Archiv des Autors: glamourdick

LOGLADY

05062011308

Da treibt das Holz auf dem Wasser und was soll’s
Das muss nicht jeder hier verstehen
Doch jeder hat’s schon mal gesehen

(Nena, „Lichtarbeiter“)

SOMEONE WHO´S GOOD, SOMEONE WHO´S TRUE

Der Wind weht die nikotinvergilbten, zerfetzten Überreste dessen, was einmal ein Vorhang war auf und schiebt ein wenig kühle Luft ins flimmernde Arbeitszimmer. Plong macht der Mailserver und die G. bedankt sich für einen Abend mit außergewöhnlich angenehmen Menschen. Extra-Erwähnung findet der junge Mann, mit Recht, ist er doch außerordentlich außergewöhnlich. Außerordentlich ungewohnt für mich, aber auch ordentlich schön: Händchen halten auf dem Wasser. Alles gerade sehr schön hier.

DER SOMMER WIRD GUT (oder ALLES WAS ICH AN DIR MAG, ICH MEIN DAS SO, WIE ICH ES SAG.)

Das Partywochenende ist vorbei, der Sommer ist da, der Schlachtensee hat eine angenehm erfrischende Temperatur. Auf dem Rückweg vom See dann auf einmal, im Auto, durch das der Wind fegte, welches Lied lief können Sie erahnen oder nicht, es ist egal, nehmen Sie Ihr Lieblingslied und setzen Sie es ein, dort im Auto jedenfalls ein Moment der seelischen Kontemplation und ein Gefühl so tiefer Freude und Dankbarkeit, dass eine Freudenträne aus dem rechten Auge läuft, auf der Wange vom Zeigefinger gestoppt und aus dem Fenster geschnippt wird. Die vielen kleinen Episoden des Wochenendes, Eindrücke der mir liebsten Menschen, an einem Ort versammelt, so eine Walker-Familie, nur nicht mit so opulentem Essen (wobei die Tomaten-Butter vom jungen Mann und der Salat des Raketenprinzen herausragend waren und Nora Walker sich über die Rezepte freuen würde), dafür wird aber auch nicht gestritten, also harmonische Perfektion in bunten Farben. Die Magie des Sees, erst in größerer Gruppe, dann zu zweit mit Herrn Strike, die Libelle, die mich auf dem Rückweg begleitet, durch die Luft surrt, dort kurz verharrt, dann weitersurrt und wieder auf mich wartet. Yes.

SEEPFERDCHEN

Stille in der Wohnung. Eigentlich ganz schön, aber doch seltsam nach ein paar actionreichen Tagen auf einmal wieder allein zu sein. Oh. Neben mir liegt ein Flugticket. Frau Fragmente, hat man Sie auch ohne mitgenommen? Auf dem Küchentisch ein in einen Damenstrumpf gewickelter Ananas-Schneider. Ich werde mir aus einer Serviette eine rosa Duschhaube basteln und aufsetzen und eine Ananas schneiden, sonst gibt´s heut nicht viel zu tun. Dann könnte ich mich vor den Geschenktisch setzen und ein paar Stunden überlegen, ob Hitchcocks „Suspicion“ oder doch „Black Swan“ oder vielleicht mit „Battlestar“ anfangen. Oder das gleiche Prinzip mit den Büchern. Was mit Elefanten oder doch das vom Spango, weil, geiles Cover, und der Klappentext legt nahe, dass das mit mir als Käufer im Auge verfasst wurde. Ganz zu Schweigen vom Titel, „Tell all“. Oder doch auf den See?

Ein junger Mann sitzt im Zug, lieber hätte ich ihn hier oder auf einer Schildkröte unweit von mir auf dem Wasser. Alles noch sehr neu (die Umstände) und doch sehr vertraut (er mir). Ein gutes Gefühl. Ich glaube, Tante Rosa hat ihn geschickt. Danke, Tante Rosa.

THANKS

Once more blown away by the beautiful intelligent charismatic bunch, der mein Freundeskreis ist. Es war eine Sternenstundennacht und am Schönsten vielleicht die Minute von der ich erfuhr, die Minute, in der es alles kurz still stand, um dann weiter zu gehen, als sei etwas geschehen. Ich hatte immer gedacht, Frau Koma sei der Pol oder die Pole, oder vielleicht die Achse meiner Parties, jetzt war sie gar nicht da und trotzdem war alles planetär perfekt balanciert. Nichtsdestotrotz – Koma – die nächste Party wieder MIT Ihnen, okay?!