Zwei Tage absolutes Nichtstun. Abgesehen von Serien-Konsum. Die Freundin Montgomery hat ihr Füllhorn über mich ausgeschüttet. Sie besitzt vermutlich einen Teevo in ihrem Apartmenthäuschen Nahe Rodeo Drive. Ich muss sie mal wieder besuchen und mit ihr über den Melrose streifen, Boutiquen leerkaufen und Long Island Iced Teas, Hollywood Ecke Vine trinken. Aber vielleicht will sie auch gar nicht mehr, nachdem sie vor rund einem Jahr von einem Talent-Scout nach LA endeckt wurde und nun keine Zeit mehr für ihr Blog hat. Jedenfalls hat sie mir AHS-Asylum aufgezeichnet, Homeland, Girls und Pretty little Liars, und wir schreiben uns jetzt auf Facebook und reden über Tobys Haare und den Vorteil von Kapuzen. Vermutlich ist Monty längst die beste Freundin von Aria, oder doch eher Hanna. Und Hanna ist je neuerdings mit James Franco, ach, die Welt da draußen, groß ist sie und klein zugleich. Die Seriengabe ist nicht umsonst – ich muss beim nächsten Treffen mit Monty in einem Champagnerkelch tanzen, den muss ich noch kaufen. Neuware. Ich will auf keinen Fall einen, wo schon die Teese drin getanzt hat. Das ist unhygienisch.
Archiv des Autors: glamourdick
AHS: ASYLUM
Ich mach das jetzt mal anders, bzw so wie eigentlich meistens, wenn ich eine Empfehlung gebe – ich sag Ihnen wenig vom Inhalt, die Überraschungen sollen sie selbst haben, die will ich nicht vorwegnehmen. Aber sagen wir es mal so: Wenn die erste Staffel „American Horror Story“ schon brilliant, böse, aberwitzig und zynisch war, dann wird sie von den ersten beiden Folgen der zweiten Staffel noch weit in den Schatten gestellt. Eine neue Geschichte – die einer von Nonnen betriebenen Nervenheilanstalt an der Ostküste im Jahr 1964. Und all dem Horror, den man damit verbinden kann. And then some more – wir sind ja bei Ryan Murphy. Die Storylines, die in den ersten beiden Folgen angelegt werden, sind vielversprechend. Geht man von der Methody Murphy aus, werden sie ihr Versprechen halten. Das hört sich nicht nach viel an, aber es ist ein Riesenakt. Die Überraschungen gehen allerdings weiter, was die Schauspielkunst (und deren Inszenierung) angeht. Bei Jessica Lange weiß man ja, dass sie tief reingehen wird in ihre Figur, es ist , wie immer, die größtmögliche Freude ihr dabei zu zuschauen, wie sie – in diesem Fall – eine sadistische Nonne mit schillernden Vergangenheit gibt. Überraschend gut waren für mich aber Sarah Paulson als lesbische Journalistin und Evan Peters (in der letzten Staffel Jessicas Sohn, in dieser ein vermeintlicher Serienmörder), der sichtlich mehr kann als Teenage-Angst. Man verfällt ihm schlichtweg. Die Kamera liebt ihn, selbst mit Platzwunden und blauen Flecken. Lily Rabe, die ich aus Staffel 1 als schwächste Schauspielerin in Erinnerung hatte, zeigt als naive Jungnonne, was sie kann. Und noch eines sei verraten: ich habe selten eine so gute Exorzismus-Szene gesehen, wie die in Folge 2. Really really scary. Und die Tatsache, dass im Gemeinschaftsraum nonstop Soeur Sourires „Dominique“ läuft – auf Anweisung von Jessicas Sister Jude – hilariously funny. Love love love it.
GLAMISTRY
Beim Gedanken „Boah, die Pillen flashen heut aber sensationell!“ kurz gezögert. Dann festgestellt, dass ich sie, ob verschlafens, vergessen habe einzunehmen.
