Archiv des Autors: glamourdick

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Autor, der selbständig Buchhandlungen aufsucht, von denen er weiß, dass Kunden dort vergeblich nach „Ashby House“ fragten und diese mit einem Belegexemplar ausstattet. (Und man sollte doch wirklich annehmen können, dass wenn überhaupt in Berlin, dann im „Otherland“…)

Ich könnte Geschmack daran finden, wer hätte das gedacht? Ich nicht. Also melden Sie ruhig jede Berliner Buchhandlung, die es nicht vorrätig hatte. Und, wenn das Buch Ihnen gefallen hat, schreiben Sie bitte eine Amazon-Rezension. Anders als andere, bin ich zu stolz, dies selbst zu tun.

THERE ARE CERTAIN THINGS, THAT ONCE YOU HAVE, NO MAN CAN TAKE AWAY

Neben dem kräftezehrenden Job und der Kreativ-Energiekriselei dann doch wieder Momente, für die es sich lohnt. Da steht auf einmal die Lieblingsdänin im Büro, zaubert mit ihrer Energie einen Kurzurlaub vom Arbeitsdasein und tanzt Cha Cha mit Strike. Oder es kommt eine Mail aus der Vergangenheit und schafft eine neue Gegenwart und Zukunft. Bewegende und bewegte Worte. Was den Glee-Kids der Mr Schue, das war an meiner High School meine Ethiklehrerin. Wiedergetroffen haben wir uns über die emotionale Immobilie, in der die Ashby-Fortsetzung spielt. (Was gestern übrigens meine Lieblingssuchanfrage war: „Ashby House Fortsetzung“.)

6.3.12

Ich reiße so die Wörter aus mir raus, so fühlt es sich an. Es ist kein Flow, es ist ein Rauben von Buchstaben. Mehr Disziplin als Kreativität. Um so mehr freuen dann Ashby-Rezensionen von Menschen, die in einen Buchladen gegangen sind und ein Debut gekauft haben, ohne wissen zu können, was der Typ da geschrieben hat und ob es Wert hat und die dann tatsächlich gut unterhalten waren und dem auf Amazon oder Lovelybooks Ausdruck verleihen. Und die mehr wollen. So dass sich der Aufwand lohnt. Der erste Verriss ist auch veröffentlicht, aber von jemandem, dessen Kommasetzung noch verheerender ist als meine, von der Orthographie ganz zu schweigen. Das ist ja auch eine Form von Lob, wenn jemand, von dem man nicht gemocht werden möchte, einen nicht mag. Und das perfid Schönste ist ja, aus einer miesen Kritik so den einen wertschätzenden Satz rauszusuchen und damit dann die Presseseite aufzumöbeln. Der Ätsch-Moment.

BEDARF ES WENIG

So Lebensmittel, die man vergessen hatte und wiederentdeckt. Was war das eine schöne Woche mit Hüttenkäse! Und wenn man den Ipod mal konsequent auf Shuffle lässt und der sich alles selber aussuchen kann! Momus!

Rien qu’un touriste

Orientierungslose Momente, wenn man aufwacht, mitten in der Nacht. Et pourtant je vais monter sur scene. Und Erinnerung an diese Nacht 1998 und
das Zigaretten-Etui von Marlene.

SCHREIBEN

Die Lieblingskollegin hat mir aus der StaBi Spannendes mitgebracht und so war der gestrige Tag von Recherchen geprägt und zauberte einige Highlights hervor, die eingebaut werden wollen. Mein Output ist immer noch sehr sehr low, aber das hat zur Folge, dass ein Ereignis das nächste jagt, auch nicht verkehrt. Und jetzt weiter.

GLAM UND DIE MONI GEHEN ZUR KRIPO

Den Dienstag in etwas verbracht, das eine Migräne-Bubble war oder der Versuch einer Grippe. Heute ist besser, aber so 60 von 100. Gleich einen Termin bei der Polizei. Man hatte mir vorgeworfen, ein parkendes Auto angefahren und Fahrerflucht begangen zu haben. Jemand hatte einen Zettel mit meinem KFZ-Kennzeichen an die Windschutzscheibe des beschädigten Wagens geheftet. Dem Strike seiner Autobatterie sei Dank hatte ich am besagten Tag allerdings auf jeder Fahrt einen Zeugen und sowohl Strike auch mir wäre die Beschädigung eines Autos in einer Straße, durch die wir nicht fuhren im Gedächtnis geblieben. So schrieb ich es auch in meine Aussage auf der Internetwache, und gestern rief mich dann eine sehr freundliche Dame von der Kripo an, die sich mal meinen Wagen ansehen möchte. Jetzt ist es so, dass die Monika ja ein großer Fan von allem ist, was in der Öffentlichkeit stattfindet. Noch großartiger findet sie aber alles, was mit Behörden zu tun hat, das toppt noch Wartezimmer. Wenn ich bei einem neuen Arzt vorstellig werde, informiere ich entweder im Vorfeld oder im Erstgespräch über die Möglichkeit einer Panikattacke. Also erklärte ich auch gestern im Gespräch, dass, sollte man Symptome von Nervosität oder Panik an mir ausmachen, dies nichts mit dem Vorwurf der Beschädigung und Fahrerflucht zu tun hat, sondern einzig Symptom einer lästigen Erkrankung ist, die Sozialphobie heißt. Und jetzt kommt das wirklich tolle: die Dame von der Kripo fragt mich: „Würde es Ihnen helfen, wenn ich zu dem Termin in Zivil käme?“

Jetzt bleibt, die Daumen zu drücken, dass der Arsch, der mich da reingeritten hat, dies aus persönlichen Gründen getan hat und nicht, weil er der Täter war und sich ein Auto in der gleichen Lackfarbe ausgesucht hat.