Archiv des Autors: glamourdick

MANCHE MÜTTER, ECHT EY…

Das Arschloch, das mir letztens den Parkplatz weggenommen hat, als er seinen Firmensitz bezog, mit dem ich mich auf der Straße anbrüllte und Gefahr lief, als Rassist (Ja, schrei mal in Kreuzberg einen Afro-Deutschen an) missverstanden zu werden, hat jetzt sein Firmenschild montiert und heißt, wenn man es übersetzt, in etwa Erzengel Bescheiden. Jetzt bitte nicht in den Kommentaren übersetzen, ich will den hier nicht auf der Seite haben.

DIE PRINZESSIN, DIE NICHT LACHT, ERHEITERN

Ich liebe Youtube. Ich kann mir jeden morgen einen neuen Rufus-Auftritt mit „Get happy“ anschauen, all over the world, he never fails to amuse me. Dann, wegen hier plötzlich eine Erinnerung an ein Lieblingslied der 80er, dessen Text ich noch heute vollständig mitrappen (ja, rappen) kann und zack – schon hier auf dies Blog:

Eine Minute achtzehn Sekunden Seelenwappnung für den Tag. Lächle, Prinzessin! This too shall pass!

OOOOOOOOH, SPANISH EYES

Oh my – sie sind immer noch so reizend wie vor zwei Jahren, als sie während meiner Reha die Mansion verwalteten. Schon damals hatte ich, als sie sich für die Wohnung vorstellten nur den einen Gedanken:

Aber es half ja nichts. Also verließ ich die Stadt, und das spanische Geschwisterpaar sorgte für Glamour und Dick in der Mansion. Und nun sind sie wieder da, zwei Tage zu Besuch, ich habe ihnen die Schlüssel in die Hand gedrückt und bin bei der amerikanischen Nachbarin eingezogen. Gerade ärgere ich mich, dass ich keine GlamCam installiert habe, aber ich will nicht mit schmutzigen Gedanken etwas so reizendes, charmantes, wohlgebautes, gutfrisiertes, mit besten Umgangsformen ausgestattetes wie meine heterosexuellen Spanischen Goldjungs verunglimpfen. Also campe ich mit:
camping

Und mit:
company

Nur zwei Stockwerke tiefer und fühlt sich an wie Urlaub. Ich kann nur jedem zwei brutal attraktive Spanier und eine amerikanische Nachbarin wünschen.

Vielleicht schick ich nachher Bambi eine SMS.

EYES WIDE SHUT

„Before being ushered into the Queen of Pop’s presence at Wembley on Saturday, interviewers were instructed by minions:
Eye contact must be maintained at all times;
Never look down to check notes – all questions must be memorised or the interview will be terminated.“

Source.

Tüppisch. Tut, als wolle sie die Welt retten, dabei saugt sie nur wieder die Seelen ihrer Gesprächspartner aus. Shame on you, Satan! Just goes to show, dass sie vermutlich nie aufhören wird, sich uns visuell aufzuzwingen. Get a therapist. Buy one.

HEY YOU, MADGE!

Hut ab! Hattest Du Gesangstunden? Fast jeder Ton sitzt so halbwegs. Oder liegt es nur daran, dass Du während des Singens, die alten Knochen nicht durch die Luft schwenkst*? Toller, engagierter Text! Prompt liebe ich mich. Wahlweise auch jemand anderen. Und schaue aus dem Fenster und es regnet immer noch. Mit dem Kinderchor in Schuluniform** nimmt Dich Florian Silbereisen mit Kusshand. Und Radio Niedersachsen liebt die Melodie, insbesondere, wenn es so Enya-Little-Drummer-Boy-mäßig abgeht. Warum hast Du sowas nicht schon längst gemacht? Zum 11. September oder zum Tsunami oder zu Catrina? Du hast es endlich geschafft, auch den Markt der ab 49jährigen zu erreichen, die kannten von Dir bislang immer nur die deutsche Fassung von „La Isla Bonita“. Doll!

Du bist jetzt wirklich so — glaubwürdig, Motherfucker!

* bei „Hung up“ warste janz schön aus der Puste…
** Ihr müsst mal schauen, wie das kleine Mädchen mit derDiana-Gedächtnisfrisur zusammenzuckt, als Omma Pop mit ihr auf Tuchfühlung geht. Die muss sich nicht schämen – ich hätte es auch mit der Angst bekommen.

RÜCKRUFAKTION

firstnights

Ich bin ja selbst Schuld. Bei den Unmengen an Kulturgut in der Mansion und bei meinem Sendungsbewusstsein. Ich verleihe viel und gern. Und verliere grundsätzlich die Übersicht. Ich merke erst, dass etwas fehlt, wenn ich denke „Ach – History of Violence würde ich jetzt gerne sehen. Aber die DVD ist unauffindbar. Und natürlich habe ich keine Ahnung, wem ich sie geliehen haben könnte. Und ich bin auch nicht böse, zumal mir gerade ein Buch sehr wertvoll ist, das ich vor ein paar Jahren geliehen bekommen habe. Und das ich eines Tages auch zurückgeben werde. Nur gerade jetzt wäre schlecht. Zurück zum eigentlichen Anliegen. Ich könnte mir heute nämlich nichts Schöneres vorstellen, als in diesem Buch zu blättern, das ich gerade vergeblich gesucht habe. Einem der schönsten, das ich je besessen habe, bzw. immer noch besitze, aber in einem fremden Haushalt. Wenn also nun jemand von Euch sich jetzt angesprochen fühlt und meine Ausgabe von „First Nights“ bei sich im Regal stehen hat – Bitte Bitte – dringend zu mir zurück. Und „History of Violence“ auch, hat aber nicht dieselbe Eile.

Mein Cinque-Pelzkapuzenjäckchen indes habe ich nicht verliehen. Das ist einfach so aus meinem Besitz verschwunden. Oder?

DAS WAR KEIN ALBTRAUM

Das war eine Heimsuchung.

Edit.

Die Erinnerung an manche Menschen scheint sich einen kleinen schwarzen Fleck in der Seele zu suchen, wo sie sich zunächst einmal ganz wohl fühlt und zur Ruhe legt. Man weiß nicht, wie lang sie schlafen wird, oder ob sie jemals wieder aufwacht. Aber wenn, dann hat sie sich meist so gut erholt, dass sie so plastisch ist, dass man den erinnerten Menschen sogar riechen kann (muffige Bettwäsche), dass man das geplatzte Äderchen in seinem rechten Auge, die Schuppen auf seiner Schulter sieht. Und dann schnappt sie sich Hut und Mantel, die Rampensau, und betritt den Fahrstuhl ins Hirn, wo jede Nacht ein neuer Film produziert wird. Und dort betätigt sie dann Hebel und Schalter, um sich ins rechte Licht zu setzen, hat auch ein paar überzeugende Komparsen und Nebenrollen dabei, direkt in der Hölle gecastet, und dann nutzt sie ihre 30 Minuten Traumphase, um sich mal richtig auszutoben. Was für eine Karriere!