Archiv des Autors: glamourdick

TRADING RUFUS 4 BEBE

Und noch ein schöner Netzfund*. Nach „Sommersturm“ endlich die neue Regiearbeit von Marco Kreuzpaintner. Vor ein paar Monaten war ich ganz entzückt, als ich im „Trade“-Trailer Rufus „Agnus Dei“ hörte. Umso angenehm überraschter nun, dass auch noch ein weiterer Glam-Darling, gorgeous spanish Artista Bebe auf dem Soundtrack vertreten ist.

Listen to „Malo“ if you havent yet…

IT´S SEXY – IT´S CRAZY – IT´S DEVENDRA!

Blättere so die US-Vanity Fair durch und betrachte die wunderschönen Leibovitz-Fotos der amerikanischen Folk-Legenden, da saugt sich mein Auge in ein Foto von einem Mann, Charles Manson in schön, mit wallendem Schwarzhaar, dunkelglänzendem Augen-Make-up, milchweißer Brust und zarten Tattoos. Eine gewisse Styling-Ähnlichkeit mit dem Sterntalerlein. Liebe auf de ersten Blick. Dann ein bisschen geyoutubet und immer noch und jetzt erst recht beeindruckt. Und da er sein Album-Artwork selbst macht, ist dies mal wieder eine Platte, die man sich nicht bei Itunes holen, sondern physisch ins Regal stellen sollte.

Devendra Banhart, Little Yellow Spider

Und wen das jetzt zu sehr verstört hat und wer den Kerl doch lieber etwas deutlicher sehen möchte:

Devendra, Heard somebody say

New album: Smokey rolls down Thunder Canyon

GLAM UND DAS STOCKHOLM-SYNDROM oder MUSIK FÜR FORTGESCHRITTENE oder STRICTLY NOT FOR THE ASSHOLE-SHAVERS

Es fing ja eigentlich an wie ein ganz normaler Samstag. Ausschlafen, Haare pflegen, Putzen, amerikanische Nachbarin treffen, Essen vergessen. Aber dann. Es wird Euch nicht gefallen. Ihr dachtet, Ihr seid mit Rufus aus dem Gröbsten raus. Doch schon kommt die neueste Glamour-Obsession. Devendra Banhart. Erwischt. Wie kann es sein, dass ich den erst jetzt entdecke??? Konnte nämlich nicht auf die bei Amazon bestellte Platte warten und habe mir also den Vorgänger „Cripple Crow“ bei Itunes gekauft. Die letzte Platte, die mich so umgehauen hat war „Want one“, vor ca zwei Jahren. Jetzt begreift Ihr das Ausmaß. 22 Songs, die sich entfalten wie eine herausragende Kurzgeschichtensammlung von Joyce Carol Oates, die einen gefangen nimmt. Und dann verliebt man sich in den Entführer. Ich jetzt, innen, vom Gefühl: ganz folkigpsychedelisch und möchte wohlkingende Worte mit Teekerzen schreiben während der warme Wüstenwind die nachtschwarzen Satinvorhänge verwegen verweht und man einen Blick auf Catalina erhält und das Gespenst von Ramon Novarro oder Rod La Rocque kurz am Kaminsims verweilt und mysteriös zwinkert.
Und dann bricht er die Stimmung wieder mit etwas so herausfordernd Durchgeknalltem wie diesem:

I know, it takes courage to adore it, but give it a try. I´ve been dancing all afternoon.

MAN MÖCHTE DEN KERLEN EINE BENIMMSCHULE VERPASSEN oder WARNUNG VOR DEM ESEL

„Empfanden Sie es dennoch nicht als Frevel, Sie eine Hexe spielen zu lassen? Sie galten als schönste Frau Hollywoods!“

????!!!!GALTEN!!!!?????
Spon zu Michelle Pfeiffer. Desweiteren lernen wir Erstaunliches über Mini-Esel:

Michele Pfeiffer: „Miniatur-Esel brauchen viel Aufmerksamkeit. Wenn sie die nicht bekommen, werden sie merkwürdig. Sie haben sich vernachlässigt gefühlt und angefangen, unsere Gäste zu beißen.“

Ich hätte den Esel so zumindest so lange behalten, um ihn zum Spon-Interview mitzunehmen.

DICK´S ARK oder GLAMMYWOOD

Mein erster Asiate und mein erster Inder*. Hätt ich das vorher gewusst, er wäre nicht der Erste gewesen, der Inder.

