Es ist jetzt diese Woche im Jahr, wo Sie sich schon selbst melden müssen, wenn Sie mit Strike und mir adventures auf Seen haben möchten. Und die Woche ist schon halb rum. Und andere waren schneller. Und im Grunde sind wir uns selbst genug. Ich sag halt nur. Ich rufe niemanden an. Bei Hotel Mama geht übrigens die Telefonnummer nicht mehr und Koma will ick nich unter ihrem Kerl wegreißen. Bislang war es jedenfalls fantastique. Sogar die Rückfahrt heute war knorke mit ner playlist für nen Latino-Ex und so Wind im Haar. Yo. Und La Nina zum ersten Mal an Bord. Und ich wüsste so gern, wo gerade „Holiday“ gespielt wird, im Hof, ich würd gern mit denen mitsingen. Das sind die Momente, wo mir Roomie fehlt. Aber nicht so, dass ich heulen würde. Da gibt´s andere, die ich mehr vermisse.
Archiv des Autors: glamourdick
LUCY JORDAN MINIATUR oder EARLY IN THE MORNING AND I AINT GOT NOTHING BUT THE BLO-O-OG
2.50 aufgewacht und eigentlich ist Urlaub und eigentlich spricht nichts dagegen, nochmal raus zu gehen, außer, dass morgen schön wird und es schade wäre, den Tag zu verschlafen. Boah bin ich aufregend. Mein innerer Anarchist ist sogar zu pazifistisch, jetzt die „Memphis Blues“ zu hören, wobei jetzt der Zeitpunkt wäre, aber ich will den Mitbewohner nicht wecken. Early in the morning…
Urban, aber netz-affin macht man dann das Äquivalent und um 3.07 kommt die Anfrage „Willst Du ficken?“ Grundsätzlich, ja. Aber Du könntest mein Sohn sein und außerdem hast Du kein Foto, also fuck off.
Das kommt vielleicht nach außen rüber, als hab ich heute 30 Seiten geschrieben. 2 waren´s. Weiß auch nicht, wo der Schlafbedarf herkommt. Vielleicht ermüdet mich der Larsson. Lisbeth hat ganz Ikea aufgekauft. Und dann war sie Lebensmittel shoppen. Tiefkühlpizza und so. Ich weiß nicht. Dann hat sie ein T-shirt mit einem frechen Spruch über ihre neuen Brüste gezogen. Vielleicht machen die Slashers was falsch. Die Mrs war heute zu einem Essen bei einer Organisation, wo ihr ihr neue Kollegin vorgestellt wurde, eine poshe Londoner Adresse. Zuletzt in der Öffentlichkeit sah man sie in einem neo-byzantinischen Restaurant. Ich komme mir schon unverschämt vor, wenn ich die ungeschminkt beschreibe, ist doch auch keine Frau Mitte 20 mehr, also schreib ich doch nicht auf, welche Tiefkühlpizza. Okay. Ich hab geschrieben, was sie mit der Minibar gemacht hat. Und, dass sie auf der Heath Chablis getrunken hat. Schon am Nachmittag. Aber sie ist frisch getrennt, ich bitte Sie. Und morgen slash heute irgendwann muss ich mich entscheiden zwischen London und Berlin. Vielleicht hat sich die Agentin bis dann gemeldet. Auch falsch. Früher habe ich auch nicht die Reaktionen abgewartet, sondern einfach gefuckingschrieben. Genau. Und so mach ich nachher weiter. It´s my choices. And then, a lot of editing.
(Und, ja, der Blogger hängt in dieser frühen Morgenstunde mit einem Mal Erinnerungen nach, Sommer-Erinnerungen – es ist diese Art Geisterstunde, die Sie bekommen, wenn Sie mitten in der Nacht aufwachen, fälschlich eine oder zwei Zigarette rauchen, die sie noch wacher machen, was sich schon wieder nach Drogen anhört, dabei waren es nur Pueblos, wo es draußen unvorstellbar leise ist und man sich Sachen Dingen Ereignissen stellt, die man wach am Tage etwas beiseite schiebt, um besser durch den Tag zu kommen. Aber machen Sie sich nicht meine Sorgen. It´s just a case of the early-in-the-morning-blues. Plus a bit of wirtschaftlicher Ruin. Don´t believe them when they say you write better on an empty stomach, they´re fucking lying. I wish them all an empty stomach.)
