So definiert Waldorf „Inklusion“

Nicht in eigener Sache, sondern in der einer guten Freundin, Tanja.

„Einer meiner Söhne ist Inklusionkind und hat Anspruch auf Nachteilsausgleich in der Schule. Bis zur 6. Klasse wurde er von seiner Klassenlehrerin an einer Waldorfschule toll gefördert, ab der Mittelstufe gab es Probleme. Die Schule weigerte sich, natürlich nicht offiziell, aber durch fiese Tricks, meinen Sohn inklusiv zu beschulen. Sehr überraschend wurde dann für ihn ein Platz an der Waldorfschule R.straße frei (durch das Betreiben der alten Schule). Es hieß, es seien Inklusionsplätze frei geworden. Es gab gute pädagogische und psychologische Gründe, ihn im Waldorfsystem zu lassen, deshalb wechselten wir. Dann mauerten die Lehrer, es gab keine Gespräche, keine Förderstunden, und ich fand heraus, dass mein Sohn schon das 8. Inklusionskind in der Klasse war. Vor ein paar Tagen wurde ich zu einem dringenden Gespräch in die Schule gebeten, wo man mir mitteilte, dass mein Sohn sich nicht bemüht hätte und deshalb die Probezeit nicht bestanden hätte. Netter Weise würden sie ihn noch bis Weihnachten beschulen. Damit erlischt sein rechtlicher Anspruch an einer Waldorfschule inklusiv beschult zu werden. Jetzt brauchen wir jede Info zu einer professionell arbeitenden Inklusionsschule, 30 Minuten Fahrzeit von Kreuzberg sind ok. Kennst sich jemand aus im Schulrechtlabyrinth? Ich warte noch auf ein Antwortschreiben von der Schule, wenn es ausfällt wie ich es befürchte, möchte ich an die Presse gehen. Hat jemand Kontakte? Danke fürs Lesen und jede Info! Tanja“

Der Schüler habe sich nicht bemüht! Ganz offenbar sind es doch die Lehrer, die ihrer pädagogischen Fähigkeiten nicht ausüben wollten oder konnten. Ein wenig mehr „Bemühung“ von dieser Seite wäre das Geringste gewesen. An einer staatlichen Schule wäre ein solcher Rausschmiss nicht möglich, eine Privatschule darf offenbar tun was sie will, wenn Pädagogen vor ihrer Verpflichtung auf die Knie gehen. Ein Kind mit Lernschwierigkeiten zu inkludieren, um es dann deswegen vor die Tür zu setzen. Geht´s noch???

Wenn jemand Schul-Tipps/ Presse-Kontakte hat, bitte mail an glamourdick at aol dott com, ich leite dann an Tanja weiter.

2 Gedanken zu „So definiert Waldorf „Inklusion“

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