*Ja, Inder sind auch Asiaten. Aber you know, just to get you the rainbow-colour-picture. (Und trotzdem stammt das Regenbogen-Pride-Symbol nicht von Flittchen wie mir, sondern vom „Wizard of Oz“.)

PERFECT TIMING

Ich telefoniere ja nicht gerne. Eigentlich. Und das wird im Freundeskreis respektiert, spätestens seit es diese Seite gibt, in der ich erzähle, was so passiert, so dass ich es nicht allen Freunden gegenüber aussprechen muss. Und wo man dann kommentieren kann und durch die Gehirn-Finger-Verzögerung den wunderbaren Vorteil der perfekten Formulierung gegenüber dem Achtlos-Sofort-Ausgesprochenen hat. Aber gestern war so – mitteilungsmassiv. Selbst nach dem obligatorischen Anruf (mit der Mum und ihrem neuen Kniegelenk), hatte ich noch so ein seltenes Gefühl der Mitteilung und Neugier und telefonierte mich durch den Freundes- und Verwandtenkreis. Mit meiner Schwester echauffierte ich mich über unsere Messy-Cousine, der wir beide mal kräftig in den Arsch treten wollen. Mit meinem Neffen diskutierte ich Handy-Tarife. Bei Lucky erkundigte ich mich nach dem Gesundheitszustand. Bei Frank erreichte ich niemanden. Und dann, gerade als ich die liebe X anrufen wollte klingelte das Telefon. Zu einer Zeit, von der jeder weiß, dass ich entweder gar nicht zu Hause bin oder Sex habe oder Experimente mit dem Internetz mache oder eine Kurpackung in die geknechteten Haarspitzen knete, während Gloria Swanson schlechte Soubrettenmusik liefert und eine fliederfarbene Sobranie im Laurent-Perrier-Aschenbecher vor sich hinschmirgelt und die Yoghurt-Gums zwischen meinen Zehen mit buddhistischer Andacht zum Mund geführt werden, klingelte also das Telefon und es war die X. Es gibt also diese Tage, wo die Vibrationen der Seelen den Lärm des Geklingele und Getröte und Gebrülle und den Sound des Geldautomaten, der das Geldfenster nicht öffnet, übertönt. So dass man mit dem Getröte und dem TriTraTrullala des Wesens der Existenz, das sich immer aufbäumt, um einem zu sagen, wie drastisch wichtig und bedrohlich alles ist, einfach nicht hadert, sondern ein Yogurt-Gum danach wirft und sagt: „Ich kann jetzt nicht. Ich muss sprechen.“

Gerade nacghgeschaut, was es vor einem Jahr hier gab. Was damals galt, ist auch heute noch wahr:

NICE TRAILER

BACK TO CARDIGAN

Es ist erstaunlich, dass fast alle Menschen, die sich einem Make-over unterziehen – neues Outfit, neue Haarfarbe, Make-up – ein halbes Jahr später wieder genau so aussehen wie vorher.

DANN POSTE ICH DAS MAL HIER WEIL ES IN DEN KOMMENTAREN DES ANDEREN BEITRAGS EIGENTLICH FALSCH AUFGEHOBEN IST UND DA LÖSCH ICH ES DANN AUCH

stylebitch – 17. Okt, 20:48
(…)
Und jetzt vertellen (wie man in HH sagt) Sie mir bitte noch, was an meiner formidablen, gerade erst überarbeiteten Blogroll andersrum, pardon, verkehrt ist. Ich kann es mir denken, was Ihnen aufstößt, will es aber von Ihnen selbst lesen. Jawohl.

Es toastet Ihnen von der Elbe zu – moi
antworten – löschen

glamourdick – 17. Okt, 21:14

wenn Sie es sich denken können, dann wird es schon richtig sein. oder falsch. was genau so gut der fall sein könnte! und deshalb, weil wir uns ja noch nicht ausreichend kennen, dies zu beurteilen, kann ich sie Ihnen nicht so übel nehmen, diese kleine böse verirrung auf der rolle. und weil eben Sie die hintergründe nicht kennen, es sei denn, sie strengen sich ein bisschen an – wie kürzlich hier erwähnt ist alles easily recherchierbar – bleiben Sie trotzdem auf meiner blogroll. Sie hängen gerade in einer schaukel mit einem geschätzten kollegen. aber das ist eine schöne vorstellung – Sie beide in einer schaukel. und deshalb muss ich mir keine vorwürfe machen betreffs meiner rausschmeiß-und-oder-duldungstaktik.
bearbeiten – löschen

