Archiv des Autors: glamourdick

GRETCHEN QUESTIONS GALORE or MEFISTO oder FRÜHSTÜCK MIT MR. HYDE

„At laboratory tonight da ist eine Faust-Party!!“
„So now you have a plan?“
„No. Not unless it´s a costume party and everyone dresses as the Devil or Gretchen.“
„Have you ever wondered about the name „Mephisto“?

(…)

„What´s that bird with the crazy chrckchrakchrak sound that woke me up?“
„Das ist eine Elster. A magpie.“
„And the one with the very high frequency hysteric kinda chirp?“
„Eine Meise. Don´t know the English word.“
„Let me look it up. A titmouse?“
„Titmouse??“
„Or a chickadee.“
„I like titmouse better. I have a new novel“ „The Titmouse of Morning Wood“. Is titmice the plural?“
„Yes.“
„Just can´t get that picture out of my head.“

(…)

„Did that guy you wanna have sex with text you back?“
„Nah. He´s a dick.“
„Another novel! „Life is hard in Morning Wood.“ I´ll change my Romeo-headline immediately.“

FRÜHSTÜCKEN FÜR DIE WÜRDE oder WAY OVER THE RAINBOW

Frühstück. Richtiggehend aufstehen und Toast toasten, Tee und eine Ibuprofen, Erdnussbutter und Heidelbeermarmelade. Das erste Mal in Jahren, habe ich doch morgens nie Appetit. Es lag an den zwei Zügen aus dieser Sonderzigarette, wirklich nicht meine Droge, merke ich schon währenddessen und noch jetzt ist das Licht mir zu hell und die Ibu kickt noch nicht, und ich sehe mich noch außer Stande, den Vertrag zu unterzeichnen und meine Steuernummer einzutragen, mit so zittrigen Händen. Das mach ich später, wenn ich mich etwas würdevoller fühle.

Und, ja –

ich treffe dumme Entscheidungen. Aber wenn ich intelligent wäre, dann wär ich jetzt Atomphysiker oder irgendwas anderes Nutzbringendes. Auch langweilig.

LINDSAY LOHAN´S FAVOURITE BIERGARTEN

Das Rätsel um die fliegenden, übermütigen Kellner, die angesichts der voll besetzten Terrasse am Wasser nicht in Panik ausbrechen, die freudig durch die gefüllten Reihen springen und in Lachen ausbrechen, wenn mal ein Glas um oder ein Tablett runterfällt, sich charmant lächelnd herausreden, wenn sie wieder die falsche Order ausliefern wollten, das Rätsel um diese perfekten Gastronomen also klärt sich schnell auf.
„Hast Du gesehen, wie dessen Gesicht gearbeitet hat?“ fällt Bomec auf.
„Hat er gemahlen, ja?“
Und als relativ zügig das frisch bestellte Bier kommt und der dritte der agilen Kellner uns in eine Diskussion über die perfekte Biertemperatur verwickelt und ich zu ihm aufschaue, sehe ich, das wär doch nicht nötig gewesen, noch ein kleines weißes Bröckchen in seinem rechten Nasenloch.

AUDREY GOES APE

Haben Sie sich auch schon immer gefragt, wie es kam, dass Sie einen der Filme, die Audrey auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gemacht hat, noch nie gesehen haben? Here´s why:

Einer der bizarrsten Filmunfälle ever. Aber lustig.

END OF AN ERA

„Back in the day, we became writers through the laying on of hands. Some teacher who we worshipped touched our shoulder, and this benediction saw us through a hundred defeats. And then an editor smiled on us and wrote us a check and our babies got shoes.“

(…)

„Self-publishing will destroy the aura of martyrdom that writers have enjoyed for centuries. Tortured geniuses, rejected by publishers, etc., etc. If you publish yourself, this doesn’t work anymore, alas.“

Source, gefunden bei Stephen Duffy.

Und wahr. Es ist zwar schön jeden Tag ins Netz zu schreiben, aber es ist auch sehr schön, mal einen Scheck in die Hand gedrückt zu bekommen. Und die drei klein geschriebenen Buchstaben verleihen einen größeren Nimbus als wenn da „book on demand“ draufsteht. I´m all for real books.

DE TROP

Ich will mir eigentlich keine Gedanken machen, ob ich für andere erträglich bin. Deshalb bin ich ja vor 20 Jahren aus dem Kaff weg. Um gemeinnützig unerträglich zu sein. Und das bleibe ich. If you don´t like „too much“, go for less. I love you, but I love myself, too.

GLAM, AFTER HOURS

Stephen singt mit Samtstimme Essentielles, die Wohung riecht nach General, die Zigarette schmeckt schon wieder und die Sonne blastet. Vier Mülltüten mit Partyresten, nur ein Glas zu Bruch gegangen – Kunststück, wenn man den Gästen Plastikbecher zumutet, aber ich bin ja nicht reich. Nicht reich an Geld, aber reich an Liebe. Das war wieder so schön, mit diesen Menschen, die mein Herz bevölkern, seit 28 Jahren oder auch nur einem Monat. Precious precious. Considering that – I´m fucking wealthy. Und das alles ungeschminkt und im Heath-Ledger-Joker-T-Shirt! Um es mit Stephen zu sagen – I love my friends.