„In der Anlage übersenden wir Ihnen die noch gewünschten Vordrucke xy12a und xy12f. Dies wurde nach Ihrem Anruf leider vergessen.“
Archiv des Autors: glamourdick
GLAM´S OWN PERSONAL JESUS
Dass man sich im Traum Menschen erfinden kann fand Ruth Rendell einmal so bemerkenswert, dass sie es in einem ihrer pseudonymisch unter Barbara Vine veröffentlichten Romane festhielt, was mich dazu veranlasste, die besagte Aussage zu unterstreichen, mit Kugelschreiber, ich kenn da ja nix; Bücher sind Gebrauchsgegenstände und ich habe keine Ehrfurcht vor etwas Druckerschwärze auf toten Bäumen. Als Autor tut man das gleiche, Menschen erfinden, und trotzdem ist es bemerkenswert, deshalb bemerke ich es an dieser Stelle, dass das ganze auch ganz entspannt und ohne Tastatur funktioniert. Erfindet man als Blogleser eigentlich auch die Blog-schreibenden Autoren? Ich denke von mir immer, dass ich soviel schreibe, dass für eine Fantasie von außen gar kein Platz mehr ist, weiß aber, dass es in anderen Fällen anders sein kann.
Kurz vorm Aufwachen jedenfalls, um auf mein nächtliches Erlebnis zurückzukommen, erfand ich mir einen Herrn, eine Mischung aus Markus Lanz und Jesus, er war Arzt und Amy Winehouse tat ihm Leid. Ich ging mit ihm in einen dieser Läden, wo es Arbeitstätigen-Kleidung zu kaufen gab, Berufswäsche, und er erstand ein Latex-OP-Outfit in mattrot. Nein, das ist kein Fetisch von mir, auch wenn ich es genoss, vor gar nicht allzu langer Zeit Herrn Bambi in die Wäsche zu helfen und Puderreste mit einem De-Make-up-Tüchlein liebevoll fortzuwischen, aber das hatte mehr mit den eindrucksvoll baumstammartigen Schenkeln zu tun, und es hatte vielleicht sogar etwas leicht sadistisches, das unnachgiebige Latex auf diese unvergleichlichen Schenkel zu pfropfen, dabei entschuldigend zu lächeln und in den tiefbraunen Rehaugen auf so etwas wie Gegenliebe zu stoßen. Aber eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich mir im Traum eine Mischung aus Markus Lanz und Jesus erschaffen habe und falls der Euch im wahren Leben begegnet, zögert bitte nicht, ihm meine Email-Adresse zu geben.
GLAM EMPFIEHLT: HAMSTERN!!
Denn die Eierpreise steigen nun vermutlich ins Unermessliche!
EIS.EISKALT.
Scala & Kolacny Brothers featuring Mia. SOOOOO beautiful.
CAAAAAAAT! or WOULDN´T IT BE LOVERLY
Gestern ein Filmjuwel wiederentdeckt – „Two for the Road“ mit Audrey Hepburn und Albert Finney. Die Geschichte einer zehnjährigen Ehe, erzählt in Gestalt eines Road Movies der ganz ganz anderen Art. Just beautiful. Very swinging 60ies. Und heute kann ich mich nicht entscheiden, welchen Audrey-Film ich mir zuerst anschauen soll. „Breakfast“ geht immer, aber da muss ich immer so weinen. „My fair Lady“ hat auch was, aber da ärgere ich mich immer, dass Audrey nicht selbst singen durfte (deshalb liebe ich die Special Features auf der DVD, wo man Gelegenheit bekommt, Audrey singen zu hören. Siehe/höre auch den folgenden Youtube-Clip. Who needs a vocal range if you got so much charme?)
Dann wäre da noch „Wait until Dark“, den müsste ich noch irgendwo auf VHS haben. Das war der letzte Film vor einer 9jährigen Drehpause (warum nur Audrey, warum?!) Gleichzeitig ihre letzte Oscar-Nominierung. 5 Nominierungen, einmal gewonnen – für „Roman Holiday“. Wie konnte sie für die Holly bloß leer ausgehen? Eine der großartigsten Rollen der Filmgeschichte überhaupt.
Aber eigentlich am liebsten wäre mir die „Nun´s Story“. Edelkitsch deluxe. Einer d e r Filme meiner Kindheit. Wie kommt´s dass ich den nicht besitze?
Und kuckma – Youtube-Fundstück, Eliza Doolittle doing her own singing!
COCK STATT COKE
Charmante Party mit Gästen – alle so Mitte bis Ende 20. Fast alles Unbekannte, aber genau die richtige Anzahl von bekannten Gesichtern hineingesprenkelt. Nach einem Weinbrand auf Eis (!) merke ich, dass ich etwas hinüber bin. Zwei Heterojungs gehen gemeinsam aufs Klo und das reicht, in mir soooooo einen Koks-Jeeper auszulösen. Das wäre jetzt genau das richtige, mich etwas aufzupeppen, um noch ein paar Stunden weiter zu feiern. Aber nein, das bringt nur wieder drei Tage Melancholie, das ist nicht gut, das ist zudem auch noch teuer, aber der Jeeper lässt sich nicht so einfach wegargumentieren. Und kurzer Hand bin ich auf einmal im Treppenhaus, dann auf der Urbanstraße, schräg gegenüber steht einladend die Tür offen, ich geh direkt an der Bar vorbei, ein Alibi-Bier brauche ich sowas von überhaupt nicht, geh nach unten, sondiere das Terrain. Nicht viel los, aber dennoch nicht uninteressant und zack, ziehe ich einen Fremden ins Dunkel, er fühlt sich gut an und ich frage mich kurz, seit wann ich zwar fremde Schwänze in den Mund nehme, aber den daranhängenden Mann zu küssen nicht mehr in Frage kommt. Zwei Schwänze später verlasse ich das Etablissement, noch immer etwas horny aber alles in allem recht zufrieden.
NACH DER HOCHZEIT
Eigentlich wollte ich ihn mir nur wegen der echtesten aller europäischen Schauspielerinnen anschauen (Sidse Babett Knudsen), aber jetzt hab ich mich auch noch in Mads Mikkelsen verliebt.
HARD CORE oder ROCKET MAN
„Erdraketen“ stand auf dem gelben LKW und ich hatte prompt ein neues Lieblingswort. (Und Dildos heißen von heute an Arschraketen.)
VERSUCHTUNDNICHGEKONNT
Disco-naps are not for me. Meinedamenundherren, erleben Sie, wie ich mich wachschreibe. Neeeeeee. Doch nich. Good night. Wirklichhingegangenwollenzusein zählt als 48% hingegangenzusein. Ist so. Könnt Ihr mir glauben. Zitiert mich. (Dontcha.)
MALMORAL
Wahrscheinlich bin ich der einzige, der es so sieht, aber ich finde, dass Helen Mirren an die Wand gespielt wird von Diana. Die Doku-Sequenzen transportieren viel von dem Gefühl, das vor ziemlich genau zehn Jahren um sich griff. If you haven´t seen it yet – go rent it – ´tis a veddy veddy good picture.