Archiv des Autors: glamourdick

THAT CALLS FOR A FACIAL oder KA-CHING!

Ich sehe immer noch diese braungebrannten, muskulösen Beine neben den meinen Ratcliffe-blassen im blubbernden Wasser auftauchen, spüre sein rechtes an meinem linken. Überlege, ob ich das als Einladung verstehen kann, der Jacuzzi ist schließlich groß genug, da muss man nicht notwendigerweise so eng beieinander sitzen. Finde das schon etwas komisch, dass mir Lucky gleich beim Blasen eines lockigen Adonis Mitte 20 zuschauen wird, aber wozu gibt es ein 2nd Life, wenn man ein paar Inspirationen nicht auch ins Wahre Leben mit rübernimmt?

Und wussten Sie, dass es Schilder gibt, auf denen symbolisch dargestellt wird „Poppen und Pinkeln im Pool verboten“ (von Blasen war keine Rede).

Ich meine – wie oft hat man schon Sex mit dem schönsten Mann, mit dem man jemals Sex hatte??

EDIT: For full aesthetic effect – imagine Mika with muscles.

LOCATION GESUCHT

Liebe Bloggerinnen und Blogger,
für einen ca. dreitägigen Dreh suche ich eine klassisch abgeranzte Friedrichshainer Wohung (die natürlich auch in Mitte, Kreuzberg oder sonstwo in der Hauptstadt liegen kann). Möglichst mit nacktem Mauerwerk oder abgerissener Tapete, schrottigen 70ies Möbeln usw. Wenn Ihr jemanden kennt, der so wohnt und gerne ein bisschen Geld verdienen möchte – please let me know! Glamourdick bei aol dot com.
Please spread the word! Dankeschön!

PORNOGRAFIE oder NUR MERKE!

Lucky ist mein Zeuge.

Dass ich da nicht früher drauf gekommen bin!!!

Ins Gesicht ist das neue das Neue.

Man muss nicht daran glauben, daber passieren kann´s trotzdem. Nochmal – Lucky ist mein Zeuge.

Ein Abend, der Tori Amos beinhaltet, ist nicht notwendigerweise verflucht. Dennoch können Erektionen beeinträchtigt sein.

Festzustellen, dass man den Deepthroat-Trick sehr wohl auch um 11.00 Uhr morgens beherrscht.

Eigentlich ja nie wieder P-Berg, aber eine Adresse merk ich mir.

Würfelfunk anrufen und rügen.

DESPERATE GARDENERS oder REHAB IS THE NEW KABBALAH

Jetzt ist also auch Jesse Metcalf, der knackige Gärtner aus „Desperate Housewives“, „in rehab“. Die Formulierung „after a couple of nights of wild partying“ kann ich bald nicht mehr lesen. „After a couple of nights of wild partying“ haben wir unsererzeits am nächsten Morgen die erste Vorlesung ausfallen lassen und sind erst zum Essay-Writing-Kurs erschienen. „After a couple of nights of wild partying“ verkriecht man sich einen Tag im Bett und schläft seine Intoxikation aus. „After a couple of nights of wild partying“ setzt man sich mit einem Tomatensaft an den Schreibtisch und versucht, den Telefonnummern, die man in den Taschen findet, Gesichter zuzuordnen oder ruft im Roses oder F3000 an und fragt, ob das Telefon und die Krankenkarte zufällig an der Bar abgegeben wuden. „After a couple of nights of hard partying“ checken wir nicht gleich im Drogenentzug ein.