stylebitch – 17. Okt, 21:26
sie sind ein gestrenger blogger, monsieur 🙂
und ich, als emsiges trüffelschweinchen, habe bereits vor tagen verwirrendes zusammengetragen. und mich für die gutdeutsche sitte des raushaltens entschieden. das hat mir auch eva geraten, mit der ich mich morgens manchmal auf einen kleinen braunen treffe. there’s no business like your (own) business, oder wie das heißt 🙂

cheersthanksalot (wie abfab-patsy sagen würde)
– löschen

glamourdick – 17. Okt, 21:44
sehen Sie – das ist der springende punkt. ich als involvierter kann mich nicht heraushalten. ich kann nur auf meine erfahrung zurückblicken. menschen, die mich kennen, und die die „erfahrung“ miterlebt haben, denen ist es ein leichtes, stellung zu beziehen (meine, in diesem fall).
anderen gönne ich den benefit-of-a-doubt mir gegenüber bis zu dem grad, wo sie weiterhin nicht-hinterfragend die lügen und fantasie-konstrukte eines kranken menschen goutieren, dessen leben nur im virtuellen bereich stattfindet. WEIL es auf dieser seite, auf diesem blog um eines geht: SEI ECHT! (danke britt, danke douglas!). alles andere ist schal, langweilig, krank.

ich möchte einfach nie im gleichen atemzug genannt werden oder auf der gleichen blogroll erscheinen wie diese internetlebenslüge. nachvollziehbar, oder?

eva-maria, need more explanation?

p.s.: das ist eigentlich eher stoff, den man behind the scenes diskutieren würde. aber es lag in der schwülen blogluft und so haben die anderen auch was davon.
bearbeiten – löschen

stylebitch – 17. Okt, 21:58
darf ich mich trotzdem enthalten? merci …
– löschen

glamourdick – 17. Okt, 22:05
nein. was da passiert ist, das hat zu viele opfer und gezeichnete gefordert, da geht kein schwamm drüber. und da muss man sich als außenstehender dann wirklich entscheiden. ist wie bei kim basinger und alec baldwin. i lbelieve in the concept of truth oder echtheit too much. i´m with kim basinger.
bearbeiten – löschen

stylebitch – 17. Okt, 22:19
mom
truth hin, dare her: ich lasse mir kein er-oder-ich-ultimatum aufzwängen, my dear. auf meine roll kommt, wen ich gern lese. das ist das einzige kriterium, zu mehr ist sie nicht da.
und auch nach (fleissiger) archiv-lektüre bei dir habe ich wohl kaum genug ahnung, um was passiert ist zu bewerten. mir geht es um kreativität, um geistreichen, auch gern blödelnden austausch von gedanken und erlebnissen. ich suche weder beziehung (obwohl …) und noch cliquen-zugehörigkeit. vielleicht ein wenig sympathie. und ich überlasse es jedem selbst, wie echt er im internet sein möchte. ich bin es, im rahmen von mir selbst festgelegter grenzen, und das ist auch gut so. wenn aber eine frau einen mann erfindet, der lesenswert bloggt (or vice versa) – so be it.

wenn du mich nach diesen offenen worten auf deiner rolle nicht mehr dulden kannst/magst, i can’t help it.

ich schaue hier jedenfalls gern wieder rein!

night, night!
– löschen

glamourdick – 17. Okt, 22:23
millie vanillie
was für mich blogs sind: wahrheit. berichte aus dem leben, dem erfahrungs/erlebnisbereich.

ultimaten stell ich nicht. funktioniert nie. und ich kann nur betonen, was ich bereits eingangs erwähnte. research your favourite bloggers.

