Archiv des Autors: glamourdick

3.12.11

Nüscht besonderet. Immer noch große Verliebtheit in´s neue Gadget, die Matrix. Ich entdecke und entdecke. Jetzt brauch ich nur noch MacOS 10.6 für die Cloud. Gratis-Cloud. Nicht wie bei Apple… Beim Wohnungsputz die Hello-Kitty-Backmischung gefunden, die ich von Frankie zum Geburtstag bekommen habe. Auch ein halbes Jahr später noch nicht abgelaufen, also back ich vielleicht morgen einen Kuchen und glasier ihn rosa. Zwei Folgen AHS gesehen, die ein bisschen weniger spannend als gewohnt waren, aber immer noch best entertainment. Vielleicht wegen der Doppeldosis Constance hab ich dann meiner Lieblingslehrerin geschrieben. Ge-emailt. Süß, wie die Elterngeneration langsam Netz-affin wird. Meine Mutter ruft jetzt auch immer öfter an mit dem einleitenden Satz: „Glam – Du sitzt nicht zufällig gerade am Rechner?“

Brief von der Steuerberaterin. Sie schreibt, dass ich nächste Woche der Steuer was überweisen muss, das hatte ich so auch noch nie, ich musste mir die Termine immer selbst merken. Dann schreibt sie auch noch wieviel, und ich fasse es nicht. Wie kann es sein, dass sie meine Vorsteuer um mehr als 50% (!!!) gekürzt haben und trotzdem bekam ich nur eine lächerliche Rückerstattung überzahlter Beiträge?

Jetzt weiter mit „Desperate Housewives“.

NERDY GLAM GOES ANDROID

Der positive Nebeneffekt, wenn der Wagen in der Werkstatt ist – man spart sich die Parkplatzsuche, wenn einen der Strike chauffiert. So hätte ich gestern Abend eine viertel Stunde mehr Feierabend mit „Desperate Housewives“, Staffel 781 gehabt, wenn nicht das neue Gadget in der Post gewesen wäre, ich nenne es liebevoll „Die Matrix“. Bei der Auswahl zwischen dem einen despotischen Anbieter-Modell (Apple) und allem, was es sonst noch so gibt, habe ich mich für den anderen, den Informations-Abgreifer entschieden und bin nun Android. Habe mich fasziniert durch die Apps geklickt und den biometrischen Sensor getestest – die haptische Art der Besitzererkennung. Die Matrix hat meinen Fingerabdruck gescannt – Geheimnummern-Eingabe Adieu. (In der Praxis sieht es allerdings ziemlich lächerlich aus, wenn man die Fingerkuppe bedächtig mehrfach über den Sensor reibt, es hat was Sexuelles, aber so Android bin ich nun doch nicht und werde wohl wieder die Nummerneingabe aktivieren.)
Schade nur, dass die Matrix allergisch reagiert, wenn ich meine noch-Sim einlege, um die gespeicherten Kontakte einzugeben. Tabula rasa. Noch blöder, dass das N97, mein einst so geliebtes Nokia, die Rufnummern immer nur für Bruchteile von Sekunden anzeigt und dann sofort verbinden will. Na ja. Es wird ein langer Winter.
Sehr happy bin ich über die Wlan-Verbindung. Wenn ich mir jetzt noch das dazugehörige Netbook hole, habe ich einen vollwertigen PC. (Alles in allem allerdings dann auch so viel Geld ausgegeben wie für einen.) Wenn in Kürze die Suchanfrage kommt „Wie aktiviere ich Stummschaltung beim Motorola Atrix“ – gleich vorn, wo Sie den Pin eingeben. Pin ist links, Stummschaltung rechts. Das war aber auch schon die komplizierteste Recherche gestern.

Heute muss ich dann mal checken, ob es eine Dropbox-App gibt und wie ich Musik auf die Matrix kriege. Musikalisch eingeweiht wurde sie mit dem Youtube-Clip von „Running up that hill“.

Neben dem neuen Mobilfunkvertrag ist dann auch demnächst ein neuer Agenturvertrag in der Post. Ich bin jetzt nicht mehr projektbezogen betreut, sondern bekomme einen Autorenvertrag. Und noch etwas Epochales ist geschehen: die Steuer hat mir Geld überwiesen! (Leider nicht ganz soviel, wie der Steuerberater gekostet hat.) Aber die wirklich allerbeste Nachricht war, dass „Ashby House“ im Verlag und im Freundeskreis der Lektorin bereits „sehnsüchtig erwartet“ wird und dies „meist repräsentativ für das allgemeine Interesse an einem Buch“ sei. Now I should be getting ready for my close up! Kennt jemand Kilian Kerner? Ich bräuchte eine elegante Grundausstattung – und ich liebe die silberne Lederhose.

