Oh, the brilliant sparkly glittering madness of it. It doesn´t get glammer than this, folks. Wednesday, I´ve got Friday on my mind. Whoop whoooop!
Archiv des Autors: glamourdick
REALLY HAPP´NIN 2 ME….

(May I got March on my mind.)
DER KRYPTISCHE MAI-BEITRAG
Und dann wochenlang immer wieder so „what if?“-flashes. Optionale Szenarien zeichnen sich vorm inneren Auge ab, gemischt mit dem Moment, der alles ins Rollen gebracht hat. Immer wieder „Nein, so wie es ist, ist es besser“. Und man glaubt es fest. Man glaubt es fast. Die Vernunft hat gesiegt über den Wagemut. Man ist halt gerade kein Feuerwerk, eine Tafelkerze vielleicht. Immer noch ein Licht im Dunkeln. Aber zu viel Wind wäre gefährlich.
7. & 8.5.2011: MOMENTS OF PLEASURE, 1
Das Haus nur zwei Mal verlassen. Einmal weil Cola aus war, dann Prosecco. Auf den Straßen attraktive Männer. Erschreckend attraktive Männer. Logisch, weil ich ja ungeschminkt und in Balkonkleidung unterwegs bin. Ein bisschen Horror-Roman, Dösen, Weißwein auf Eis. Als die Sonne die Terrasse verlässt und übers Dach wandert, weise ich Roomie auf das Flachdach hin, auf das man mit einem beherzten Schritt von der Oberkante der Leiter kommt. Leider immer nur einer, weil der andere die Leiter halten muss. Nur mit einer Unterhose bekleidet, irritiert der Mitbewohner die türkische Balkonsitzerin von schräg gegenüber.
„Don´t worry. That´s why they called it a ballcony in the first place.“
Als wir mit Singen und Tanzen anfangen, gibt es aus mehreren Wohnungen gegenüber Thumbs up, auch wenn unsere Musikauswahl gewagt ist. „Don´t cry for me Argentina“, „Wuthering Heights“, „One day I´ll fly away“. Das „Elephant Love Medley“ beherrschen wir beide mittlerweile gnadenlos perfekt. Irgendwie passt es choreographisch sehr gut, dass Nicole in einer goldenen Satinhose auf einer Malerleiter steht, während Ewan in einer gestreiften Unterhose vom Dach zu ihr herabsingt. „Queen of Denmark“ ist mittlerweile auch ein beliebter Standard, den auch die Nachbarschaft kennenlernen sollte. Spätestens seit „Mamma Mia“ weiß man ja, dass Gesellschaften, in denen singend kommuniziert wird, heitere Gesellschaften sind. Ich kann das bestätigen und weiter empfehlen.
„Eigentlich sollte ich mein Zimmer aufräumen.“
„Ja, Du solltest Dein Zimmer aufräumen.“ Dann muss ich lachen. „Das ist ein Satz, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich ihn mal aussprechen würde – „geh, räum Dein Zimmer auf!“ Aber den Geräuschen nach zu urteilen, die Du gemacht hast, als Du heute morgen nach Hause kamst, bist Du zwei Mal über etwas gestolpert und zu Boden gegangen.“
Und dann lachen wir wieder und singen noch ein bisschen weiter. Wenn der Frühling so weiter geht, kann ich nicht klagen.
MOMENTS OF PLEASURE, 2
Das ganz wunderbare BBC2-Radio-Interview von heute vormittag. (Kuckmal, da fliegt eine Gans!) Inklusive der herzzerfetzend schönen und dichten, tiefen, reifen, warmen Neufassung eines der schönsten Lieder überhaupt – „Moments of Pleasure“. Ich freu mich so auf Freitag!
IN A ROOM FULL OF PEOPLE YOU CAN LOSE SIGHT OF IT ALL
Festzustellen, dass man in seine Party-Persona erst reinschlüpfen muss, während man aber schon auf der Party ist. Als ich dann zu Hause war, hatte ich keine Lust mehr, mich zu schminken.
Nach der Therapie-Sitzung einen Tag zuvor: immer noch überraschend, wie sehr das Prinzip Wappnen noch greift. Die prägenden Jahre, in denen jeder Weg nach draußen gefährlich war. Passend, den nächsten Roman in einem Szenario anzusiedeln, aus dem es kein Entkommen gibt (und schon im ersten Satz den Fluchtweg zu etablieren.)