SCHOOL FOR SCANDAL oder GLAM: THE EARLY YEARS

Stylebitch-Darling-Sweetiebitch*, mein drittletzter Neuzugang in der Blogrolle hat eine schöne Idee für mich. Bruce bei Heidi ersetzen. Erst mal Hut ab vor Bruce – ersetzen kann man den nicht. Der hat eine neue Farbe ins Fernsehen gebracht. Ich meine nicht noir-noir, ich meine, – aber Ihr kennt ihn ja. Gorgeous funky sexy dramababy. He´s a Lady. And a Gent. Wenn ich ihn in schmal geschnittenen Anzügen sehe – aber lassen wir das, dieser Text wird genug peinliche Geständnisse liefern. Ich würde Bruce also nicht ersetzen können, aber ich hätte auch ein paar lustige Ideen für die Mädels. Essay writing. Stilkunde. Wochenendseminar „Hollywood Icons“. Sprachtraining. Und – natürlich am Geilsten – GRUP. PEN. DY. NA. MIK. Ich habe es noch nicht verraten und es ist schon fast nicht mehr wahr, so lange ist das her, aber, Bloggerinnen und Blogger, Ihr kommentiert hier nicht nur bei einem Magister der Anglistik, sondern auch bei einem halteteuchfest – EX-MODEL!!! Kaum Älter als Lindsey Whatshername entdeckte man mich nämlich in einer Berliner Discothek, überzeugte mich, auf einer Bühne eine Art unsexuelle Selbstpräsentation vorzuführen und beschenkte mich daraufhin mit etwas, wozu man heute tausende von Realschülerinnen prügeln, prellen und verpetzen muss. Einem fundierten Model-Training. Der dubiose Verein Die Model-Schule bot einen einjährigen Kurs an. Ein Jahr Abendschule quasi. Morgens lernte ich an der Uni alles Wissenswerte über anglistische Linguistik und abends brachte man mir bei, wie ich mich beispielsweise für schwarzweiß-Aufnahmen schminken sollte (niemals dunkelroten Lippenstift verwenden!). Desweiteren lernte ich sprechen, laufen, tanzen, posieren. Was soll ich sagen – I. Was. A. Natural. Wir hatten unzählige Fächer in dieser schönen kleinen Schule, für die alle anderen Teilnehmer ein kleines Vermögen hinblätterten, nur ich nicht, ich hatte ja gewonnen. Mein Lieblingsfach neben dem, was man Jahre später als Vogueing betiteln würde, war bezeichnet mit dem Begriff „Gruppendynamik“. Es war nichts anderes als ein Haifischkurs. Wir lernten zunächst Vertrauen, dann das Brechen desselben. Mit nichts anderem als ehrlichen Worten. Hier entdeckte ich manch schlummerndes Talent in mir. Ich stellte fest, dass ich mich in erzeugten Spannungssituationen verbal und emotional intelligent recht gut durchsetzen konnte, insbesonders unter Menschen, die mir in der emotionalen Intelligenz nicht gewachsen waren. Ich hatte sogar ein Talent zur Intrige, was an den ganzen Bette-Davis-Filmen lag, die ich mir damals spät in der Nacht auf Videocassette anschaute. Unsere Gruppendynamik-Sessions begannen mit einem Dutzend Teilnehmern. Wie in dem Agatha Christie-Krimi „10 kleine Afor-Engländer“ waren zum Schluss noch drei Teilnehmer übrig. Der Gruppenleiter, eine Hartnäckige-mit-allen-Wassern-Gewaschene und little moi. Die anderen hatten die Flucht angetreten. Dummerweise, und ich betone noch einmal, dass es sich sich hier um eine wahre, wegen der Uhrzeit sehr verkürzt erzählte Geschichte handelt, hatte das Ausscheidungsprinzip dann eine negative Rückwirkung auf das Ausbildungs-Etablissement. Es waren zu viele Mitschüler mit offenen Rechnungen ausgeschieden. So bin ich denn heute auch kein Diplom-Model a.D., sondern eine ungewollte Schulabbrecherin. Ob man mich mit solch fragwürdigen Credentials bei Heidi akzeptiert? Ich zweifle daran. Und sehe auch keine rechte Motivation, wo das Lockenköpchen Boris auch nicht mehr dabei ist. Mit wem soll ich denn in den Pausen auf Heidis Schminktisch koksen Erfolg und Misserfolg meiner Lämmlein diskutieren?? Ich glaube Heidi muss ohne mich auskommen. Es sei denn sie sucht demnächst das männliche Supermodel. Dann kann sie mich anrufen. Heidi – liest Du mit? You and me are practically twins! I was a model too and only recently dated a famous black singer, Billy Holiday. I speak American English with only the slightest German accent and I have many intelligent fans all over the blogsphere. I have Glam, I have Dick, I´m a born entertainer and would love to get the Douglas contract once they´re through with you. Plus I know all Victoria´s secrets! You can get the Lindy Toys account from me. Love ya, Honey.

Sorry folks – never mind the typos, this should have been more opulent, but it´s early and I´m off to work.

*Ein reizendes Kind, das höchstens mal seine Blogrolle überarbeiten müsste.