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Archiv des Autors: glamourdick
AUS DER REIHE „BESTÜRZENDE FISTERSCHICKSALE“
Endstation Dehnsucht.
A SONG THAT COULD KILL SOMEONE
Bei einem dieser praktischen Videoclip-Anbieter ein 4-minütiges Demo von Kate entdeckt. Das Lied, das Symbol without a Name but with a künstliche Hüftgelenk damals verhunzt hat Prince produziert hat. Lucky bescheid gesagt. Minuten später eine MP3 von ihm bekommen. Aus dem kleinen Clip wurde eine 49 Minuten lange Datei. Die Rohfassung (sans petit Prince) als Loop. Ungefähr 10 Versionen von einer berauschenden Schönheit. Musik, die direkt ins Herz fährt. Geweint, immer wieder, so beautiful, so touching. Und die Vorstellung, dass es hunderte solcher Fassungen von jedem ihrer Lieder gibt…
„Meinst Du, das wäre inqdäquat, das X. zu schenken?“
„Das wäre Stalking.“
So ein Lied halt.
MR. ROBINSON oder VIVE LA TRANCE
Süße süße, süßeste aller Bs.,
das war jetzt mal wieder eine Aktion, die sich gewaschen hat. Mit meinem Lieblings-Duschgel. Eine feine feine Party. Es gibt wirklich keinen Menschen wie Dich, der es schafft, eine solche wilde bubbelnde Crew um sich zu scharen, die glitzert und scheint und tanzt und lacht und knutscht und Haare rauft. Die einen Abend zaubert, der einen so tunet, dass sogar das S-Bahnfahren danach Spaß macht (aber da war Dein Bruder dabei, Ihr habt vermutlich einen Famositätspakt.)
Ich sag DankeDankeDanke für die leckeren Gäste und den schmackhaften Schal, den mir einer derselben verehrt hat. Und das Erlebnis mit dem jungen Franzosen musste auch mal erlebt werden.
Bee – love you!

COLORS OF SUMMER

BLOND. GLAM BLOND.
Bekanntlich steht ja in Kürze der Scheckliche Geburtstag an. Und da muss man sich selbstverständlich ein wenig groomen – Alter verpflichtet. Zu den 100 silbernen Regeln im Hause Dick zählt auch die folgende: „Feiere keinen Geburtstag ohne eine konsequente Haarfarbe“. Und da ich ja bekanntlich die Farbgestaltung dessen, was auf meinem Kopf wächst einer Friseurin im Damensalon meines Geburtsortes überlasse, diesen aber vor dem Schrecklichen Geburtstag nicht mehr frequentieren werde, blieb mir nun nichts anderes übrig, als mein Haupt in fremde Hände zu übergeben. Zunächst einmal Schlecker angesteuert, wegen der Lieblingsfarbe. Treffer. Hollywood. Im Auto dann fiel mir ein, dass die letzten Versuche mit Hollywood nicht sehr erfolgreich waren und ich zu Helsinki gewechselt hatte, einen ganzen Farbton heller, vom 9er ins 10er Spektrum. Hm. Egal.
Zum 10 Euro-Salon auf der W.-Straße. Ich meine, wenn die Dorf-Friseuse nicht falsch machen kann… Dort erkundige ich mich nach dem Nachfärbe-Preis.
„15 Euro“ herrscht mich der dort schnippelnde unwirsche Billigfriseur an. Ich fische nach meiner Hollywood-Farbe.
„Ich hab meine eigene Farbe mitgebracht.“
„Machenwanich. Hier nur xxrg!!+“ (eine Marke, die selbst gesundes Haar binnen 5 Minuten Einwirkungszeit killt.)
Dann nicht, Arschloch, denke ich und verlasse den Laden. Hm again.
Dann fällt mir ein, dass ein Friseur meines Vertrauens nicht unweit und sogar zu Fuß zu erreichen ist. Dort hatte man mir schon vor Jahren kunstvolle Strähnen in vier Schattierungen verpasst, die mein Haar nur unerheblich beschädigt hatten. Wenn der Votzenkopp im Asoladen 15 Euro nimmt, dann werde ich auf der O-straße vermutlich 30 zahlen. Sei´s drum, sag ich mir, – wer blond sein will muss blechen. Rufe Salon K. an, bekomme Termin in 20 Minuten, spaziere los.
Der charmante Coiffeur betrachtet meine Ansatzsituation und erklärt mir seinen gewieften Schlachtplan: Durch Mischen der Farbnote cendre-Blonde-extrème-oder-so (die Schwarzkopf-Produktnamen sind französischer als die von L´Oréal!) und einer Grundfarbe im 9er-Spektrum plant er, jede Rotstichelei im Keim zu ersticken und einen flüssigen Übergang vom Scheitel bis zu den arg verblichenen Haarspitzen zu zaubern, ohne dem Haar die Strapazen einer 10er Färbung zuzumuten. Und nächstes Mal können wir auch die weißblonden Haarspitzen etwas anaschen, was natürlich Glanz nimmt, aber dem Farbspektrum ein wenig das Kompositorische nimmt. Ja, denk ich – der Mann beherrscht seinen Beruf und eigentlich will ich kein Risiko mit dem nicht-mehr-bewährten Hollywood eingehen.
