„You look like a Viking! Like a nordic God.“
Archiv des Autors: glamourdick
AUCH GESPENSTISCH
Bauchnabelflusen.
EINFACH SO? GENAU!
Einen Tag gestohlen, einen Wochentag, Kühlschrank voll mit Köstlichkeiten, ein attraktiver Mann neben mir im Bett, Kuscheln unter Fellen, Essen, Trinken, Rauchen, mehr Kuscheln, Küssen, ein bisschen Rummachen, zwischendurch Dösen, dann weiter mit dem selben Programm. Kann ich nur empfehlen.
Und noch einmal, ohne Zusammenhang, einfach nur der Freude wegen:
Yippieh! Just downloaded it from Itunes! Langie is a pop star now!!!
KIEZGRÖSSEN
„Kann ich Ihnen helfen? Ich hab Türschlossenteiser.“
„Das ist lieb, aber schaunse mal,“ – krame den Türschlossenteiser aus der Tasche, „schon probiert.“
Der Fremde stapft durch den Schnee zu seinem Auto zurück und ich versuche die nächsten 10 Minuten geduldig und gelassen, mein Türschloss dazu zu bewegen, dem Enteiser nachzugeben.
„Sie! Tschullung.“
Zwei Aisaten stehen vor dem Asiatischen Imbiss und deuten auf eine soeben angebrachte Leuchtreklame.
„Is richti?“
Ich lese und schau nochmal genauer.
„SpezIalitäten. Nicht Spezaltäten. Schaunse am Besten noch mal in den Auftrag!“
Sie lächeln und nicken und ich pruckele sensibel weiter am Türschloss. Bis es sich nach weiteren fünf Minuten tatsächlich öffnet, nur, allerdings, um sich daraufhin nicht wieder schließen zu lassen. Die Tür steht auf, und das zieht ordentlich Batterie, weil irgendein Schlaumeier mal eine elektrische Anzeige erfunden hat, die einem Autofahrer signalisiert, dass bei seinem Gefährt die Tür offen steht, als wüsste der das nicht selber besser. Mit der Linken halte ich die Tür geschlossen, mit der Rechten manövrier ich den Wagen aus der Parklücke und fahre schnurstracks zur Werkstatt meines Vertrauens. Die Anzahl von Abstellplätzen, so erfahre ich, ist begrenzt wegen einer Räumungsklage. Auch hier wollen Investoren Luxusapartments in Kanalnähe hochziehen.
„Aber Basti, ich krieg den Wagen doch nicht mal mehr abgeschlossen, was machen wir denn nu?“
„Wenn das Schloss innen nur vereist ist und nicht irgendein Teil abgebrochen, dann kriegen wir das mit Frostschutz hin. Halt mal das Tor zur Werkstatt auf, aber pass auf – ist arschglatt.“
Er pfeift und spritzt irgendwelche Lösungen in die Wagentür, prüft währenddessen die Scheibenwischanlage – auch eingefroren – füllt Minusgradwischwasser auf. „Wenn det bis morgen nicht klappt mit der Wischanlage, dnn bringste den Wagen mal über Nacht her, damit er in der Werkstatt auftauen kann.“
Dann macht er die Autotür zu. Und sie bleibt zu!
„Kate Bush!“
„Was?“
„Running up that hill im Radio!“
„Ach so.“
„Ja, und wow – super. Danke!“
In anderen Werkstätten hätte man dem Kunden verkauft, dass das Schloss hinüber sei und ein neues her muss – teure Ersatzteile, Wartezeiten, aber hier wird einfach das Problem erkannt, behoben und nicht abgezockt.
Ich reich ihm einen Zwanziger. „Nee, das ist zuviel!“ Und gibt mir nen Zehner raus.
I love my Kiez.
YOU KNOW WHO THE WINNER IS, FOR ME
Just beautiful!
GLAM PERPLEX
„And when wil P. have to leave?“
„Oh, he already left.“
„Shit – and I couldn´say goodbye!“
„But you did. Last night.“
„/“
„After we came home and we talked and sang „The Name Game“ together.“
„But. Ahem. I went to sleep after M. had left.“
„?“
„I don´t remember a thing.“
„But we sang together!“
„Well, it seems that now I finally do know what I do when I´m sleepwalking.“
!
.
