jungen Männer, die er auf Anfang 20 und mit einem Migrationshintergrund einschätzte, in sein Abteil, da sie dort eine dritte Person wiedererkannten.

Dort begann einer der Täter den Betroffenen zu provozieren. Er fragte: „Bist du schwul?“, was der 33-Jährige selbstbewusst mit „Ja“ beantwortete. Daraufhin provozierte der Täter weiter: „Hast du gerade meinen Freund angemacht?“ und „Hast Du ein Problem?“, was sich mehrfach wiederholte.

Als der Zug an der Station Hallesches Tor zum Stehen kam, begann der Kleinere der Täter wie wild auf den 33-Jährigen einzuschlagen; die Schläge trafen diesen ungezielt gegen Kopf und Körper. Die Täter stiegen dann aus. Der Betroffene ging an die Tür und rief laut nach der Polizei. Daraufhin kam der größere der beiden zurück und schlug dem 33-Jährigen drei Mal mit der Faust gezielt ins Gesicht. Die Schläge waren so präzise ausgeführt, dass davon auszugehen ist, dass der Täter trainiert war.

Fahrgäste kamen dem Geschädigten, der heftig aus dem Mund blutete, sofort zu Hilfe und verständigten Polizei und Rettungswagen; mehrere Fahrgäste stellten sich als Zeugen zur Verfügung.

Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte einen doppelten und gesplitterten Kieferbruch; der Geschädigte musste operiert werden. Mehrere Metallplättchen wurden in den Kiefer geschraubt, um diesen zu stabilisieren; das Gebiss ist verdrahtet, so dass der 33-Jährige derzeit nur flüssige Nahrung zu sich nehmen kann.“

Das esrcheint mit dann wohl doch als wichtigerer social event als „Künstler gegen AIDS“.

DEFLATED

Der einzige, der mir noch einfiel, den ich anrufen könnte, ob er mir hilft, den platten Reifen zu wechseln war O. Dann fiel mir aber wieder ein, dass er am Tag, an dem ich seine Frage negativ beantwortete, ob aus dem, was wir beide hatten, etwas größeres, ernsteres werden könnte, sein Wagen ebenfalls einen Platten hatte und ich recht hilflos daneben stand, während er ihn wechselte und dann wieder zurück nach H. fuhr, ein ziemlich hohles Gefühl in mir zurücklassend, wie ich in ihm vermutlich in noch stärkerem Ausmaß. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob es nicht einfach der Zeitpunkt gewesen war, an dem er die Frage stellte, morgens im Bett, als unsere Körper gerade mit dem Abbau von Kokain beschäftigt waren. Nein. Es wäre keine gute Idee, O. wegen des Wechselns eines Autoreifens zu kontaktieren.

NICHT SPRECHEN

Wenn man feststellt, dass man Gespräche meidet, weil alle Themen, die man gerade hat, die Laune runterziehen. Much less darüber schreiben. Aus Versehen dann am Kaffeetisch
„… ist es doch immerhin toll, dass es Dir emotional so gut geht!“
„Was? Mir? Gut?“
Stellt man fest, dass es doch besser ist, Gespräche zu führen, als es mangels glamouröser Themen zu unterlassen. Wenn man will, dass die Leute gerade wissen, wo man steht jedenfalls. Trotzdem. Schwierig.