Dieser Bericht einer Jugend auf dem Land las sich sehr vertraut. Die Erinnerung an ähnliche Erlebnisse drückt mir aufs Gemüt. Und es ist nicht so sehr die Dummheit und Penetranz des CDU-Artikels zum Thema „Eindämmung“ von Homoexualität, der mich betroffen macht, sondern die Vermutung/Befürchtung, dass es in diesem aufgeklärten Lande auf dem Lande noch heute ganz genau so abgeht. Mit 11 denkst Du nicht, Du bist machtlos, Du bist es. Und die Jahre von 11 bis 18, die können sich ganz schön strecken. Für Jungschwule Großstädter mag es insofern etwas besser sein, als dass es Anlaufstellen gibt, aber early Teenage wird wohl immer die Lebensphase der Konformität und Ausgrenzung bleiben. Ich würde gern mal Zac Efrons Agenten sprechen. (Aber vielleicht übernimmt „Twilight“ das Identifikationsangebot für Teenage-Außenseiter, blöd nur, dass es so wenige Vampire gibt, mit denen man sich über die homophoben Arschlöcher hinwegsetzen kann.)
Siehe auch, was mich heute vor drei Jahren bewegte.
