Archiv des Autors: glamourdick

GLAM GLOBES

Sandy Bullock(Blind Side), Sandy Bullock (Proposal), Jessica Lange (okay, meinetwegen auch Drew Barrymore), Grey Gardens, Julianne Moore, Toni Collette, Michael C. Hall, Glenn Close. Und Glee. Und Dexter.

More tough bitches: Julia Roberts, Kyra Sedgwick, Sigourney Weaver, Joan Allen, Colin Firth. Und die doppelte Meryl (da freut sich das Patenkind).

SPOILERS!

Schon wieder ist´s ne langweilige Brünette, die Schuld ist. Fuck the MP 2.0 writers. Bye bye Syd, bye bye Melrose Place. (Beim ersten Mal, da tat´s noch weh… Dieses Mal verlässt jedoch nicht the Greatest Character die Greatest Show, sondern eine echte Lady ein stinkendes, sinkendes Schiff.)

For closure muss noch gesagt werden, dass die elende Schlampe Mrs Mancini nachher noch von Sydneys Tochter im gleichen Pool ersäuft wird. Immerhin.

PORN AGAIN

Das Angenehme bei schwulen Pornodarstellern, wenn man sie Jahre später mal wieder trifft, ist ja, dass sie so überhaupt keinen Distanzierungsnotstand verspüren, sondern man über die alten Zeiten spricht wie andere über den Abi-Ball. Aber wenn man jemandem mal die Sackhaare gestutzt hat, das scheint zu verbinden.

ALL ABOUT GLAM, LIKE ABSOEVERYTHING

Ein geschätzter doppelbloggender Kollege stöckelte auf mich zu, und wie kann ich anders, wenn es um Exhibitionismus geht – alles was Sie noch nicht von mir wussten, alles, was ich tue, wenn mich niemand sieht, außer popeln (gar nicht so leicht, sich einhändig beim Popeln zu knipsen. Ich hab´s versucht? Und Sie??)

Kaum hab ich die Haustür hinter mir ins Schloss gezogen, da entledige ich mich der lästigen Straßenkleidung.

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Und such mir was Bequemes für den Abend aus.

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Wenn ich dann nichts gegessen habe, was immer noch wirksamer ist als Trennkost, dann tue ich das, was ich am Liebsten tue: Mit Dekotieren stelle ich Lieblings-Szenen aus Melrose Place nach. Hier sehen Sie, wie Amanda und Kimberley Allison einmal mehr von der Flasche wegzukriegen versuchen:

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Drei vier Stunden später dann gehe ich in die Küche und rubbele meine Waechtersbach. Beim Betrachten des Bildes fällt mir auf, dass es Sinn machen würde, den Deckel runter zu nehmen, wenn man will, dass ein Dschinn bei rumkommt.

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Nicht ungeduldig, lege ich anschließend Patiencen aus den Covern meiner Lieblings-Independent-Klassiker aus Hollywood.

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Dann setze ich mich mit einem Kamillentee an den Mac und lese meine neuesten Facebook-Messages. Ooops! Schon wieder eine neue Freundesanfrage!

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Im Internet recherchiere ich dann noch fix, was es so an neuen Filmveröffentlichungen gibt.

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Zwischendurch ist immer mal wieder Zeit für mein Top-Lieblingsspiel Melrose-Place-Szenen-mit-Deko-Figuren-nachstellen. Hier hat Amanda Kimberley in einem Briefbeschwerer eingesperrt. Sydney weiß bescheid, verkleidet sich als mein Hund und verhindert das Drama nicht. Ich liebe dieses Luder!

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Dann ist es auch bald Morgen und ich muss noch meine kleine Hündin Sydney Gassi führen. Da kommt sie schon!

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Und da geht sie. Und ich auch. Herzlichen Dank, nach21, hat Spaß gemacht! Möchte fast sagen, dass dies mein Lieblingsbeitrag seit „Zwiebeln für Afrika“ ist.

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(Ist sie nicht süß? Ist mir vor paar Jahren am Schlachtensee zugelaufen. Bellt nicht, quengelt nicht und ist eine Top-Dekotier-Actrice!)

NEVERMORE oder GLAM ÜBERZEUGT SICH SCHREIBEND

Man soll immer entweder eine Halskette tragen oder drei. Nie zwei oder vier, sagte mir mal eine Schmuck-kundige Freundin. Ich persönlich finde ja mehr ist mehr und würde nicht so religiös insistieren, was das Maximum an Halsketten angeht, aber es ist was wahres dran an der 3er-Nummer. Das ist balanciert. Und so trug ich Jahre lang die Christopherus-Surfer-Heiligen-Medaille, die ich von der amerikanischen Nachbarin aus Kalifornien mitgebracht bekam, den Gucci-Anhänger mit „Glamourdick“-Gravur, den mir die Porno-Queen mal geschenkt hatte und die Hand-und-Fuß-Helmut-Newton-Kette die mir die I. vorletztes Jahr zum Geburtstag geschenkt hatte. Und stehe am Samstag vor dem Spiegel und denke – argh, das war ja schön und gut in dieser Kombi, aber es muss was Neues her.