„Von der Falltür in der Tiefkühltruhe wussten drinnen niemand, so konnte sich auch niemand nach ihr erkundigen.“
BRING ME THE BONE-MEAL or „THAT WASN´T BAD, THAT ONE“
BBC Radio 4 Front Row interview with Kate Bush 4/5/11 by bfenby
For the – not tooooo bad – extended version, producer´s cut, allez ic:
http://www.bbc.co.uk/blogs/radio4/2011/05/kate_bush_on_front_row_the_pre.html
(It´s so good she´s back!)
MURPHY & LANGE
Bin Laden tot. Neues Kate Album. John Grant schreibt mir auf Facebook. Als nächstes senken sie den Spritpreis auf 30 Cent, dachte ich – aber es kommt noch viel viel besser.
„The Reporter describes the pilot as a „thriller, which revolves around husband and wife Ben and Vivien Harmon (Friday Night Lights‘ Connie Britton), [and] sees the couple move into a creepy San Francisco home next door to Constance (Lange) and her daughter with Down Syndrome who knows more about the house than everyone realizes.“
(The Advocate)
Und dann kommt auch noch das Skailight und bringt mir die Ex-girlfriend Jeans mit! Yippieh!!!
WARUM MAN IN KREUZBERG EIGENTLICH KEINEN FERNSEHER BRAUCHT
Am Samstag im Supermarkt stelle ich mich an der Kasse an. Drei Wagen vor mir eine randalierende Obdachlose, die mit Karte zahlen will, aber ihr Limit ist überschritten, was zu einer endlosen Keiferei ihrerseits führt. Die Kassiererin bleibt gelassen, die Wartenden in der Schlange ebenso. Selbst ich. Was ja auch mal ein Beinahe-Satz ist, der für Blogger-in-Therapie konzipiert scheint. Selbst ich. Selbst ich bekomme keine Unruhe, wie in Schlangen sonst üblich, sondern konzentriere ich mich auf das Drama. Nachdem die Karte abgelehnt wurde, nimmt die Kassiererin ein paar Büchsen Bier und eine Billig-Creme vom Laufband, was bei der irren Obdachlosen nicht auf Gegenliebe stößt. Irgendwann verschwindet sie schreiend. Kaum, dass der nächste Kunde abkassiert ist, betritt die Irre wieder den Supermarkt und ich erwarte dass sie ein Messer zückt und auf die Kassiererin losgeht. Stattdessen rauscht sie an uns vorbei und verlangt nach dem Karton mit ihren Einkäufen.
„Ein Bier. Und geben Sie die UV-Hautcreme!“
Die Kassiererin, nach einem bestätigenden Blickwechsel mit der Schlange, tut, wie ihr befohlen.
„Jetzt weiß ich nämlich, warum die Karte nicht ging. Es war nicht genug Guthaben!“
Die 3 Euro 30 werden anstandslos abgebucht.
„Dann sehen wir uns morgen beim Myfest!“
„Kann ich nicht versprechen. Ist Walpurgisnacht. Da muss ich auf meinem Besen reiten.“
Als ich an der Reihe bin lege ich ihr 65 Cent aufs Laufband. „Meine Karte geht auch nicht, aber ich hab´s passend.“
ABSOLUTELY WEIRD. ABSOLUTELY WONDERFUL.

„John Grant, the American singer whose album Queen of Denmark dominated the Best Of 2010 lists, lays down the influence she had on him in stark terms.
“She changed my life,” Grant says. “I first heard her in 1985, with Running Up That Hill. I was in Parker, Colorado, in the middle of nowhere, and it was the most beautiful thing I had ever heard. At the time I used to take long drives with a guy that I thought I was having a love affair with when in fact he was using me for a free ride home, and I would look out at the flat fields of Colorado, dreaming about this sophisticated British woman. Then when my mother was dying, and I used to have to brush her teeth while watching her waste away, I thought about how Kate Bush captured big emotions with everyday, mundane detail. I wish I had a chance to tell her how much her music has meant to me.”
Times. 30.04.11
Double-heart John Grant.