Den Dienstag in etwas verbracht, das eine Migräne-Bubble war oder der Versuch einer Grippe. Heute ist besser, aber so 60 von 100. Gleich einen Termin bei der Polizei. Man hatte mir vorgeworfen, ein parkendes Auto angefahren und Fahrerflucht begangen zu haben. Jemand hatte einen Zettel mit meinem KFZ-Kennzeichen an die Windschutzscheibe des beschädigten Wagens geheftet. Dem Strike seiner Autobatterie sei Dank hatte ich am besagten Tag allerdings auf jeder Fahrt einen Zeugen und sowohl Strike auch mir wäre die Beschädigung eines Autos in einer Straße, durch die wir nicht fuhren im Gedächtnis geblieben. So schrieb ich es auch in meine Aussage auf der Internetwache, und gestern rief mich dann eine sehr freundliche Dame von der Kripo an, die sich mal meinen Wagen ansehen möchte. Jetzt ist es so, dass die Monika ja ein großer Fan von allem ist, was in der Öffentlichkeit stattfindet. Noch großartiger findet sie aber alles, was mit Behörden zu tun hat, das toppt noch Wartezimmer. Wenn ich bei einem neuen Arzt vorstellig werde, informiere ich entweder im Vorfeld oder im Erstgespräch über die Möglichkeit einer Panikattacke. Also erklärte ich auch gestern im Gespräch, dass, sollte man Symptome von Nervosität oder Panik an mir ausmachen, dies nichts mit dem Vorwurf der Beschädigung und Fahrerflucht zu tun hat, sondern einzig Symptom einer lästigen Erkrankung ist, die Sozialphobie heißt. Und jetzt kommt das wirklich tolle: die Dame von der Kripo fragt mich: „Würde es Ihnen helfen, wenn ich zu dem Termin in Zivil käme?“
Jetzt bleibt, die Daumen zu drücken, dass der Arsch, der mich da reingeritten hat, dies aus persönlichen Gründen getan hat und nicht, weil er der Täter war und sich ein Auto in der gleichen Lackfarbe ausgesucht hat.