GLAMMY BAMMY BOBAMMY
Erst holt mich der neue Bekannte von der Arbeit ab, dann kochen wir was, und dann kommen Freunde aus Russland und Polen und wir sitzen zu viert im Gästezimmer und erzählen und lachen, Geschichte, Gegenwart und Zukunft, und ich lerne u.a., dass die wenigsten Polen noch Russisch lernen, die waren ja auch Besetzte, und um so schöner ist, dass jetzt hier zwei sitzen, ein Russe, eine Polin, die Freunde sind und eine Generation offenbar ausgereicht hat, politische Geschichte hinter sich zu lassen.
Danach ein zweiter Durchlaud Asylum, Episode 11. Oh my, they are wrapping things up – eine noch und dann auch schon Finale. Bitte bitte, findet ein würdiges Ende für JudyBudy Bohudy Bananafudy Fofudy FeeFynaMoMudy, aber ich mach´s wie Jessica und vertraue auf Ryan Murphy. Hearty, Twiggster – wie weit seid Ihr mit Eurer Choreo? Ich kann das Lied mittlerweile auswendig, und das war nicht leicht. Ich weiß nicht ob es am Alter liegt oder den Medikamenten. Aber es war ein Triumph, als ich das erste Mal fehlerfrei mitsingen konnte!
Banana Fammy FoFammy, FeeFyna MoMammy
Und freu mich natürlich auf die Rückkehr von BananaFucky Fofucky!
MURLE MONROE
Das war so beflügelnd gestern, dass ich heute ein kompliziertes Oberteil angezogen habe, das exakt die Farbe der Ex-Girlfirend-Jeans hat, die ich wirklich nur dann anziehe, wenn ich sehr mutig bin. Ich müsste viel mehr, noch kompliziertere Oberteile besitzen – meine Schwester hat mich da durchschaut und mir dieses Necklush geschenkt, das man immer neu vernetzen und verknoten an und es ist immer gleich und immer anders (und zwei weitere in unterschiedlichen Designs liegen gerade auf einer USPS-Station in Brooklyn, seit 3 Tagen, und könnten endlich mal ins Flugzeug verfrachtet und nach Kreuzberg geliefert werden, wenn es nach mir ginge). Die Lieblingskollegin wies mich gestern darauf hin, als sie die Messing-Schatulle mit dem Anker drauf bewunderte –
„Wo hast du denn die her?!“
„Die hat mir mein Vater zu Weihnachten geschenkt. Hat er in einem Laden gesehen, als meine Eltern an der Ostsee waren.“
Und ich liebe diese Schatulle sehr und meinen Vater und meine Schwester für ihr Gespür. Und meine Mutter sowieso, die hat mir ja u.a. das Leben geschenkt. Mit maßgeblicher Beteiligung seitens meines Vaters.
Mehr Geschenke kamen in Gestalt der neuesten AHS-Asylum-Episode von Freundin Monty, die mich darüber hinaus als Murle bezeichnet hat. Und Russen, die Englisch sprechen in der Wohnung, und mit denen man durch dick und dünn Pferde stehlen kann – und Bowie hat ne neue Platte und Devendra auch – ich bin REICH!
LIEBE
Es ist ja immer viel hier in der Stadt, das flüchtig ist, aber wenn jemand sich meldet, der selten aber Dauer ist, dann ist das speziell, und das ist jemand, der einst mal ein Schutzbefohlener war, den ich zunächst in Acht nahm und shelterte, und der dann später wiederkam, und dann erklärte ich ihm Rimming am Beispiel, unter anderem, und heute sind wir so, dass, wenn wir nicht quatschen, oder auf jemanden warten, der zu der Party hinzustößt, nicht, was Sie denken, dann knutschen wir. Das können wir ziemlich gut. Und er erklärt mir wie viel ich für ihn bedeute, was ich ausgelöst habe (nicht allein das Rimming; sondern überhaupt, und dass ich der erste war, der ihn als schön bezeichnet hat – und er ist noch viel viel schöner geworden – ) und dann knutschen wir bis es an der Tür klingelt und/ oder darüber hinaus. Und auf eine gesunde Art und Weise fühle ich mich vaterlich brüderlich inzestuös und total wohl mit diesem Menschen, der nun, von allererst völlig unverdorben, mittlerweile etwas streetwiser geworden ist, und immer wieder hier aufschlägt und bei dem ich mich wohl fühle, ihm ein Dach über dem Kopf zu leihen oder seinen Schwanz zu blasen, oder mit ihm ineinandergeschränkt einzuschlafen. Oder sonst noch alles so. Und, nein. Leserinnen. Kein Blogger. Nicht was Sie denken.