Archiv des Autors: glamourdick

SPOILERS

„And then I also ordered the DVD of „XY“.“
„Ah, I tried watching that, but it was too tough. You know the story?“
„Sure.“
„When he dies in the end-„
„He WHAT?!!!!“
„But you said you knew the story!“
„But not the fucking EN-DING!!!“

GLAM SETZT DEN I-PUNKT

An einem Arbeitsplatz an dem Ort, wo ich meine Miete verdiene, liegt ein Stapel Bücher. Die Kurzfassung von „Simplify your Life“ – wie genial ist das – die simplifyte Fassung sozusagen. „Wassersport für die Seele“. Desweiteren ein Büchlein, eine dickere Broschüre eigentlich nur, von einem russischen Autoren, der einem in 30 Tagen beibringen will, wie man konzentrierter durch Leben geht. Konzentration, so, so – darum geht´s: runterdampfen auf´s Nötigste. Ich blättere ein bisschen darin herum und lese Sätze wie „Am 23. Tag konzentrieren wir uns auf die Zahlenreihe 33 23 19 17 8 5 2 1. Wir lernen Gegenstände oder Haustiere aus der Entfernung zu animieren. Haben Sie einen Hund in der Wohnung oder im Haus? Ein Äffchen, einen Papagei?“

Dieses Buch ist kein Bestseller geworden, zu kompliziert, noch dazu setzt es Haustiere voraus, was den betroffenen Leserkreis deutlich dezimiert, oder auch verärgert, wenn man erst nach dem Kauf die Aufgabe für Tag 23 liest und sich den weitaus anspruchsvolleren Akt auszuüben gezwungen sieht, eine Tasse im Schrank per Gedanken zum Fliegen zu bringen. Als Mitarbeiter an einem Ratgeber und Autor eines anderen, geprägt von einem Dasein als jemand, der mit Worten arbeitet und viele Stunden an PCs und Macs verbringt, möchte ich Ihnen jetzt die Lebensweisheit liefern, die mir diese Arbeit gebracht hat. Gestern morgen nämlich, kurz vor 7, als ich meinen morgendlichen Beitrag für diese Seite verfassen wollte, auf die Tastatur tippelte und keine Buchstaben erschienen. Leise Panik aufkam – wie alt ist eigentlich Dein Mac, Dick? Da kam der Satz und ich tat wie mir meine innere Stimme bedeutungsschwanger anempfahl: Ich habe Opera geschlossen, Safari geöffnet und – da waren sie wieder, die kleinsten aller Wortbestandteile*, meine hoch geschätzten Buchstaben. Jetzt also, machen Sie sich gefasst auf den einen Satz, den sie brauchen, um ihr Leben in den Griff zu kriegen, Sie brauchen nicht einmal losziehen oder auf Amazon klicken, um sich den simplifyten Simplifier zu besorgen. Sie benötigen kein Äffchen, kein Pferd und auch keinen Papagei. Ich schenke Ihnen:

Wenn es so nicht klappt, versuchen Sie´s mit einem anderen Browser. (Quite often, it´s as simple as that.)

*Okay, der I-Punkt ist es in Wirklichkeit. Aber egal.

NAKED LIES

„It´s so embarassing – everytime I open the door to the builders, I´m still in my house coat.“
„Not to worry. I already told them that you´re the naked cleaner I´m hiring.“

TODAY IS ANOTHER DAY

Vanity Fair angeschrieben, wo mein Hollywood-Issue bleibt. (Das letzte, das sie vergaßen auszuliefern, war ausgerechnet die Marilyn-Ausgabe. Und dann noch der Patzer damals, als es die Ausgabe mit alternierendem Cover gab – mir schickten sie den Kinderschänder und nicht Farrah Fawcett…). Die australische Wäschemanufaktur angeschrieben, wo meine Unterhosen bleiben, ich meine, es ist Winter, ich brauche Abwechslung! Für´s Falschparken 5 Euro überwiesen. (Hätte ich jedesmal die Parkgebühr bezahlt, dann wären das mittlerweile wohl so 30 Euro, also nahm ich´s sportlich und sagte der Ordnungsbeamtin „Wissen Sie was? Sie machen ja auch nur Ihren Job!“ and made her day.) Miete überwiesen (etwas zu spät, aber dafür auch nicht gemindert, trotz anhaltender, lärmintensiver Baumaßnahmen in der Wohnung unter mir). Vorsteuer überwiesen (pipapünktlich und ohne jeden Strafzuschlag!) Dauerauftrag Steuerschulden 2008 GECANCELT. Sie sind ABBEZAHLT!

So. Und was mach ich jetzt? Kaffee und nen Kessel Buntes.

GENTLEMEN MARRY BRUNETTES or BYE BYE BABY

I bet Lorelei is giving you a very warm welcome, Dorothy!

Ich hasse die Bezeichnung „kongenial“, aber komme nicht drum herum, wenn es um Lorelei und Dorothy geht. Spielen Sie mal die Brünette zu Marilyns Blondine, ohne dabei baden zu gehen. Ich kann mir keine einzige Schauspielerin vorstellen, der das gelungen wäre, außer eben der fantastischen Jane Russell. „Blondinen bevorzugt“ ist, heute betrachtet, ein ziemlich billiger 20th Century Fox-Versuch, ein MGM-Musical zu produzieren. Außer in der glamourösen „Diamonds“-Nummer gelingt dies nicht so recht. Und selbst diese Nummer ist schlampig inszeniert, aber scheißegal, sie macht Spaß.

Jane Russell zählt auch zu den wenigen Hollywood-Größen, die sich nie dumm zu Marilyn geäußert haben, die keine Geschichten um sie herum erfunden haben. Jane war eine sehr geerdete Person, konservativ, religiös, bodenständig, wo Marilyn eine Träumerin war. Obwohl „Gentlemen prefer Blondes“ im Vergleich zu anderen Marilyn-Filmen schlecht gealtert ist – die Szenen zwischen Dororthy und Lorelei sind nach wie vor hinreißend. Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden im wahren Leben ihre Freundschaft aufrecht erhalten hätten – eine Dorothy hätte Marilyn gut brauchen können.

P.S.: Liebe Fox, könnten Sie bitte mal Ihre Archive durchsuchen und uns die zwei fehlenden Gesangsnummern aus „Blondes“ herauskramen? Glam dankt!

P.P.S: Und Spon, könnten Sie bitte den Begriff „Busenstar“ nicht nur sofort aus dem Titel nehmen, sondern gänzlich aus ihrem Wirtschaftswunderwortschatz eliminieren? Wir schreiben das Jahr 2011, for fuck´s sake.

FOR ONE SPOOKY MOMENT…

… there didn´t seem to be anyone around, and it felt a bit like being Player One. Das verwaist erscheinende Flughafengebäude von der Seite, die man sonst nicht gesehen hat. Diesige, eisige Luft, die Sonne war gerade ausgegangen.

27022011257

NINA WON!

Alles andere wäre auch absurd gewesen. Und ich weiß nicht, warum alle auf Franco und Hathaway rumhacken – das halbe Stündchen, das ich gesehen habe, war doch recht vergnüglich. Nur, dass ich Kirk Douglas nicht bei seinem langen Tod vor der Kamera zuschauen konnte und stattdessen die Inception wählte, wasimmer das auch ist.