Und am Sabo-Stand im KaDeWe, wo Pelzjackenträgerinnen mit Akzent Drachenketten für ihren 17jährigen kaufen und ihre hässlichen und teuren Handtaschen auf dem Tresen abstellen um so möglichst viel Blick auf die Auslagen zu vereiteln, da wurde ich fündig. Und blieb feige. Und haderte, und tue dies noch. Ein Rabe. Rundum mit schwarzen Zirkonia besetzt. Augen, Schnabel und Rabenbeine schwarz emailliert. Love at first sight. Kein Mensch braucht Schmuck. Aber schöner ist es, man hat ihn. Kein Mensch braucht ein Handy mit ausklappbarer QWERTZ-Tastatur. Und trotzdem hab ich eins. Ich fand es dann aber doch irgendwie blöd, mir für 300 Euro einen Miniatur-Raben zu kaufen, nach all dem Weihnachst-Shopping und zumal es sich um ein Schmuckstück handelt, dass so showy ist, dass man es unmöglich täglich tragen kann- es sei denn man hat auch kein Problem damit in der Ubahn ne Tiara aufzusetzen. Und dennoch. Es wäre doch schön, mal mit Tiara Ubahn zu fahren. Denn würde man wirklich gelebt haben, ohne diese Erfahrung?

Mein Frust kaufte mir dann einen einsamen Flügel für 50 Euro. Der ersetzt jetzt die Gucci-Glamourdick-Kette, ist auch schön, everday-type-of-jewellery, sieht aus, als habe ich ihn schon immer getragen. Nach Weihnachten mach ich nen Kassensturz. Ich meine – andere Menschen geben richtig viel Geld aus für Sachen wie Sofas. Oder Schuhe. Schuhe sind unverschämt teuer. Und die Helmut Newton-Kette passte jetzt auch nicht mehr zu der Kombi, weil zu dominant. Und man soll ja immer drei Ketten tragen oder eine. Nicht zwei. Und Gundel war schon immer mein favourite Disney.

raven

NOKIA

Connecting People. Aber nich Jeräte. Ick muss meine Musik einzeln per Bluetooth rüberschiffen, weil der Mac dit Jerät nich per USB erkennt. Super. Da dauert eine Datei solang wie dit Lied dauert.

Glam sucht hiermit Praktikanten. Gerne Lockenköpfe.

THE SURPRISING CARREER OF GORGEOUS SANDRA BULLOCK

Sandra Bullock ist seit ihrer Busfahrt in „Speed“ in mein Herz gewachsen. Sie ist nicht schön, sondern eigenwillig hübsch, nicht niedlich, sondern irgendwie eckig süß. Sie ist bislang nicht als großartige Charakterschauspielerin hervorgetreten, aber als verlässliche Bedienerin des klassischen Romantic Comedy-Klischees. Denkt man so, wenn man über ihre Karriere nachdenkt und Filme wie „28 Days“ außen vor lässt. In „28 Days“ gibt sie die verdrogte kleine Schwester einer perfekten amerikanischen Familie. Nachdem sie die Hochzeitsfeier ihrer Schwester in Schutt und Asche gelegt hat, verbringt sie per Gerichtsorder die klassischen 28 Tage in einer Entzugsklinik. Dass ihre Performance großartig ist, übersieht man häufig, denn sie spielt ihre Rolle mit einer Bullock-üblichen Leichtigkeit, dass es nicht mehr nach Spiel aussieht. „28 Days“ ist auch für die Fans ihrer Romantic Comedies kein Schocker und eine besondere Freude für jemanden, den es mal in eine Psycho-Klinik verschlagen hat.

Sandra Bullock hat so entsetzliche Karriereentscheidungen getroffen, dass es an ein Wunder grenzt, dass sie heute noch in Filmen spielt. „Practical Magic“, „Forces of Nature“, „Murder by Numbers“ – alles Filme mit unausgegorenen oder überreifen Scripts. Mit ein bisschen Pech wäre Sandra den Weg Meg Ryans gegangen – verpfuschte Plastic Surgery und immer schlechtere Filme. Auf Meg Ryan würde nicht einmal ein verzweifelter Fernsehproduzent zurückgreifen wollen. Und was macht Sandra? Liefert die Sommerkomödie des Jahres 2009, eine romantische Komödie auch noch, ein Genre aus dem Julia Roberts ausgestiegen ist, als sie sich der 40 näherte. Die 45jährige Bullock zeigt jedenfalls in „The Proposal“, dass sie noch alles hat, was man für einen Hit braucht (an dem ihr Co-Star Ryan Reynolds sicher auch nicht ganz unschuldig ist.) Nach einigen fast gute Komödien und der einen oder anderen feinen Cameo in anspruchsvollen Filmen („Crahs“, „Infamous“) ist sie wieder zurück in dem Gebiet, das sie so meisterhaft beherrscht.

Und was macht sie als Nächstes?

„The Blind Side“ klingt wie eine Hallmark-Movie-of-the-Week-Schmonzette. Reiche Mutti nimmt sich eines schwarzen Jungen an, der durch alle Netze des Systems gefallen ist und baut ihn auf. Das ist luxuriöser Kitsch, und es hilft auch nicht, dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht. Aber betrachtet man den schwarzen Jungen als Äquivalent zum verseuchten Trinkwasser in Julia Roberts „Erin Brockovich“, dann wird es klar, dass Sandra jetzt die Rolle einer Heldin im Einsatz für die Einheit des amerikanischen Volkes spielt. Und da seht ganz fett „Oscar“ drauf. Und wenn Sie daran zweifeln, dann schauen Sie mal:

Bislang schon 108 Millionen Dollar Einspielergebnis bei 35 Millionen Produktionskosten. Looks like Sandra darf sich nächstes mal wieder aussuchen, was sie will. Yesss!!

Edit: Und nun hat sie auch noch die Vampire überrundet. „New Moon“ no longer auf Platz 1.