Ich glaube nicht, dass Robbie wegen zuviel Red Bull, Lindsey wegen zuviel Kir Royal, Britney für ein Glas Wutschi zuviel eingefahren sind. Letzterer lodert der Methwahn doch förmlich aus den stumpfen Augen. Die Substanzen, die die Trashligisten einfahren sind vermutlich aggressiver als ne Nase Koks. Frau Beckham (ich frag mich, wie die ohne Stoff einen Langstreckenflug übersteht – vermutlich sind die Pfefferminzteebeutel, die sie immer mit sich führt, präpariert). Das doppelte Grauen, das sich Olsen nennt. Die abgefuckte Anna Nicole. Das sind doch Leute, die sich perönlichkeitsbedingt ausblenden müssen. Wenn ich Lindsey Lohan wäre, dann wär ich auch auf Heroin! Wenn Du mit 20 schon 15 Jahre gearbeitet hast, reich und berühmt bist, was gibt es noch zu erreichen? Leid tut´s mir um wirklich kreative Speed-Freaks wie Robbie und Marc Jacobs. Deren Motoren werden jetzt ne Weile ungeschmiert laufen und es läuft sich nicht gut, mit Sand im Getriebe.
Was würde wohl Bree dazu sagen?

marcia

I beg your pardon. I never promised you a rose garden…

UNTER ROLLIS IST DER EINBEINIGE KÖNIG oder STIFF UPPER HIP: HEATHER MILLS TANZT MIT DEN STERNEN

Mills was marked down by (Dancing with Stars-)judges for having a tense upper body throughout her dance. But the estranged wife of Sir Paul McCartney insists she was happy not to have fallen over. She said after the dance, „I’m just glad I did not fall over. I thought I would be lowest so I am pleased.“
(Quelle: imdb.com)
Na ick hätt eher Schiss jehabt det mir der Schinken um die Ohren fliecht.

Edit: Was ich an Heather so bewundere ist auch, dass sie barfuß steppen kann. Wer kann das schon?!

WHAT CAN YOU LOSE? oder GHOSTWRITERS ON THE STORM

Werde wach, es ist noch dunkel und ich denke „Super, kann ich na noch ´n Stündchen schlafen“, schaue auf den Wecker, es ist 2.00 Uhr, ich hätte also noch über v i e r Stunden Schlaf. Wenn ich denn könnte. Kann ich aber nicht. Mein Herz rast. Ich rede mir ein „Ich bin aufgeregt, excited“ und nicht etwa der Panik nahe. Warum? Wegen des Riesenschritts, den ich zu tätigen mich bereit erklärt habe. Eine Bewerbung. Ein Job, der Reisen, Reden und Charismieren beinhaltet – das alles erscheint mir gerade wie der „Ernst des Lebens“, also ob die Lage in den vergangenen zwei Jahren unernst gewesen sei. Ist doch toll, rede ich mir ein. Ist nämlich eine wunderbare Firma. Und trotzdem, da hängt noch mehr dran. Anerkennen, dass es mit dem Schreiben eben nichts geworden ist. Dass die Romane, die da fertig liegen, nicht erscheinen werden und die Romane, die erschienen sind, einen fremden Namen tragen. Sich mal eben abwenden von einem Lebensziel, dem man dem Stempel „gescheitert“ aufdrückt, aber im Scheitern habe ich ja bereits Erfahrungen gesammelt, reichhaltig. You lose some, but you win some. But you lose some. Ich steck mir eine Zigarette an, an Schaf ist jetzt sowieso nicht mehr zu denken. Die letzten beiden gloriosen Pläne, die Schreibkarriere neu zu lancieren sind glorios gescheitert. Vielversprechend, enthusiastisch aufgenommen, dann abgeschmettert, bevor das erste Wort geschrieben war. Das hat mir irgendwie den Rest gegeben. Aber irgendwie auch nicht. Vielleicht erreich ich das Ziel über Umwege. Vielleicht verlauf ich mich. Vielleicht krieg ich den Job auch gar nicht. Dann hab ich all das aufgeschrieben, das Licht ausgemacht und bin eingeschlafen, kaum dass der Kopf auf dem Kissen lag.

TALK TO ME LIZ TAYLOR, TELL ME ALL ABOUT IT

Mitte der 50er planscht Liz im Pool, hochschwanger, eine Tiara auf dem Kopp. Ihr Mann kommt mit Geschenkboxen nach Hause, sie packt aus.
„And there, inside, were the most incredible ruby and diamond necklace, bracelet and earrings I have ever seen. And I put them all on and went swimming. It was wonderful – I felt just like an unearthling, whatever that is.“
„Another person might have thought, Oh, my God, the water will hurt them. You know what I mean?“
„Yeah, but they´ve been there longer that I have.“

Interview mit Ingrid Sischy in der Februarausgabe von „Interview“.

