„I love you and my heart goes out to you“ habe ich heute vor drei Jahren geschrieben. Heute wird sie begraben.
Archiv des Autors: glamourdick
GLAMMYDUMMY
Gerade eine Blog-Unlust, wie man vermutlich merkt. Das einzige Thema, das mich momentan ganz arg beschäftigt ist noch Tabu, aus Rücksicht auf Dritte. Es ist auch nicht mehr der Zwang da, alles zu teilen, das liegt daran, dass die ursprüngliche Blog-Szene weggebrochen ist und wir paar wenigen Übergebliebenen auf anderen Ebenen kommunizieren, wenn es etwas Wichtiges gibt. Mein Herz auszuschütten für die unbekannten unkommentierenden Faces in the Dark kommt mir vor wie ´ne Peep-Show, und wer stellt sich schon gern ohne irgend eine Art von Bezahlung hinter ne Schaufensterscheibe und wackelt mit dem Arsch und knetet die Titten?. Nicht mal Schaufensterpuppen tun das. Mit dem wackeln und kneten, mein ich.
RIVER OF NO RETURN
So ein paar Tage, wo ich eingefroren war in einer Bubble, aber nicht von innen bedingt, sondern durch Geschehnisse. Dann ploppte die Bubble und ich kompensierte den Rückzug mit einem konsequent sozialen Wochenende. Ein Kreuzberger Absturz in dem der Alkohol die Anspannung der vergangenen Woche fortwusch und ein paar Hirnzellen und Erinnerungen mit sich riss, down the river of no return… am Sonntag dann Frühstück mit Skailight und Lucky, Nachmittag mit Michael aus SF, Abend mit Ex-Roomie und dem C. Zwischendurch noch Wählen. Vor dem Wahllokal lief mir die charmante Barfrau vom Vorabend über den Weg – sie hatte mir für ca 8 Gläser Gin 10 Euro berchnet. Was es alles (noch) gibt.
Klasische Arbeitswoche, ein bisschen excited wegen der Oper und gespannt auf Rezensionen. Heute morgen einen Brief an eine rothaarige Lieblingsschauspielerin formuliert. Und morgen erst mal in den Harz.
MURPHY´S LAW
Dass in der Kategorie „Beste Schauspielerin in einer Mini-Series“ Laura Linney den Emmy gewann – für die letzte Staffel der Serie The Big C ist insofern bizarr, als dass Jessica Lange für eine Serie, die sich als Mini-Serie ausgibt (mit 12 ! Folgen), leer ausging, aber locker gegen Claire Danes gewonnen hätte, wäre AHS so mutig gewesen, in der richtigen Kategorie an den Start zu gehen. Das einzige, was mich beruhigt, ist, dass der Outrage gegen die diesjährigen Gewinner ziemlich weitreichend ist.
BACK TO NORMAL oder ONE DAY, BABY, WE´LL BE OLD but just not yet
„Sag mal, hab ich gestern echt so nen sehr attraktiven arabisch aussehenden Anzugtypen mit nem Namen wie Christian mit nach Hause gebracht? Ich hab manchmal so Filmrisse, wegen der Pillen. Und vor allem, wenn uns Frauen Gin ausgeben im Bierhimmel. Michaela hieß die. An die kann ich mich nämlich noch erinnern.“
„Ja, aber der war ganz schnell wieder weg.“
„Aber wie? Ich meine… Da liegt ein benutztes Kondom und noch andere Sachen. Also so volles Programm“
„Kann sein, dass ich n Filmriss hab. Gin. Jägermeister.“
„Warum liegt hier mein Pulli?“
„Der hat Dich im Flur ausgezogen.“
„Ipod, Portemonnaie usw. alles noch da. Waren wir eigentlich wirklich noch im Roses?“
„Yo.“
„Ach deshalb. Komm, wir gehen wählen. Und hey, heut Nacht sind die Emmys!!“
OPER DER PHANTOME
lieferbar!
All families are Shakespearean.
18.9.13
Seit Freitag ist ein gefühlter Monat vergangen.
(Ich war ein paar Tage hier nicht im Backstage und hatte 150 Spam-Messages. Ich hab einfach pauschal alle gelöscht. Wenn was von Ihnen dabei war – sorry.)
OTTO SANDER
„Mach erstmal was Anständiges.“ Hat er gesagt. „Schreiben kannste immer noch.“ Nicht mein Vater. Der Otto. Anfang der 90er arbeitete ich in dem Spiegelzelt, für das er Schirmherr und in dem er Stammgast war. Monika und Otto gehörten zu unserer Theaterfamilie, auch Meret und Ben. Auf Augenhöhe. Wir waren alle Zirkuskinder. Noch Jahre später war er der erste, der grüßte, wenn wir uns über den Weg liefen, und glauben Sie mir, ich habe damals viele Menschen kennengelernt, die einen immer nur im richtigen Rahmen erkannten und wahrnahmen, wenn überhaupt. Otto und Monika waren ein paar Jahre lang für mich die guten Geister meines Arbeitsplatzes und sind aus meinem Herzen nie verschwunden. Otto Sander, es war mir eine Ehre.
AUGUST. OSAGE COUNTY
August. Osage County gelesen. Was ein Drama! Und was ein verdienter Pulitzer! Und was für eine Vorstellung Julia Roberts als Barbara, Meryl als Violet. Premiere war vor ein paar Tagen in Toronto, Szenenapplaus, standing ovations, fantastische Kritiken, nur der Hollywood Reporter hatte was zu meckern. Aber verschaffense sich selbst nen Eindruck:
Und, nee – kein Steel Magnolias. Vicodin Magnolias, maybe.