Archiv des Autors: glamourdick

STREISAND OHNE GLAM

Yipppiiiiiiiiieeehhhh! Es hat sich ein Abnehmer für´s Ticket gefunden und nun kann ich mir am Samstag schön „Judy Live at Carnegie Hall“ aufm Balkon anhören. Oder selber singen!!

Freeee again…… independent me, free again…

Jetzt hätte ich allerdings noch zwei benutzte Klicklichter abzugeben, damit sich jemand anderes Fühler basteln kann.

THE MEN and THE BIRDS AND THE BEES, THE EARTH AND THE TREES, NOT TO MENTION THE GODS…

Ich versteh zwar die Single-Auswahl nicht, eigentlich wäre doch „Between my legs“ an der Reihe gewesen?, aber egal. Der Clip führt anschaulich vor Augen und Ohren, weshalb jemand wie ich jemanden wie ihn einfach grandios finden muss. Das Lied war zunächst eines derjenigen, das am wenigsten in meine Best-of-Rufus-Playlist zu rutschen verdächtig war. Wäre da nicht die „not to mention the GODS“-Passage und das „IIIIII liiiiiiike everyone“.
But still… There IS a river, running UNDERGROUND…

Und warum denke ich ununterbrochen an Belinda Carlisle? Wahrscheinlich der campe Einsatz von Laiendarstellern.

Liebe Gott, mach doch bitte, dass Barbra am Samstag absagt und stattdessen Rufus uns durch „Funny Girl“ führt? Bitte bitte??

THERE WILL BE TRUMPETS, NO DOUBT

Ich hab´s getan. Aus der großen verschlossenen Holzkiste, die als peinliche-CDs-Grab dient, 5 Alben mit den Fingerspitzen hervorgezogen. 5 von ca 30 derselben Künstlerin, die es dorthin verschlagen hat. Und mein Ipod ächzte, als ich ihn andockte. Aber irgendwie muss ich mich doch auf Samstag vorbereiten. Liebe Gott, warum können eigentlich manche Heldinnen nicht Heldinnen bleiben, warum muss man ihnen beim Flügelerlahmen zuschauen? Kannst Du vielleicht aus ihr einen Phönix machen, meinetwegen nur für Samstagabend, damit mir das Geld, das Herr Lucky beidhändig aus dem Fenster geschmissen in Tickets investiert hat, nicht Leid tut?

Playlist:
Beau Soir
Brezairola
Pavane
Mondnacht
Dank sei Dir Herr
Guilty
What kind of fool
Make it like a memory
Free again
The way we were
I´ve been here
You´re the top (with Ryan O´Neal)
The Morning after
What about today
There won´t be trumpets

Da muss ich jetzt durch.

essentialbjs

Edit:

„Liebe deutsche Fangemeinde und alle, die nach Berlin zum Konzert kommen,

wir haben lange darüber nachgedacht, wie man trotz sehr strikter Sicherheitsvorkehrungen (keine Wunderkerzen, keine Feuerzeuge, keine Banner, etc.) dennoch eine- auch für Barbra – atemberaubende Kulisse in die Waldbühne zaubern kann und haben schlußendlich eine Lösung gefunden: Knicklichter! Diese leuchten ca 8 Stunden und können unter anderem als Armband getragen werden.“

www.barbrastreisand.de

Und ich dachte, Reha und Gruppentherapie wären die schlimmste Zeit unter Irren gewesen… Knicklichter! Ich hab hier noch zwei Knicklichter und werde mir damit Fühler basteln.

LITTLE LUXURIES

Fernsehen am Nachmittag, trotz Sonnenschein. In Hollywoodschaukel von raffgerigen ukrainischen Flittchen lesen. Die Joan Crawford-DVD-Collection ordern, auch wenn dafür gar kein Geld da ist („Humoresque“, „The W o m e n“, „Possessed“, „Mildred Pierce“, sowie anderthalbstündige Doku und ein Film von dem ich noch nie was gehört habe – mit Versand noch unter 40,-). Schmetterlinge auf Balkon (der Schmetterlingsbaum heißt nicht umsonst so). Eine Meise auf Balkon. Marienkäfer auf Balkon. Spargeldinner mit Babykartöffelchen und fett Sauce Hollandaise mit wunderbarer Gesprächspartnerin, dazu Champagner (in Küche). Nachtkerzenblüte nachts auf Balkon. Schummrige Beleuchtung auf Balkon. Und zum Abschluss eine Folge „Commander in Chief“ (im Bett).


(Bette D. and Paul H. in Irving Rapper´s „Now, Voyager“, 1942.)

KRIMINELL!

Gen Kotti fahrend wieder die Fenster hochgekurbelt, die Türenverriegelung betätigt und den Finger am Abzug der Wischanlage positioniert. Und siehe – keiner da. Was ist los? Rumänischer Feiertag? Rechts, vorm Kaisers, steht das, was in England „Black Maria“* heißt, in Deutschland „Grüne Minna“. Ein pologeshirteter Polizist, der aussieht wie Vorabendserie, öffnet die Heck-Tür und, kiek an, da sindse. Die kurzarmige Familie Wisch-Mob! Dann ist jetzt wohl mal ne Woche Schluss mit putzich.

