SCHOOL FOR SCANDAL oder GLAM: THE EARLY YEARS

Stylebitch-Darling-Sweetiebitch*, mein drittletzter Neuzugang in der Blogrolle hat eine schöne Idee für mich. Bruce bei Heidi ersetzen. Erst mal Hut ab vor Bruce – ersetzen kann man den nicht. Der hat eine neue Farbe ins Fernsehen gebracht. Ich meine nicht noir-noir, ich meine, – aber Ihr kennt ihn ja. Gorgeous funky sexy dramababy. He´s a Lady. And a Gent. Wenn ich ihn in schmal geschnittenen Anzügen sehe – aber lassen wir das, dieser Text wird genug peinliche Geständnisse liefern. Ich würde Bruce also nicht ersetzen können, aber ich hätte auch ein paar lustige Ideen für die Mädels. Essay writing. Stilkunde. Wochenendseminar „Hollywood Icons“. Sprachtraining. Und – natürlich am Geilsten – GRUP. PEN. DY. NA. MIK. Ich habe es noch nicht verraten und es ist schon fast nicht mehr wahr, so lange ist das her, aber, Bloggerinnen und Blogger, Ihr kommentiert hier nicht nur bei einem Magister der Anglistik, sondern auch bei einem halteteuchfest – EX-MODEL!!! Kaum Älter als Lindsey Whatshername entdeckte man mich nämlich in einer Berliner Discothek, überzeugte mich, auf einer Bühne eine Art unsexuelle Selbstpräsentation vorzuführen und beschenkte mich daraufhin mit etwas, wozu man heute tausende von Realschülerinnen prügeln, prellen und verpetzen muss. Einem fundierten Model-Training. Der dubiose Verein Die Model-Schule bot einen einjährigen Kurs an. Ein Jahr Abendschule quasi. Morgens lernte ich an der Uni alles Wissenswerte über anglistische Linguistik und abends brachte man mir bei, wie ich mich beispielsweise für schwarzweiß-Aufnahmen schminken sollte (niemals dunkelroten Lippenstift verwenden!). Desweiteren lernte ich sprechen, laufen, tanzen, posieren. Was soll ich sagen – I. Was. A. Natural. Wir hatten unzählige Fächer in dieser schönen kleinen Schule, für die alle anderen Teilnehmer ein kleines Vermögen hinblätterten, nur ich nicht, ich hatte ja gewonnen. Mein Lieblingsfach neben dem, was man Jahre später als Vogueing betiteln würde, war bezeichnet mit dem Begriff „Gruppendynamik“. Es war nichts anderes als ein Haifischkurs. Wir lernten zunächst Vertrauen, dann das Brechen desselben. Mit nichts anderem als ehrlichen Worten. Hier entdeckte ich manch schlummerndes Talent in mir. Ich stellte fest, dass ich mich in erzeugten Spannungssituationen verbal und emotional intelligent recht gut durchsetzen konnte, insbesonders unter Menschen, die mir in der emotionalen Intelligenz nicht gewachsen waren. Ich hatte sogar ein Talent zur Intrige, was an den ganzen Bette-Davis-Filmen lag, die ich mir damals spät in der Nacht auf Videocassette anschaute. Unsere Gruppendynamik-Sessions begannen mit einem Dutzend Teilnehmern. Wie in dem Agatha Christie-Krimi „10 kleine Afor-Engländer“ waren zum Schluss noch drei Teilnehmer übrig. Der Gruppenleiter, eine Hartnäckige-mit-allen-Wassern-Gewaschene und little moi. Die anderen hatten die Flucht angetreten. Dummerweise, und ich betone noch einmal, dass es sich sich hier um eine wahre, wegen der Uhrzeit sehr verkürzt erzählte Geschichte handelt, hatte das Ausscheidungsprinzip dann eine negative Rückwirkung auf das Ausbildungs-Etablissement. Es waren zu viele Mitschüler mit offenen Rechnungen ausgeschieden. So bin ich denn heute auch kein Diplom-Model a.D., sondern eine ungewollte Schulabbrecherin. Ob man mich mit solch fragwürdigen Credentials bei Heidi akzeptiert? Ich zweifle daran. Und sehe auch keine rechte Motivation, wo das Lockenköpchen Boris auch nicht mehr dabei ist. Mit wem soll ich denn in den Pausen auf Heidis Schminktisch koksen Erfolg und Misserfolg meiner Lämmlein diskutieren?? Ich glaube Heidi muss ohne mich auskommen. Es sei denn sie sucht demnächst das männliche Supermodel. Dann kann sie mich anrufen. Heidi – liest Du mit? You and me are practically twins! I was a model too and only recently dated a famous black singer, Billy Holiday. I speak American English with only the slightest German accent and I have many intelligent fans all over the blogsphere. I have Glam, I have Dick, I´m a born entertainer and would love to get the Douglas contract once they´re through with you. Plus I know all Victoria´s secrets! You can get the Lindy Toys account from me. Love ya, Honey.

Sorry folks – never mind the typos, this should have been more opulent, but it´s early and I´m off to work.

*Ein reizendes Kind, das höchstens mal seine Blogrolle überarbeiten müsste.

12 Gedanken zu „SCHOOL FOR SCANDAL oder GLAM: THE EARLY YEARS

  1. glamourdick

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    hm. wenn die quote nicht stimmt, dann kriegt sie mich nicht billig. soviel steht fest. dann nehme ich auch lieber eine eigene vorabendshow. aber nicht im zdf, ich mag nämlich den kerner nicht.

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  2. glamourdick

    REPLY:
    ich könnte mir auch ein format über kindererziehung vorstellen. eva herman erzieht und ich korrigiere. es werden ein paar hardcore-psychoten-kids daraus hervorgehen. aber mit stilempfinden.

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  3. spango

    ich möchte Sie doch lieber in einer täglichen ratgebersendung sehen. glamourous coaching – wäre die zwangsläufige entwicklung nach trash-beratung.

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  4. timanfaya

    REPLY:
    nachrichten. auch was tägliches. sogar mehrmals. ich finde ja, politiker sollten nach einer miserablen „idee“ auch mal gefragt werden ob es an ihrem miserablen sex liegt, daß sie teilweise soviel kwark reden. außerdem brauchen nachrichten generell mehr glamour. aber bitte nur beim zdf zusammen mit gundula gause. die muß zusammen mit herrn glam dann immer das standesgemäße gundel gaukeley kostüm tragen …

    [ich bin doch sicher nicht der einzige mit dieser dauerassoziation?!]

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  5. glamourdick

    REPLY:
    @timan
    ich liiiiiiiiiiiiebe gundel gaukeley, sie ist neben marilyn-tinkerbell die großartigste disney-schöpfung evah! und der raben nimmermehr natürlich. ich würde neben ihr natürlich ausschießlich peter-pan-kragen tragen.

    @lucky
    project pimp the prolli!

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  6. stylebitch

    DANKEDANKEDANKE Mr. GlamBigDick, for over 40 referrals from your site to mine. Ich muss mir das Schielen auf die views bald mal abgewöhnen (Methadon? Slimfast? Nicorette??), aber einstweilen froie ich mich RIESIG.

    Yours truely!

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  7. timanfaya

    kleine nebensächlichkeit am rande: wofür – glaubt heidi – schaut man demnächst eigentlich noch die sendung? doch etwas stutenbissig die katjes-tante aus dem bergischen …

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