Wochenrückblick

Die Woche hatte einen kämpferischen Unterton, dies mal vorweg, und Kämpfe zehren Energie, also war ich am Donnerstag eigentlich schon ziemlich platt, als das Skailkight mit dem E. kam und wir mit der Amerikanischen Nachbarin Indisch speisten. Als wir dann gemeinsam den Gatsby anschauten erkannte ich irgendwann, dass der Körper schlafen muss, stahl mich hinfort und schlummerte eine Runde auf dem Sofa im Arbeitszimmer. Freitag starteten wir im Voo-Store, das Skailight jedenfalls, ich trank derweil einen ausgezeichneten Kaffee beim Coffee Companion im selben Gebäude. Danach ein verkürzter Arbeitstag, da wir gegen halb 8 in Schöneberg sein wollten, wo die I., meine zweitälteste Schulfreundin, ihren Geburtstag feierte. Dort kam es zu einem Wiedersehen mit dem T., der seit 20 Jahren nicht mehr mit mir spricht, er saß aber am anderen Tisch, was das nicht-miteinander-sprechen vereinfachte. Gegen 21h wollten wir im Gorgonzola Club speisen, das Skailight hatte eingeladen, seinen Geburtstag nachzufeiern, und mit dem E., Herrn Strike und der Amerikanischen Nachbarin quetschten wir 5 uns an einen 4er-Tisch, an dem die Laune, trotz Enge, doch gut war, das Essen köstlich und die Bedienung, ebenfalls wie immer, die Beste, die es in Kreuzberg gibt. Das Paar, das den Laden betreibt ist so eingespielt, dass, so konstatierte Strike, es wie ein Tanz ist, wie sie miteinander umgehen. Ihre Ruhe färbte auch auf die anderen Angestellten ab, denen es gelang, in einem wirklich komplett überfüllten Restauarant das Essen pünktlich und köstlich auf den Tisch zu bringen. Und einer der klassischsten Kreuzberg-Momente ist erreicht, wenn im vorderen Bereich kein Essen mehr serviert wird und ungefragt die Aschenbecher auf den Tischen platziert werden. Zu Fuß zurück, wären wir beinahe noch im Roses gestrandet, aber, wenn man von den überfüllten Straßen auf die Menschen-Dichte der Inneräume schließen konnte, dann war es eine gute Idee, sich das zu sparen. (Dies wurde mir bestätigt, als ich am Samstag Mittag zu Fuß die gleiche Strecke zurückging, um den Wagen abzuholen und dem A. begegnete, der in einem der Clubs dort arbeitet und gerade erst den Laden abgeschlossen hatte. Er berichtete von einer recht höllischen Partynacht.)

Auf dem Rückweg nach Hause fiel mir ein, dass ich keine Milch mehr hatte und da ich nun eh auf der O-Straße war, beschloss ich, statt in den Supermarkt, doch zu Lebensmittel Hillmann zu gehen. Hier verirrt sich selten ein Touri hin und sie wissen nicht, was sie verpassen. Das Sortiment ist sehr überschaubar aber hochwertig. Man muss Wartezeit mitbringen, denn viele der Delikatessen bedürfen der Nachfrage. Und bei Hillmann nimmt man sich die Zeit. Während des Wartens konnte ich mich schon einmal mit den Käse-Spezialitäten vertraut machen. Den leckeren Kirschgeistkäse gab es diesmal nicht, aber ich ließ mir den Wildblütenkäse erklären und durfte probieren und yumm. Ein Rohmilchkäse mit Charakter, aber nicht zu intensiv, die Rinde essbar aus – Sie ahnen es – Wildblüten.

Nach Abreise vom Sakilight und dem E. war immer noch Samstag und ich schaute mir das fulminante Season 2 Finale von Revenge an. Dann fand ich noch einen Mann auf den Blauen Seiten und der sorgte dann für Entertainment in den Abendstunden. Und heut mach ich mal gar nichts, außer putzen, lesen und nachher vermutlich Hart of Dixie.

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