The Return of Petra

Auf das von Dolly und Michi gekrönte Wochenende folgte die beschissenste Urlaubswoche ever. Wasser sollte das Thema sein und das wurde es auch, allerdings in Gestalt von Regen. Regen der floss. Gewitter die angesagt wurden und kamen, oder auch nicht. Als ich heute also endlich meine Seesachen packe, merke ich, dass ich es nicht packe. Die Vorstellung, an den See zu fahren, mein Boot startklar zu machen, wird plötzlich unvorstellbar, und ich weiß, das Gefühl würde auch nicht besser werden, wenn ich mich zusammenreiße, es durchziehe und aufs Wasser gehe. Wie krass die Angst ist, merke ich, als ich versuche, einkaufen zu gehen und mir auf der Treppe die Beine wegsacken. Am Auto angelangt, versuche ich, mir klar zu machen, dass ich bestimmt anderthalb Jahre keine ausgeprägte Attacke hatte und trotzdem bleibt diese Angst vor der Panik. Ich spüre die Panik noch. Ich spüre, wie die Medikamente sie abkappen und, selbst, wenn sie ausbricht, nur schwach auftritt und ich sie in der Regel ganz gut überspielen kann.
Um so heftiger trifft mich mein heutiger Zustand. Und, wenn ich ehrlich mit mir selber bin, dass es nicht allein auf Appetitlosigkeit zurückzuführen ist, dass ich die ganze Woche keine Lebensmittel eingekauft habe. Ich habe ganz einfach den Supermarkt vermieden.

Ich habe keine ausgeprägten Spaziergänge gemacht, war immer noch nicht in der Bowie-Ausstellung, habe keine Freunde besucht, mich nicht mit einem Buch ins Café gesetzt. (Fast) jeden zwischenmenschlichen Kontakt vermieden. Als gestern der U. anrief, wäre ich fast nicht ans Telefon gegangen, weil ich Angst hatte, dass der hört, das was nicht stimmt.

Jetzt hoffe ich, dass die nächsten Tage mit Strike auf dem See mich wieder zurückholen werden, denn da, wo ich gerade bin, ist es nicht schön.

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