IS THERE SO MUCH HATE FOR THE ONES WE LOVE

ist eine unpassende, schlecht gewählte Überschrift für einen Brief, in dem eine Freundschaft zu Grabe getragen wird. Denn von Liebe ist in dem Brief nichts zu spüren. Es ist eine Ansammlung von Vorwürfen, teils gerechtfertigt, teils an den Haaren herbeigezogen – und dies war genau der Grund, den Kontakt eine Weile auszusetzen. Ich werde nicht gerne beschuldigt, noch vor der Begrüßung. An einem Abend, in dem es darum geht, es sich gut gehen zu lassen, weil jemand, den man sehr lieb hat, das gerade ganz dringend braucht.
Es dauert eine Weile, bis ich für jemanden, der so etwas tut, wieder eine Wertschätzung bekomme. Die hatte sich auch Wochen später noch nicht wieder eingestellt, was sicher damit zu tun hatte dass wir uns zwischendurch über den Weg gelaufen sind und es Phasen gibt, in denen man sich defintiv nicht über den Weg laufen sollte; wenn man kein Pokerface hat, bzw nicht imstande ist, Freunde anzuheucheln. Insofern kam der Brief, der der bösartigste ist, den ich seit meinem 15. Lebensjahr bekommen habe, zum richtigen Zeitpunkt. Ich verstehe nur immer noch nicht, weshalb man in diesem Zusammenhang Kate Bush zitiert, höchstens insofern als dass er sich die Frage selbst beantwortet hat. Die Verwünschungen waren ein wenig too much, aber zeigen doch immerhin eine gewisse Antriebskraft, die ich so nicht von ihm kannte. Solche Boshaftigkeiten sind das Äquivalent zu jemandem in den Ausschnitt kotzen. Das braucht man nicht.

Ein Gedanke zu „IS THERE SO MUCH HATE FOR THE ONES WE LOVE

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