Archiv des Autors: glamourdick

AKIMBA-YA-YA YES! YESS!! YESSSSSSS!!!

Und ich glaube ja nicht, dass mein orgasmischer Enthusisamus damit zu tun hat, dass ich vorhin beim Akt Poppers verschüttet habe (was gar nicht mal so unvorteilhaft ist, weil man sich das Hin- und Herreichen des Fläschchens erspart und einfach tief ins Kopfkisssen atmet. Trotzdem lästig, dass selbst die Intensvikur von L´Oréal die Geruchsmelange aus Kaugummi und Umkleide nicht wegkriegt. Und ich hab morgen einen Haartermin.)

GLAM AM KANZLERAMT

Er hatte damals die Technik gemacht, so als Jungspund in engen Hosen, als die gar nicht stylish waren, mit gespiketen Peroxid-Haaren. Sie trat dort auf und sang bezaubernd in pailletierten Abendkleidern, und ich verkaufte die Tickets und brachte manchmal Sekt auf die Bühne, einmal, das fiel mir heute ein, in einem Barockmäntelchen aus dem Fundus der verstorbenen „Freien“ Volksbühne, das aber sowas von drüber war, dass ich heute erröte. Das waren legendäre Nächte, in denen Künstler aller Richtungen jammten bis zum Morgengrauen, drei Sommer lang, eine Zeit, die für mich prägend war für alles, was danach kam. Heute trafen wir uns zufällig wieder, in einer ähnlichen Location wie damals, jetzt alle Freelancer, und stellten fest, dass wir nach vielen vielen Jahren wieder für den gleichen Auftraggeber arbeiten – einen anderen als damals, aber einen, der uns ebenfalls ein gutes Gefühl gibt. Gutes Gefühl.

THE FALL

Filmbilder to blow you away, wuchtig, brilliant, edel. Eine Geschichte, herzenbsrecherisch schön. Figuren in die man sich verliebt, instantly. Und keine Spur der Finsternis, wie man sie aus verwandten aber erfreulicherweise nur entfernt verwandten Filmen von Guillermo del Toro oder Terry Gilliam kennt. Das Abgründige, Düstere wird hier durch eine feine Melancholie ersetzt – angesichts der dramatischen Rahmenhandlung ein bravourös gemeisterter Balanceakt.

Die Storyline: Scheherazade umgekehrt. Hollywood in den frühen 20ern. Der Stuntman Roy liegt nach einem Unfall gelähmt im Krankenhaus. Das Mädchen Alexandria, das auf einer Orangenplantage arbeitet und sich den Arm gebrochen hat, lässt sich von Roy eine Geschichte erzählen, Fortsetzungen gewährt er ihr aber nur gegen Dienstleistungen: sie soll ihm Morphium stehlen, damit er sich das Leben nehmen kann.

Kaufen!

DAS SCHWEIGEN oder UNEXPECTED SONG

Mein Mitteilungsbedürfnis auf Blog-Ebene ist gerade sehr eingeschränkt. Ein paar Unerfreulichkeiten will ich gerade nicht loswerden, das würde ihnen mehr Raum bieten, als sie verdienen. Da verschaff ich mir in Gesprächen besser Luft.
Aber auch die bezaubernde zwischenmenschliche Begegnung von gestern, die im Bett begann und in einem langen Küchentischgespäch gipfelte, gehört eigentlich gar nicht hierher und wird nur festgehalten, damit ich mich in einem Jahr, wenn ich den Schnee-vom-vergangenen-Jahr-Button klicke, freudvoll erinnern kann.