Nein, Sie brauchen keinen inhaltlichen Bezug suchen. Ist nur der Titel. Und das Lied ist schön. Und dann auch noch von jemandem gesungen, den der Jubiliar lieber mag als Bowie.
Happy Blogsday, Love! Sind wir nicht alle enorm lucky, ihn zu kennen?!
Nein, Sie brauchen keinen inhaltlichen Bezug suchen. Ist nur der Titel. Und das Lied ist schön. Und dann auch noch von jemandem gesungen, den der Jubiliar lieber mag als Bowie.
Happy Blogsday, Love! Sind wir nicht alle enorm lucky, ihn zu kennen?!
Es macht die ganze Zeit „pling“ – und ich fühle mich ein bisschen wie Mr. H. in Berlin, nur bin ich eben Glam im Harz und die Anfragen kommen nicht von lockigen Adonissen oder Mittzwanzigern mit asymmetrischen Frisuren, sondern von Herren mit kopflosen Profilen in ihren Pornopoesiealben, wo schlechte Witze gecopypastet sind und die Interpunktion selbst mir auf den Magen schlägt.
Aber ich bin ja auch zum Schreiben hier und das war schon gestern ein echtes Vergnügen.
(Was tut man den Kurieren hier ins Futter? Testosteron und Anabolika? Ups – Porno! Und das war schon der zweite!)
… wenn man dort das Leben verflossener Affären verfolgen kann, die ihre Schwänze längst woanders schwingen, dabei auch noch unverschämt gut aussehen. Warum man überhaupt eine verflossene Affäre befriendet? (Es geht einem wohl gerade zu gut?) Wann ist man, ohne dass es sich irgendwie angekündigt hätte, in die Latino-Falle getappt??? Latinos, bei denen es sich nicht einmal um Schauspieler oder Tierärzte handelte? Kannte man das südamerikanische Temperament nicht schon aus den Leidensberichten anderer Verirrter? Es muss der Moment gewesen sein, in dem die Erinnerung an den besten Sex in diesem Jahrtausend zur Wichsvorlage umfunktioniert wurde, so dass man etwas länger was davon hatte.
Warnung: Bestien lauern vor Caracas!
(And I wouldn´t want to miss it for the world, would do him over and over again – ahhhh. Ich muss mir sofort seine Fotos ansehen. Fuck Facebook. Fuckdoublefuckbook.)
7.30 Uhr. Türklingeln, zwei Stunden bevor sich die Handwerker angekündigt haben. Unwach, aber nicht mehr schlafend, öffne ich die Tür. Ein kleiner, wirklich kleiner dünner Mann im Blaumann, mit einer Netto-Plastiktüte unterm Arm und in einen hektischen Eindruck gekleidet.
„Ja?“
Er ruckt den Schädel auf dem Hals hin und her, schaut mich fragend fordernd an.
„Sie suchen den Balkon?“
Er huscht an mir vorbei, schaut nach rechts, links, huscht wieder zurück in den Hausflur, wortlos, zuckt die Schultern, tippelt die Treppe hinab. Ich überlege, ob ich ihm erkläre, dass seine Kollegen in der Nachbarwohnung mit den Balkonarbeiten angefangen haben, aber sein Tippeln ist schneller als mein aus dem Traum gerissenes Sprachvermögen und alles erledigt sich von selbst, als die Nachbarwohnungstür sich öffnet und der Bauleiter heraustritt.
„Oh. Sie. Schlafen. Wir noch zwei Stunden. Können schlafen noch.“
Morgens unter der Dusche frage ich mich meistens, wie sich der Tag so anfühlt. Wie ich mich in ihm aufgehoben fühlen werde. Seit ein paar Tagen, nach Abklingen der Schockwirkung des Vertragsabschlusses, kommen dann sehr ähnliche Gedanken. DU BIST IM GLEICHEN VERLAG WIE JOYCE CAROL OATES. Manchmal auch DU BIST IM GLEICHEN VERLAG WIE ANGELA CARTER. So fühlen sich meine Tage zur Zeit sehr gut an und ich mich in ihnen zu Hause.
“Beauty of whatever kind, in its supreme development, invariably excites the sensitive soul to tears.”