„Klingt toll. Mach!“
Ich lehne mich in den Sessel und lass ihn machen, er macht das bestimmt toll. Und ich liege so rum und mit meinem Bauchgefühl richtig, denn, als ich nur eine Stunde später in den Spiegel schaue sehe ich: er hat MEIN Blond kreiert, einen Ton irgendwo zwischen dem Gold von Nicole Kidman und dem Sand Jack Wagners, ca Melrose Place. Es ist ein Blond, das das Blau meiner Augen zum Leuchten bringt, anstelle des Grüns oder des Graus. Ein Blond, das sich gerne mit Neonfarben umgibt, weil es gegen sie anglänzen kann. Ein Blond, das einen roten Pullover nicht scheuen braucht, aber auch keinerlei Probleme mit Türkisen darstellt. Ein Blond, dessen Künstlichkeit in seiner Beabsichtigung absolut ehrlich ist. Ein Blond, mein Blond, ich nenne es das GLAM-BLOND.
„60 Euro.“ Sagt der Farbkünstler und während ich meine Kinnlade mit einem sanften Klack der Linken zurück gen Oberkiefer ditsche, ziehe ich die Scheine aus dem Portemonnaie und denke, dafür muss ich eine Woche untervermieten. Was ist passiert? Hat die Rezession in diesem Salon nicht halt gemacht? Gibt es noch Kreuzberger, die für eine Nachblondierung 60 Euro ausgeben können? Ja.
Ich hätte hier also noch ne Packung „Hollywood“ von L´Oréal abzugeben. Hat mich sechs neunundneuzig gekostet. Bin bereit, sie für sechs achtundneunzig abzugeben. Because, trust me – alles ist zu ertragen mit einem perfektem Blond.
HAPPY BIRTHDAY JOANIE!!! oder SOMETIMES BEING A BITCH IS EVERYTHING A WOMAN HAS TO HOLD ON TO*
75 and still going strong.
* Stephen King: „Dolores“
WIENER STRASSE, MORGENS UM 8
„Glam, wow – lange nicht gesehen. GUUUT siehst Du aus!“
Ich kann Ihnen allen empfehlen, bei leicht gebräunter Haut auf die Farbe Neon-Pink in der Oberbekleidung zu vertrauen. Macht einen sehr rosigen Teint. American Apparel – douze points.
ZEICHEN-TRICK
Haben Sie den Film gesehen, der damit anfängt, dass Glenn Close in einem weißen Kostüm und mit starkem Lidstrich und mit halblanger Forties-Frisur auf einer Straße in Chicago steht und „Hallelujah“ von Leonard Cohen in die Kamera singt? Nein? Dann waren sie letzt Nacht nicht in meinem Traum, in dem es ansonsten einen schwulen Serienmörder gab, ein WG-Zimmer von 92 Quadratmetern, das von einem 8eckigen Plenumsraum-oder-sagt-man-Plenarsaal? (Wandfarbe? Genau die.) abging, sowie eine Unterwasser-Sequenz wie aus einem Disney-Zeichentrick: es war unter Wasser taghell, aber mehr so Tag-im-Wald-hell (war es doch ein Waldsee). Das Wasser war so glasklar, dass es nicht durchsichtig war sondern die Steigerung davon. Durchschimmernd. Clean. Alle Tiere vollzogen Wasserballett. Und ich schwamm darin wie ein Fisch der aussah wie eine Mischung aus Mowgli und Arielle mit der Körpersprache von Lillian Harvey.
Wenn Sie nichts Besseres zu tun haben können Sie ja anhand meines Traumes meinen gestrigen Tag deuten.
DOCH DAS GLÜCK IST ANDERSWO
„I took the hand of a preacher man and we made love in the sun“ – schon sehr schön, ABER – der wahre Klopper ist der deutsche Text:
Zwei Mädchen im Schulhof
Tag für Tag zu zweit
Du warst meine beste Freundin
doch dann trennte uns die Zeit
als der letzte Schultag kam
fuhr ich fort allein
Du hast mich gefragt, wie es mir erging
nun ich will ganz ehrlich sein.
Uh, ich habe Freunde in Kalifornien
ich hab in London gewohnt
Kenn die Stars und die Jet-Set-Bars
zwischen Hollywood und Rom
Ich wollte nichts versäumen
von meinen Träumen
und wurde trotzdem nicht froh
Ich hab ins Paradies gesehen
doch das Glück ist anderswo.
Wir waren verschieden
mich trieb es hinaus
doch du wolltest Kinder haben
einen Mann und ein Zuhaus
Heut fühlst du dich eingesperrt
in den Mauern dieser Stadt
du hast mir gesagt, du beneidest mich
dabei hab ich es so satt
Uh, man lädt mich ein
ich bin nie allein
und mein Leben ist wie ein Tanz
Ich weiß in Nizza und auf Ibiza
die besten Restaurants
Ich kenn den Pulverschnee
die Pisten von Sasfé
und den Sandstrand von Mexiko
Ich hab ins Paradies gesehen,
doch das Glück ist anderswo.
Weißt du, was die sogenannte Freiheit ist?
Sie ist eine Lüge
der Versuch die innere Leere zu vergessen
Weißt du, was wirklich Glück ist?
Das Gefühl gebraucht zu werden
einem Kind die Tränen aus dem Gesicht zu wischen
Auf den Mann zu warten, der müde von der Arbeit kommt
Nur das, nur das bedeutet etwas.
Uh, ich träume oft davon
ein Zuhaus zu haben
wo ich geborgen sein kann
ICH WILL GENAU WIE DU EINEN CHRISTBAUM SCHMÜCKEN
UND AUF DEN URLAUB SPAREN (ja, klar bitch…)
Ich würde alles geben, wie du zu leben
ich will dir sagen, wieso
Ich hab ins Paradies gesehen,
Doch das Glück ist anderswo.
Das hat Paola sehr schön gemacht, aber Michi noch viel besser.