Nicht schlecht erstaunt war ich über die Einladung des werten Herrn Glamourdick in seiner Abwesenheit (der Herr hat ein Wochenbett auf La Palma gebucht) mal blogtechnisch in Glamourdick-Manison „die Blumen zu giessen“. Eine Ehre – zweifellos! Zumal wir uns bisher blogpersönlich noch nicht oft, kommentierender Weise, ins Kreuzverhör genommen haben. Das „Bindeglied“ stellte bis dato wohl eher der verehrte Herr Luckystrike (Grüße!) dar, zu dessen regelmässigen Kommentatoren sowohl Herr Glam als auch ich gehören.
„Feel free to write something glamourous or psycho“ heisst es im Einladungsschreiben. Nun letzteres liegt mir wesentlich näher als ersteres! Das Glamouröse wurde mir nicht eben in die Wiege gelegt. Anders vermutlich als bei Herrn Glam selbst!? Ich meine, wenn jemand am gleichen Tag Geburtstag feiert wie Marilyn Monroe … „Happy Birthday Mr. President!“. Ich selbst könnte mir „Glamourous Is My Middle Name“ auf all meine Taschentücher sticken lassen und würde mich trotzdem immer noch nicht so fühlen. Genauso wie ich mir irgendwie deplatziert vorkomme, wenn ich „offen“ beifahrend, im Porsche meines besten Freundes, sonnenbebrillt durch Köln glamöst werde. Ok, einen Hauch von Glammer geht ansatzweise von mir aus, wenn ich mit meinen Inlinern – unfreiwillig eine Mischung aus „Schwanensee“ und Ausdruckstanz darbietend – am Rhein entlangcruise. Was nun meinen „Dick“ betrifft … hier schweige ich lieber, sonst fordern die Herren Glam und Lucky wieder Fotos von mir ein. Bin den Beiden ohnehin noch Fotokopien meines nackten Hinterteils schuldig – silly me.
Im Handbuch „In 21 Tagen zum Pulitzerpreisträger“ steht ja geschrieben, dass zum Gelingen eines Textes maßgeblich beiträgt, wenn es einem glückt, das zu fühlen worüber man schreibt. Wie gesagt weilt Herr Glam auf „La Isla Bonita“ und so spontan hab ich jetzt etwas Mühe das „Spanien in mir“ zu finden. Eigentlich hatte ich vor, dieses Posting üppig eingecremt mit Herrn Glams Selbstbräunertipp „bebe-body lotion“ und ansonsten nur mit Badehöschen und Strandhut bekleidet zu verfassen. Ein Vorhaben, das sich leider aufgrund der bei uns herrschenden Temperaturen von selbst verbietet, sofern man nicht vor hat, sich als „Chris Icesack“ zur Show zu stellen. Ein Umstand der andererseits Herrn Luckystrike wohl gefallen könnte, wenn man bedenkt, daß er einen Sänger artverwandter Pronunciation für den „Sexiest Man Alive“ hält. Lucky war es auch, der mir angeboten hat zu verraten, wo die wirklich interessanten Sachen in Glamourdick-Manison versteckt seien. Leider hatte ich vor Abflug der Herren keine Chance mehr mich mit Lucky diesbzgl. kurzzuschließen. Aber auch ohne in jeder Blogschublade nach Blogschokolade zu wühlen bzw. unterm Bett zu gucken, habe ich in den letzten Tagen viel Amüsantes, im besten Sinne Merkwürdiges, Tiefsinniges und Beeindruckendes in Herrn Glams „Grabbelkiste“ entdecken dürfen – I’m deeply impressed! Zum Beispiel von jenem schier unglaublichen Tonmitschnitt eines Berliner Karaoke-Abends und dem noch viel unglaublicheren Schnappschuss (mir schlägt das Herz an dieser Stelle bis zum Hals – nein, ich merke gerade ich trag es sogar schon auf der Zunge) ich glaube von Frau Dekolteeschnittchen Wortschnittchen! Ein Resonanzkörper im besten Sinne – ein Körper der bei mir Resonanz hervorruft!
Dann will ich mal zum Ende meiner Stippvisite kommen, wir sind ja nicht zum Spass hier. Während des Tippens habe ich eben noch Staub gewischt, die Privatpost „gelüftet“, die Orchideen gestutzt und die Balkonfliesen nochmal verfugt (das sah ja nicht aus). Somit sollte für die Heimkehr des Hausherren alles gerichtet sein und ich freu mich nochmal schnell, dass in Zeiten, in denen Monsterrocker den „Grand Prix“ gewinnen ein „OhBehave!“ noch Mitglied einer Boygroup werden kann und Glam-Stellvertretertexte posten darf.