*Das weiß ich Dank Marina Lewyckas „Short History of Tractors in Ukrainian“. Und ich hab das da oben einfach mal erwähnt, damit man sich hier ein wenig bilden kann, jetzt abseits von Hollywood Gothicka.

THE WOMEN

„There’s a name for you ladies, but it isn’t used in high society… outside of a kennel.“

„The Women“, George Cukor 1939. Starring Joan Crawford, Rosalind Russell, Joan Fontaine, Paulette Goddard and Norma Shearer. Ein Remake ist in Produktion, kann aber leider nur mit Warren Beattys Gattin und Meg Ryan aufwarten. (Okay, Candice Bergen spielt auch mit.) Ich hätte gern Nicole K., Julia R, Winona, Sigourney und vielleicht Marcia Cross gesehen, aber das wäre vermutlich zu teuer geworden.

GLAMNESTY INTERNATIONAL* oder TAKE NO PRISONERS-KINDA-GUY

Und an diesem Tag im Jahr treffe ich dann immer viele Männer, die ich einmal kannte und dann, absichtlich oder nicht, aus den Augen verloren habe. Zuvor und währenddessen trinke ich Vodka-Cranberry wegen des Vitamin C und weil´s schneller knallt und die Auseinandersetzung mit dieser Art von Vergangenheit etway tipsy viel angenehmer ist. Dann läuft mir einer übern Weg, der eine winzig kleine Nebenrolle in meinem Leben gespielt hat (Ehrenpreis für das schmutzigste Schlafzimmer) und ich will ihn mit nach Hause nehmen (da ist auch gerade nicht geputzt) und alle sagen „Du willst doch nicht wirklich…“, aber da habe ich ihn schon untergehakt und da ruft jemand Glammy und der Glammy-Rufer entpuppt sich als einer der netteren Exe und ich geh kurz zu ihm rüber und quatsche und denke, den will ich eigentlich viel lieber mitnehmen. Und schau mich nach dem anderen um, der praktischerweise gerade verschwunden ist. Und dann geh ich mit dem Ex zu mir heim und es wird lustig und dann schlafen wir gemeinsam ein, Löffelchen, und 2 Stunden später werde ich wach, weil er hustet. Und dann erzählt er von seinem Asthma und mir fallen die Nachrichten ein, die er mir immer auf dem AB hinterlassen hat. „Du ich hab so Verdauungsprobleme heute, …“ (an der Stelle, wo die … stehen, führte er detailliert aus, wie sich die Verdauungsprobleme genau gestalteten.) Und als er dann seine Klamotten vom Boden liest und mangels Asthma-Mittelchens doch nach Hause geht, da hat alles seine Richtigkeit und ich falle in einen tiefen, angenehmen Schlaf, immer noch oder schon wieder ein wenig erigiert.

*Mit dem Titel muss ich noch was anfangen. Glamnesty Global ist fast noch schöner.

THE POWER OF BLACK AND WHITE

Und dann schreitet sie von der nächtlichen Terrasse an den Strand. Die Pailletten ihrer schwarzen Robe funkeln im Mondlicht und korrespondieren mit den Reflektionen auf dem Wasser, der Gischt. Der Wind weht, ohne ihre Frisur zu zerzausen. Sie nimmt den Mann, der seinen Hund ausführt, nicht wahr, geht an ihm vorbei, dieses urbane Wesen in der ursprünglichsten aller Naturen – dem Ort, wo sich immerhin drei Elemente berühren und die Nacht elementar ergänzend hinzukommt. Die Perspektive wechselt, wir sehen nun die Brandung aus ihren Augen. Die Wellen glitzern, funkeln, tanzen. Dann schimmern die unter Wasser aufsteigenden Luftblasen wie Glasperlen. Der Mann dreht sich nach der Frau um, aber sie ist fort.

joanie

Das ist eine Sequenz, die so atemberaubend schön gefilmt ist, dass ich mich wundere, sie noch nie zuvor gesehen zu haben. Schwarz und Weiß als Stilmittel, Licht und Schatten selten effektiver gestaltet. Kamera Ernest Haller (der u.a. auch in vielen Filmen aus Bette Davis eine wahre Schönheit gemacht hat), Regie Jean Negulesco. Der Film „Humoresque“, der Star: Joan Crawford. Und wer hat sich da was abgeschaut und das wichtigste missachtet – unse Esther, als sie noch ne herausragende Künstlerin war. (Yes Madge – it shoud have been NIGHT. And monochrome! Trotzdem ein wunderschönes Lied und auch der Clip ist brilliant.) Leider hat Youtube den Humoresque-Ausschnitt nicht. Hier also stattdessen „The Power of Goodbye“.

ORANIENSTREETDAY oder BETTER PRAY FOR YOUR CYN

Vielleicht schau ich nachher noch mal in der Nachbarschaft, was die Kreuzberger Schwestern so machen. Der Oranienstraßen-Umzug ist nämlich meist recht niedlich. Und nirgends knutscht es sich lustiger und flüchtiger, als nachmittags im Rinnstein (aber nur, wenn´s nicht regnet).

(Oui, c´est le Ruf et la Cyndi, und sie kündigen von Der Ankunft, leider in schlechter Qualität. Glam fordert mehr Duette von Lieblingssängern!)

Und noch ne wichtige und schöne Cyndi-Angelegenheit!