JEANNE QUIT LIVING ON DREAMS

Jeanne-Eagels4

Kennt Ihr nicht? Ich leider auch nicht. Das ist Jeanne Eagels, eine der großartigsten Broadway-Schauspielerinnen aller Zeiten, wenn man der Theatergeschichtsschreibung glauben schenken darf, und warum sollte man nicht? Sie zählt zu den Ganz Großen. Neben ihr noch Elisabeth Bergner und Paula Wessely, so befindet Addison DeWitt in „All about Eve“. Leider habe ich nie einen der raren Filme zu Gesicht bekommen, die sie zwischen 1915 und 1929 gedreht hat. In „Dangerous“ spielt Bette Davis eine Schauspielerin mit Drogenproblemen, deren Schicksal an das von Miss Eagels angelehnt ist. Bette bekam dafür ihrern ersten Oscar. Miss Eagels verstarb 39jährig an einer Heroin-Überdosis. Posthum nominierte man sie für den Oscar für Somerset Maughams „The Letter“, den Bette Davis einige Jahre später ebenfalls drehte. Als ich das obige Bild sah, musste ich sofort an Jessica Lange und Frances Farmer denken. Frappierende Ähnlichkeit. Vermutlich die gleiche nervöse Intensität. Keine Krawumm-Diva wie Tallulah Bankhead.

francesfarmer
Frances Farmer

JL-Frances
Jessica Lange as Frances Farmer

breakdown
Unforgettable. Frances Famer´s breakdown in court. Oscar-Nominierung für Jessica. Bekommen hat sie ihn im selben Jahr für die beste weibliche Nebenrolle in „Tootsie“. Für die beste weibliche Hauptrolle erst Jahre später für „Blue Sky“.

THE KINDNESS OF STRANGERS

streetcar

Klar, dass das schlechte Wetter bis zum Wochenende wartete. Die Fenster waren ja frisch geputzt, da konnte ich jeden Tropfen in voller Deutlichkeit sehen. Im 2nd Life war´s genau so langweilig, so dass ich mich zu einem Jessica-Lange Marathon entschied. (Ich bin ihr 1982 verfallen, angesichts „Frances“, und das ist ja, wenn man mal nachrechnet, genau 25 Jahre her.) „Everybody´s All American“, ein fast vergessener Football-Film, in dem sie, wie in diversen anderen Filmen, allen voran „Blue Sky“, auf Marilyns Spuren wandelt. Danach „A Streetcar named Desire“, den ich schon jahrelang hier liegen habe und wegen der Besetzung des Stanley mit Alec Baldwin immer vermieden habe. Hätte ich besser gestern auch tun sollen. Blanche DuBois an einem verschissenen Sonntag hebt nicht gerade die Stimmung. Auch hier wieder gedacht, was für eine geniale Altersrolle Blanche für Marilyn gewesen wäre. „Blue Sky“ lag noch vor mir, aber dann hätte ich auch gleich „The Misfits“ anschauen können, aber es waren nicht genug Taschentücher im Haus. Vielleicht zum Stimmungsheben ein Film über eine Gruppe Frauen, die in einem unterirdischen Höhlensystem rummassakriert? Klappte auch nicht. „The Descent“* zog die Stimmung noch tiefer hinab. Für eine Komödie war´s danach auch zu spät. Um 23h stellte ich fest, dass ich den ganzen Tag noch kein Wort gesagt hatte, also nahm ich das DVD-Cover von „Frances“ und sagte „Hallo Jessica, Dankeschön!“, was sich aber etwas hohl anfühlte.

* Nein, da spielt Jessica natürlich nicht mit. If you want a horror movie starring J.L. try „Hush“. Die Zusammenbruchs-Szene am Schluss hat sich gewaschen. anders als Gwyneth Whatshername´s Perücken.