dirty: nein.

glamourdick ist im süden. raketenprinz, timanfaya, ohbehave! und tod spango sind zu gastbeiträgen gebeten. und da nicht nur glamourdick, sondern auch der mitreisende ereignishorizont regelmäßig mit grausigen mitbewohnergeschichten aufwarten: voilà.

als der prinz nach berlin kam, gründete er eine wohngemeinschaft, in der mietkosten und politische ansichten gleichermaßen geteilt wurden. nicht geteilt wurde der kater, der war exklusiv dem mitbewohner zugeordnet. der name des mitbewohners soll ungenannt bleiben. der kater hieß gadhafi. unbekannt ist, ob der kater nach seinem charakter benannt wurde oder sich der kater seinem namen anpasste. jedenfalls war er ein dreckstück.

der mitbewohner übrigens auch. also nicht charakterlich, da waren nur die handelsüblichen macken auszumachen, sondern so ganz wahrhaftig: dreckig.
kotspuren auf der toilettenbrille, da er sich bequemerweise lieber ein wenig weiter nach hinten setzte. zähne und fingernägel in einem farbton, gegen den hornhautumbra alpinaweiß ist. und die abscheuliche angewohnheit, in vermeintlich unbeobachteten momenten den inhalt seiner mannigfaltigen hautunreinheiten, die er gekonnt mit nur zwei fingern der gleichen hand ausdrückte, umständehalber einfach sich in den mund zu stecken.

zurück zum kater: neurotisch bis zum anschlag, hatte er es auf des prinzens schlafstatt abgesehen. allerdings nicht zum schlafen, sondern zum urinieren. vorzugsweise kopfkissen. allerdings: seine eigene notdurft wurde vom mitbewohner, der ja auch zu seinem eigenen (und leider damit auch des prinzens) abort ein eher laxes hygieneverhältnis pflegte, nur unregelmäßig gewartet. olfaktorisch also ein ort, der wohl auch für katzennasen bedenklich schien.
eine gewisse coolness konnte selbst der prinz dem kater nicht gänzlich absprechen, als er neben prinzlichen kopfkissen auch den ausguss der badewanne als ausweichstätte für sich entdeckt hatte: er positionierte sich so, dass um das abflussgitter es trocken blieb. ob er das vom mitbewohner gelernt hatte, blieb dem prinzen dankenswerterweise bis heute verborgen.

als der prinz schließlich die gemeinschaft aufkündigte, hatte er eine vorliebe für klorix und wurzelbürsten entwickelt. und eine katzenhaarallergie, wenn auch nur simuliert.

heute wohnt der prinz bekanntlich mit pheerce in einer haustierfreien zone. und zieht wöchentlich eine raumpflegerin hinzu, die bei der schmutzaustreibung auch ihre ganz privaten dreckstücke herauszufordern scheint. aber gründlich.

2 Gedanken zu „dirty: nein.

  1. anekalina

    Lieber Prinz, ich bitte sehr darum, naechstes Mal eine Ekelwarnung in den Titel hineinzuschreiben. Der Beitrag war zwar ein Lesegenuss aber ich war grad beim Essen…

    Antworten
  2. raketenprinz

    REPLY:
    i’m sorry, darling. glamourdick asked for either something glamourous or psycho. and i don’t think i can compete with dick when it comes to glamour. so i chose psycho instead.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.