28.11.2011

Ein metallisches Scheppern, nervig laut, während wir im Stau auf dem Mehringdamm stehen. Beim Anfahren bleibt der Wagen plötzlich stehen und will nicht mehr starten. Ah ja, das war also da Scheppern. Die Lieblingskollegin und ich schieben das Auto und parken es links, mitten in der Baustelle, so dass der Stau besser fließen kann. Eine Stunde später kommt der ADAC. Die Lichtmaschine. Noch eine Stunde später der Abschleppwagen. Und dann Warten in der Werkstatt des Vertrauens. Mittlerweile macht es kaum noch Sinn, ins Office zu fahren. By the time I´ll be there, most of the work will be done. Also weiter mit den Fahnen – Waisen und Witwen verarzten, Zeilen einbringen und austreiben. Am Ende bestimmt der Setzer über Adjektive – gut, dass ich mit denen generös bin. Wenn ein paar davon wegfallen wird´s trotzdem nicht schlechter. Und nach wie vor große Erleichterung. Die Kürzungen waren stimmig, der Roman hat profitiert. Jetzt gerade sterbensmüde. Disco nap.

GLAM HAT EINE FAHNE oder THIS IS ONE OF THOSE MOMENTS

Der aus-dem-Traum-Schreck-Moment war nicht nötig. Trotz heftigster Kürzung im letzten Lektoratsdurchgang hat „Ashby House“ noch über 300 Seiten, ich bin beruhigt. Und jetzt freue ich mich darauf, das gestraffte Exemplar (immer noch nicht die Endfassung, ich darf noch hier und da) zu lesen. Beste Vorbereitung, die Arbeit an der Fortsetzung in Kürze wieder aufzunehmen, das Exposé hat die zweite Instanz (Lektorats-Sitzung) erfolgreich überstanden.

Vielleicht liegt es daran, dass ich so lange nicht in Print veröffentlicht habe, aber es fühlt sich an wie das erste Mal. Und zum ersten Mal die gesetzten Seiten zu sehen ist „one of those moments“. Mein kleines Gothic-Baby…

27112011365

THANKSGIVING

Träume, die auf Therapiesitzungen folgen haben es ja immer in sich. Und gestern war das so – nicht anstrengend, aber zehrend, dass ich kurz nach 20 Uhr vorm Fernseher einschlief, um dann um 4.00 Uhr morgens aufzuwachen, mitten in einem sehr angenehmen Traum, in dem ich mich zwischen zwei Männern nicht entscheiden konnte und auch nicht wirklich musste. Einer der beiden war eine Traumkreation, den anderen kenne ich vom Sehen. Was mir das alles sagen soll weiß ich nicht, aber ich wachte mit einem guten Gefühl auf, und mit der Erinnerung an nackte Haut.

DIE WOCHE SO

Es dümpelt gerade so vor sich hin, was nicht das Schlechteste ist – normalerweise bin ich in dieser Zeit des Jahres Saison-technisch bereits am Anschlag oder auf dem besten Weg dorthin. Dieses Jahr gestaltet es sich reizarmer, weil ich meine Wohnung wieder für mich habe, wenn auch auf Kosten von Kosten und einem Wasserschaden, den ich dem bislang-noch-nicht-für-den-Schaden-aufgekommenem Spanier verdanke, der nun anderswo seinen hefigen Geruch verbreitet.
Ansonsten – ich habe noch vor der Saison mein Tryptophan abgesetzt und sehe keinen Unterschied zu der Zeit, als ich es regelmäßig einnahm. Entweder ist es Heidi, oder der Streifen am Horizont, oder das Zeug wirkt bei mir einfach nicht. Alles in allem kein Anlass große Freudensprünge zu machen oder auch nur von Sorglosigkeit zu sprechen, aber es ist grad schon ganz okay. Und heute auch das Bahnticket für die Weihnachtsfamilienzusammenkunft gebucht – was das für Stress rausnimmt ist mir 78 Euro wert. Keine Autofahrerei am 23. nachts oder 24. morgens. Stattdessen Platzreservierung im Großraumwagen, Handybereich, Fensterplatz. Ich mach dann Handyfotos von den Leute, die die Strecke wegen zwangsläufiger Überbuchung stehend zurücklegen.

EHRUNGEN

Tja, noch keine 10 Tage online, und schon heißt es nicht mehr „das ADS-Blog“, sondern ab sofort „das preisgekrönte ADS-Blog! „…welcher das norddeutsche Pisa-Defizit durch plausibelste Erklärungsmodelle bezüglich der Welt des Wissens in höchstem Maße nach vorne zu bringen imstande und höchstgeeignet mir scheint!“

Herr Strike, legen sie schon mal den Champagner kalt!

(Jetzt ist irgendwo in der Blogwelt die kleine Poetin Wilma Preise aber janz doll neidisch!)