Und, nein – ist natürlich nicht die erste Nacht ohne ihn, aber jetzt lassen Sie mich doch bitte posten was ich will, um 4 oder sonst wann. Ist ein schönes Lied und schon fast vergessen. Wenn Sie schon nicht kommentieren und hier gratis mitlesen, und meine Wishlist ignorieren, dann müssen Sie auch ertragen, was ich hier poste. Sorry, aber ich bin in der netten Fassung einer fuck-you-mood. Ich hätte auch Gaga posten können, will ich damit sagen. Anyways. Ich versuch jetzt mal, zu schlafen. Und hey ho to Twitterer – kiekma: man kann so nen stream of consciousness auch ohne begrenzte Zeichen! Luxus!
FERIEN-TV MIT GLÄMMI
Gestern einfach mal im Bett geblieben und über Farben sinniert, in denen ich das Schlafzimmer irgendwann mal streichen werde. Zu der frisch erworbenen Kunst wünsche ich mir eine kaltfliederne Wand. „Ein buntes Grau!“ Schlägt Miss Julie vor. Sie hat mich exakt verstanden. Aber dann hab ich mich ja schon entschieden, also leihe ich mir Filme aus, mach ich ja ungern, weil ich die nie am selben Tag zurück bringe und somit einen Tag extra zahle. Hat es sich gelohnt? Och. Na ja. Jo.
Vom Kinderkitsch „Beastly“ fand ich den Trailer schon entzückend, weil der unglaublich zugerichtete Boy einfach nur geil aussieht und ich mir den ganzen Film wünsche, sie verwandeln ihn nicht zurück. Das andere Problem mit dem Film sind alle anderen Rollen, außer die des Vaters, aber der kommt eh kaum vor. Ich weiß nicht wer auf die Idee kam, einen Olsen-Zwilling als Hexe zu besetzen, wenn die ganz klar aus der Familie der Trolle stammt und den ganzen Film chargiert, als befände sie sich auf einem Laufsteg (träum weiter, Troll!) und nicht in einem Kinderkitsch. Ich habe auch noch nie dickeres Make-up auf einem noch recht jungen Gesicht gesehen und ich meine jetzt nicht dekorativ sondern camouflagierend. Neil Patrick Harris kann ich auch nicht ausstehen und die Hauptdarstellerin ist mir auch nicht nachvollziehbar. Hat aber trotzdem Spaß gemacht. Dann noch den schwedischen Film über das Hockey-Team, das auf Synchronschwimmen umschwenkt. Ich schwöre – die Dänen hätten mehr raugeholt, aber alles in allem unterhaltsam, nur das Ende ärgert, denn wer lässt sich denn schon eine große Show-Nummer zum Finale entgehen?? Okay – die Schauspieler waren synchronschwimmend vielleicht nicht Olympia-tauglich, aber schon mal was von Stuntmen gehört?
Hier mal Beastly-Trailer:
(Steht bei Videworld übrigens bei den Horror-Filmen, well, da werden ein paar Splatter-Freaks ganz schön diabetisch reagieren.)
Um es mit Nena zu sagen
Ich schalt mich ein, ich schalt mich aus, ich glueh in tausend schicken Farben. (Nee, keene Drogen. Schreiben, schlafen, schreiben, geschriebenes streichen, schlafen, schreiben. Jetzt aber erst mal wieder schlafen.)
CAPT´N DICK
Der Moment, wo man a) feststellt, dass es da hinten nicht schon wieder aufhellt und b) man in der Zeit, die es bräuchte, dorthin mit dem Boot zurück zu kommen, wo man aufs Wasser gegangen ist exakt der Zeit entspräche, die es bräuchte, das Boot bis zum Rand mit Regenwasser zu füllen, zumal c) eines der Boote seit Allerkürzestem gerade nicht mehr ganz so seetauglich ist – so dass man also d) den kürzesten Weg an Land nimmt, und sich, wie Herr Strike anschaulich beschreibt, irgendwie behilft.
