GLAM IST NICHT DEUTSCHLAND, DEUTSCHLAND IST NICHT GLAM

rabbit
(Imagepflege für Deutschland: unse Heidi und unse Seal.)

Die Lufthansa in Köln und Düsseldorf informierte gestern (oder war es vorgestern?) ihre internationalen Reisegäste, dass kostümierte Frauen mit Schere in der Hand keinen Anlass zur Besorgnis darstellen würden.
Mir fiel daraufhin spontan ein Horrorfilmdrehbuch ein, das dringend noch geschrieben werden muss.
Und ich sah vor meinem inneren Auge kreischende asiatische Reisegruppen, die sich auf den Boden werfen, weil betrunkene, perückte Hausfrauen mit Rüttgers-Club-Fahne nach ihren Krawatten hechten. Nicht auszudenken, was islamische Fundamentalisten erst von dieser Humorbekundung halten würden (gut, dass Krawatten bei Radikalen eher unbeliebt sind). Meiner ist jedenfalls auch anders. Und sollte mir eine Frau an eine (meiner wenigen, aber hochwertigen) Krawatten langen, gäbe es Ohrfeigen.
Und auch dies ist Deutschland.

26 Gedanken zu „GLAM IST NICHT DEUTSCHLAND, DEUTSCHLAND IST NICHT GLAM

  1. 40something

    Escht jut, die Lufthansa!

    Verehrte Fluggäste, hier spricht der Kapitän. Eine kurze Information aus dem Cockpit: Die perückten Damen, die mit Scheren in der Hand das Cockpit erobert haben, sind Teil eines deutschen Brauchs und bedeuten keine Gefaaaah….

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  2. r0ssi

    Die Japaner, die ich gestern sah waren aber alle ganz entspannt und haben wahrscheinlich 4Mio Bilder verknipst. So richtig verstanden haben die das trotzdem nicht waren aber freundlich interessierte Beobachter.

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  3. timanfaya

    auch hardcore: während der oktoberfestzeit mit dem flieger von oder nach münchen unterwegs sein. das ist auch richtig amüsant, durfte ich schon des öfteren erleben … *örkx*

    halle marsch!

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  4. sabbeljan

    neeneenee, ich lass mir nicht einreden, das karneval = deutschland ist. und das obwohl ich noch ein paar olle kragenbinder zum abschnippseln haette. insofern koennten sie und ich schon auch deutschland sein, herr glam. aber mal ehrlich – wer will das schon?

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  5. breezerbox

    REPLY:
    a propos weiß vor ostersonntag und rote schuhe:
    nerver wear red and white together, you gonna look like a tampon!
    and never schmier green stuff in your face again, seal. buh, scary!

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  6. timanfaya

    REPLY:
    ich erhöhe: vor ca. 15 jahren gab es einen zug der vom süden [mailand?] nach kopenhagen fuhr; der sog. „kopenhagen express“. ich wollte von d-dorf nach hamburg, abfahrt 2 uhr irgendwas. und hatte an ein geruhsames nickerchen gedacht. als die türen am menschleeren bahnsteig aufgingen empfingen mich etwa 1000 stockestbesoffenste dänen von 15 bis 90 auf dem höhepunkt ihrer party. da sieht man mal, was eine de facto prohibition für probleme im benachbarten ausland bringt …

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  7. luckystrike

    liebes glammie, wie kannst du dich bei mir über die fottis beschweren, und dann selber so ein gruseliges einstellen? 😉
    aber was ein wunderbares wort: perückt! love it!

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  8. glamourdick

    REPLY:
    weil in der karnevalssaison doch alles erlaubt ist. nie hätte ich deine „girls with balls“ degoutiert, wenn du sie in der richtigen saison platziert hättest: niemals weiß vor ostersonntag, niemals rote schuhe donnerstags in east hampton und keine kittelschürzen vor helau. das weiß man doch als frau von welt. ts ts ts.

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  9. spango

    genau: braindead mit helau und allaaf!
    rheinischer buetzkenterror in tokyo

    hunderte mittelalte frauen – alle als pierots verkleidet und behangen mit kleinen feiglingen, stuermen in japan die ubahn-stationen und buetzen alles in grund und boden, was nicht niet und nagelfest ist. hypochondrierenden japanern wird der atemschutz entrissen und durch nen schoenen koelsch-bommerlunder-zungenkuss ersetzt. schreie, suizide, freiwilliges massensterben in allen metropolen.

    dann kommen de hoehner, verstaerkt durch die ebenso peinlichen rest-black foess und metzeln die karnivalisierende menopausen-combo mit pauken und trompeten nieder. und heinz schenk ruft die baembelrepublik aus. fade out…

    habe mich wohl gerade ein wenig vergessen…

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  10. glamourdick

    REPLY:
    das können sie aber gut, sich vergessen. ein änderungsvorschlag: statt pierrot-kostüm funkenmariechen. übergewichtige, cellulitische, bindegwebsschwache polyesterprinzessinnen.

    der ausruf der baembelpublik sollte in gestalt einer höllischen büttenrede vollzogen werden, die noch nach dem abspann 3 stunden weiterläuft – kinotüren sind natürlich versperrt.

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  11. spango

    ja stimmt, die heinz-schenk-rolle muss man ausbauen. ich sage mal: der lustige glueckshase usw.

    die funkemariechen sind eine gute idee, weil sie mit ihren knappen beinkleidern auch kulturell eine bruecke zu den manga-fans schlagen. quasi visuelle antipode. haengende, dralle popopoden…

    ich wuerde sagen, die idee ist ausbaubar. das koennte eine langelebige reihe werden.

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  12. glamourdick

    REPLY:
    ich sehe auch jede menge sequel-möglichkeiten. die die popopoden treffen godzilla, die popopoden auf dem feuerwehrfest, the popopodes do hanni und nanni at the youth hostel (part 1), the theme park (part 2), the lokale buswartehäuschen (episode 1, 2 and 3).

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