Zwei Tage durchgeweint. Die Augen so zu, dass ein zu Ende Lesen nicht möglich war. Ich schäme mich nicht, ich habe schon als Kind für Marilyn geweint, als ich von ihrem Ende erfuhr.
„Es sind immer die sensiblen, schönen Seelen, die von unserer Gesellschaft kaputt gemacht werden“, hatte mir eine ebenfalls Insässige vor ein paar Jahren in der psychosomatischen Klinik ins Gesicht gesagt. Und da musste ich auch weinen, damals für mich.
Heute werde ich mich mit Kartoffeln schälen erden. Sinnlose Happy go lucky-Musik hören. Und der Poster-Boy, der mir jeden Tag beim Schreiben zuschaut, der wird´s mir nicht übel nehmen, weil er ja weiß, dass an seinem Platz in meinem kreativen Pantheon nicht zu rütteln ist. (Was ihn nicht davon abhält, sich immer wieder bemerkbar zu machen, zuletzt mit einer Parfum-Probe „Jean Paul Gaultier“, das müssen Sie jetzt aber nicht verstehen).
Für einen Namenskollegen hatte ich geschrieben „Matthew, Matthew – there´s something you have never seen – when I cry over you, my eyes turn green.“
Also wundern Sie sich heute abend nicht über meine Augenfarbe und Form. I´ll still be your favourite Queen. In Kelly-green.