„I wanna run naked in a rain storm. Make love on a train, cross-country“ sage ich, aber Strike weiß, dass ich nur zitiere. So stapfen wir, in waldbodenmatschgefüllten FlipFlops, unsere Boote wie Stolas tragend. Die haben uns nun schon so lang so zuverlässig getragen, wird Zeit, dass wir mal eine Weile sie schleppen.
Das Schöne am Nasswerden – wenn der Moment erreicht ist, wo es nasser nicht mehr geht. Wo die Haare am Kopp klatschen, die Regentropfen von den Regentropfen abperlen, man feststellt, dass man sich genau so gut dem Nass sein hingeben kann. Und so, anstatt gleich zum Auto zu stapfen, gehen wir nochmal ins Wasser, das in etwas die gleiche Temperatur hat wie die Luft und der Regen und lassen es auf uns niederprasseln.
Das Schönste aber – das mit dem Strike gemeinsam zu erleben, der sich tatsächlich freuen kann wie ein Baby, dem man spielerisch mit Kitzeln droht. Baby, you´re a firework!
SLUTFLOAT
„Eigentlich müsste ich Dich ja jetzt in die Stadt fahren, nicht raus.“
„Wieso?“
„Na, heute ist Slutwalk.“
„Ach, Scheiße, da wär ich echt gern dabei gewesen.“ Ist doch so. mühsam erarbeitet man sich einen Ruf, dann wollen sie einen ehren und man erscheint nicht zur Preisverleihung.
Aber so fahren wir die Stadtautobahn entlang Richtung Abfahrt Schlossstraße. Kurz vor der Abfahrt Filanda liegt etwas auf der Straße, was Herr Strike als Bake (oder Bahrke oder Baake) bezeichnet, schlagt selbst nach. Dick kommt seiner Bürgerpflicht nach.
„Wie geht die Nummer von der Polizei.“
Strike weiß es.
„Das war jetzt die Feuerwehr.“
Erstmal sind alle Notruf-Hotlines besetzt, es scheint viel Not zu sein, möglicherweise all die Schlampen, dann, nach einem Plausch mit einem Offizier oder so geht es weiter an den See. Erst ist noch Wind und Wolken, aber dann Sonne und klares, kaltes Wasser. So kann meinetwegen die ganze kommende Woche werden.
WUNDGEKNUTSCHT
Von jemandem, der gar nicht mich meint. Und ich nicht ihn. Aber schön war´s trotzdem. Nur der neue Mitbewohner ist schockiert wegen ungeniert nackten Menschen in der Küche. Ich war früher auch so. Aber der Anstand geht vor die Hunde, da wo die Vernunft abhängt und in der Kälte Kette raucht. Mit der wollte man doch eh nie ins Gespräch kommen. Brrrr.
NEW LIVES
Und nicht nur Herr Held hat seinem Namen alle Ehre gemacht und in Folge dessen quasi Familienzuwachs bekommen – gestern wurde Jascha geboren und ich gratuliere Chris und Thomas von ganzem Herzen!
Die Stimme ist und bleibt wohl auch erst mal weg, aber das macht nichts, heute kommen die letzten 40 Seiten „Ashby House“. Die ersten 30 Seiten des Sequels sind gestern übrigens von meinem bewährten Erstleser, Herrn Strike, mit dem Vermerk „fulminant“ versehen worden und, wenn ich mit den Ashbys fertig bin, bring ich das Expo für die Slashers in Form, das geht dann nächste Woche an die fantastische Agentin, die ja bald auch eine Agentin des Fantastischen ist, wenn das mit meiner Geschichtenproduktion so weiter geht. Apropos Fantastisch und apropos Thomas, Vater von Jascha, mit Nachnamen Elbel. Der ist übrigens auch ein Kollege und in Kürze erscheint sein SciFi-Roman „Asylon“. Ich bin sehr gespannt!
Überhaupt – in meinem Umfeld ist immer häufiger die Rede von Veröffentlichungen auf Papier (und als E-Book natürlich auch, wobei ich es schrecklich fände, wenn Sie „Ashby House“ auf einem blöden gestutzten Computer lesen, und wo soll ich denn da meine Widmung reinschreiben?). Das freut mich, denn das wusste ich ja schon immer, dass da auf meiner Blogroll so einige Talente sind.