SANTA DICK
Saison-Arbeitstage ist wie den Flow in einem Anti-Flow zu halten. Arbeitsabläufe abbrechen zu können, sich einem anderen Problem zu stellen, um danach mit gleicher Konzentration an die vorherige Aufgabe zurück zu gehen. Sich alle paar Minuten aus dem Konzept bringen lassen und um- und dann wieder re- zu fokussieren. Ständig gefordert zu sein, an vielen verschiedenen – sagen wir ruhig – Fronten. Das ist anstrengend, gelingt aber in diesem Jahr besser als in vorherigen. Sage ich jetzt, wo noch zwei Monate Hochsaison vor mir liegen. Dass es gelingt, hat viel mit dem Team zu tun, das in dieser Saison sehr kompetent besetzt ist.
Oh. Jetzt habe ich mich verraten. Jetzt wissen Sie was ich nebenberuflich tue, um mir das Leben als Eliteblogger und nachwachsender Horror-Star-Autor leisten zu können. Ich bin im Team Weihnachtsmann.
RISE AND SHINE AND SHINE AND SHINE
Wir kennen uns jetzt länger, als wir uns nicht kannten. Ich meine, als wir uns kennenlernten, da hatte ich noch nicht einmal eine nennenswerte Brustbehaarung. Wir haben es irgendwie geschafft, uns von der Postpubertät bis ins – ja – middle age erhalten zu bleiben. Und auch dort/hier Orte und Anlässe zu finden, es uns miteinander gut gehen zu lassen. Ich kenne nicht viele, die das von sich behaupten können. Lucky, Skailight – so machen wir weiter, find ich. Happy birthday to my ascendent stars. Glammy loves you.
ZOEEEEE, ZOE HART!
Ja, „Hart of Dixie“ ist eskapistische, anspruchsarme Unterhaltung. Noch dazu mit Summer aus „O.C. California“ in der Hauptrolle. Aber „Hart“ ist charming, bunt, süß und macht ganz einfach Vergnügen, so dass man bald auch ein Herz für Rachel Bilson entwickelt. Garniert ist das ganze mit der höchsten Männertittenquote, die es im aktuellen amerikanischen Fernsehen gibt. Und auch wenn ein Caleb oder Toby fehlt – die Jungs, bzw Kerle von „Hart“ sind nicht von schlechten Eltern. Althergebrachte Personenkonstellationen und Handlungsstränge (Großstadtzicklein geht zurück auf´s Dorf und wird mit den dortigen einheimischen Männertitten Sitten konfrontiert, hat auch noch das eine oder andere zu lernen usw.), eine Disney-Hexe als Antagonistin. Debra Winger-Ersatz Nancy no-talent-Travis muss man Gott sei Dank nur zwei Folgen ertragen – sie war vermutlich schon am Set, als man mit dem Dreh begann und als man es schließlich merkte, wurde sie entsorgt. Manchmal wird die Niedlichkeit hart übersteuert, aber alles in allem Candy-Pop-TV at its best. CW halt.
THIS HAPPENS WHEN YOU PISS OFF A MOM
GOLD DUST
In der Tat ein sehr schönes Album, und keine Angst, ich werde nicht zum Fan – ich mag einbisschen phobisch sein, aber batshit insane bin ich nicht. Beeindruckender als die Stimme finde ich die Orchestrierung, die an keiner Stelle zu fett wird, sondern immer im Rahmen bleibt und den Liedern dient, anstatt sie aufzupimpen. Obiges Lied ist kein Ohrwurm, es verdient aber, mehrmals angehört zu werden – it´s a grower.
JUDY SHEPARD ON ELLEN, OCT. 2011
Und es formt sich ein Gedanke, eine Idee und sie ist noch sehr unausgereift und streift noch zu viele Bereiche, oder vielleicht nicht genug, das wird sich zeigen. Nur ein Kristall in etwas, das ein Lüster werden könnte. A small and precious idea, which could be part of something much bigger. Gestern vorm Einschlafen eine Namensliste gemacht und es fühlte sich an, wie eine Regierung zu bilden.
BRAD SAYS GLAM´S FAVOURITE WORD (No, not „Chanel“.)
And notice the Clouzot lighting!