Edgar Allan Poe
Finde ich heute bei Kim Morgan und frage mich, wie ich Anglistik studieren konnte, ohne je über dieses Zitat gestolpert zu sein. Gestolpert? Gecrashlandet. Das ist die Essenz von „Moulin Rouge“, der Grund, warum mich „Glee“ zu Tränen rührt. Expression of true heartfelt emotion in schön klingender Rilke-Klage, und wo bleibt „freedom“? In der Befreiung des Gefühls durch Ausdruck.
Baz Edgar Rilke. Beautiful.
From Vanity Fair´s The Gay Guide to Glee by Brett Berk:
Song Rating:
• “Beautiful” (Christina Aguilera) ***** I turn to my boyfriend and say, I wish I went to McKinley. I am crying when I say this.
War er kaum zurück und ich kaum wach, fragte er, ob wir nicht weiter „Glee“ schauen könnten. Ein Blick aus dem Fenster.
„I´d love to“.
Im Bett frühstückend den jungen Menschen beim Singen zugeschaut, noch ne Kanne Tee, dann Zugverbindungen rausgesucht.
„14.08 oder 15.37 Uhr?
„If I take the 15 Uhr we can still watch two episodes, right?“
Noch ne Kanne Tee.
Am Hauptbahnhof erfahren, dass es für den 15 Uhr-Zug keine Platzreservierungen mehr gibt. Sieben Stunden stehen scheinen keine gute Idee nach einer durchfeierten Nacht. Eine Stunde später geht ein Zug mit zwei mal umsteigen, aber immerhin. (Zeitfenster zum Umsteigen in M. – 4 Minuten.) Ich bin nicht der einizge, der vor Reisen angespannt ist, merke ich. Der ICE rauscht ein, Abschiedskuss. Etwas leer verlasse ich den Bahnhof und bin froh, als in diesem Moment Rakete anruft. Gleich danach eine SMS, er hat einen Platz mit Steckdose und freut sich. Smooches and Love. Eine viertel Stunde später sitze ich mit Rakete bei Sarah Wiener, wo die Eismaschine kaputt ist, also trinke ich meinen Prosecco ohne. Wir reden über das, was passierte, während wir uns nicht gesehen haben. Über unseren momentanen Stand in der Welt. Gerade als wir beim Thema „in unserem Alter“ sind, die erste Reisestatus-SMS – der Zug steht. Während ich von der einzigartigen Emotionsplattform berichte, die sich einstellt, wenn man blutjunge, hochattraktive, hochintelligente Männer zum Freund hat. Und sich vergleicht. Und was das mit einem tut. Die nächste SMS, der Zug steht immer noch. Das Telefon klingelt und es ist mir schon ein bisschen peinlich, aber es ist die Pornoqueen und wenig später sitzt sie mit uns am Tisch. Die Themenkreise werden etwas leichter, zumal das junge-Männer-Thema wegfällt, da sie einen mitgebracht hat. Um 18h schließt man bei Wieners, schade. Rakete hat einen Sporttermin, ob ich mit der Pornoqueen Essen gehen möchte? Aber es lässt mir gerade keine Ruhe, ob Mr. H. eventuell in M. feststeckt.
„Danke, aber ich fahre nach Hause und checke mal Zugverbindungen.“
Finde einen Anschlusszug, gebe ihm die Koordinaten durch und stehe in der leeren Wohnung. Erleichtert stelle ich fest, dass es noch zwei Folgen „Glee“ gibt und lege mich wieder ins ungemachte Bett. Wie man sich bettet.
Mr. Hyde gewidmet.
Magpies and Titmice
Penguin umbrellas
Gretchen, Mefisto and Faust
And a Fritch
(slut ice making device)
Harp-sounds and rosebuds
And whiskers on nosebuds
These are a few of my trevorous things
Royalties, loyalty
Computer breakfasts
Typing away
Tender and lean
Think of this Yalie
Witty and pretty
Him and I
And our kelly-green
Trevor is my favourite Queen
My favourite Queen
My favourite Queen
In kelly-green
würde ich eigentlich gern den Einzigen anrufen, der für die Situation Verständnis hätte, aber das hat sich butterbrotschmiermäßig immer sowas von gerächt, da bleib ich halt allein damit.