GLAM ADDRESSES A LETTER TO THE INHABITANTS OF ASHBY HOUSE
Liebe Shalott-Schwestern, lieber Steerpike und Hector, Du Hund!
Es ist jetzt unglaubliche 7 Jahre her, dass Ihr in mein Leben geplumpst seid und fortan ein Eigenleben entwickelt habt. Über die Jahre habe ich manchmal monatelang nicht an Euch gedacht, außer, wenn ich überlegt habe, dass Ihr da, in dem Schubladenroman, mein Kapital seid. Die letzte Hoffnung eines erfolglosen Autors, der seine Kreativität mit umsonst-Schreiben im Netz verpulverte, dies aber auch, weil er es schwierig fand, nach Euch eine neue fiktionale Truppe und Welt an den Start zu bringen. Ich war trotzig und verbockt. Ich wollte Euch, und sonst keine. Wenn Euch keiner wollte, dann wollte ich eben mein Schreiben verschenken.
Heute ist der denkwürdige Tag, an dem ich das letzte Wort in „Ashby House“ Korrektur gelesen, redigiert und abgenommen habe. Und so ein narzißtischer Idiot ist Euer Autor, dass er heulen musste, auf der letzten Seite. Euer Schicksal bewegt mich heute wie damals. Noch ein paar Monate, dann müsst Ihr raus in die Welt. Wie man Euch da aufnehmen wird, das liegt nicht mehr in unserer Hand. Was auf dem Markt geschehen wird oder auch nicht – adäquat bezahlen kann man Euch sowieso nicht. Ihr seid mir mehr wert als Geld. Ihr seid meine lovely Hollywood-brainchildren, und insbesondere in den letzten anderthalb Jahren hat Eure Anwesenheit mir außerordentliche Freude bereitet. Und mich darüber hinaus gerettet.
Ich freue mich, all die Jahre mit Euch verbracht zu haben. Die Vorstellung, dass es das jetzt war, Schluss, aus, die geht gar nicht. Und, Gott, bin ich froh, dass die Fortsetzung schon in Arbeit ist, denn sonst würde es mir gerade das Herz zerreißen. So aber weiß ich ja, dass wir uns wiedersehen, genau so wie ich weiß, dass Steerpike jetzt gerade lächelt, während ich hier tippe und ein bisschen weine, Laura selbst so ein Ziehen tief in sich drin verspürt (wir sind uns sehr nahe gekommen), und nur bei Hector kann man nie wissen, was nun gerade in ihm vorgeht, wie das halt bei Gentleman-Arschlöchern so ist. Man muss sie lieben und es hinnehmen.
Tusch, Grammophon an. Jetzt bitte Big Edie/ Jessica Lange mit „We belong together“.
Meine Lieben Ashby-House-Bewohner, my work on part one is done. It´s been a bumpy and very very very very long ride. But none of us ever lost hope, and now, here we are. It´s been a pleasure getting to know you. It shall be a pleasure to have future adventures together. I love you guys.
XOXO
from the guy who wrote your story.
.
Meine Stimme ist so gut wie weg, und das gibt mir die Gelegenheit, jetzt mal schlafen zu gehen, paar Stunden, ich bin seit 6 auf und es waren ein paar anstrengende Tage, Abende, nicht zu vergleichen mit denen, die andere hinter sich haben, aber oh well, call me EmpathyDick, ick hab janz schön mitgelitten. Jetzt gibt es eine Art Happy End, das noch viele viele Fragestellungen aufwerfen wird. Starting from scratch is never easy. Aber besser als täglich erlebte Ächtung (oder Schlimmeres) durch die Familie. And now – it´s a New World, for you, HC. Ich freu mich für Dich – Hut ab vor Deinem Mut. Und es ist selbstverständlich, dass wir, die wir alle an Deinem Schicksal rumgeruckelt haben, wissen, dass wir da auch eine Verantwortung übernommen haben. Du bist jetzt nicht ohne Familie. Nur mit einer anderen. Welcome! And I´m very happy you made it!