C.S.I. BERLIN

Telefon klingelt. Unbekannter Teilnehmer.
“Herr Dick, hier ist Frau N. Ich bearbeite Ihre Strafanzeige wegen Diebstahls. Ein Frage – würden Sie den Täter denn wiedererkennen?”
“Oh ja – das würde ich.”
“Na prima – dann senden ich Ihnen das Aktenzeichen zu und eine Vorladung und dann können Sie beim BKA Täterfotos anschauen und vielleicht ist er ja schon einmal straffällig geworden und Sie erkennen ihn wieder.”
“Na, das ist doch super!”
“Ist in der Zwischenzeit noch irgend etwas passiert – haben Sie den Täter vielleicht noch einmal gesehen?”
“Das habe ich leider nicht, und der Ipod ist nach wie vor weg.”
“Und Sie hatten den Ipod öffentlich herumliegen oder hat der Täter die Wohnung durchsucht?”
“Der lag auf diesem Ikea-Malm-Tisch neben dem Fernseher. Wir hatten am Abend noch Musik gehört.”
“Und dann war die Musik aus und der Mann weg?”
“Nein, beim Sex haben wir keine Musik gehört, das war vorher, bevor ich ausgegangen bin und den Kerl abgeschleppt habe, mit dem hab ich keine Musik gehört – dann hätte ich es ja gemerkt, wenn die plötzlich aus gewesen wäre. Ich sag Ihnen – ich mach nie wieder Sex ohne Musik, jedenfalls in der eigenen Wohnung.”
“Ist Ihnen sonst noch etwas eingefallen?”
“Nein, nichts. Aber es freut mich, dass sich jemand drum kümmert.”
“Aber Herr Dick, dafür sind wir ja da!”
“Mein Roomie hat ja gesagt ich soll ein Lied draus machen:

no sex without music
no love without song
when you have sex without music
when the guy´s left, your ipod, too,
willl be gone

Ist noch etwas holprig.”
“Aber kann ja noch werden.”

Jetzt bin ich aber mal gespannt auf die Verbrecherkartei!

8 Gedanken zu „C.S.I. BERLIN

  1. FrauHausH

    Irgendwie klingt das vollkommen unglaublich! Wohowoauh!
    Was machen Sie, wenn Sie ihn erkennen, also in der Kartei? Ich bin auch zweimal in meinem Leben von “Lovern” bestohlen worden. (Einmal war es ein zwar nicht ganz kleiner, aber auch nicht wirklich großer “D*pe” Krümmel. Das andere ‘mal zweihundert Mark.) Und habe es immer unter “Lehrgeld” verbucht. Auf die Idee, die anzuzeigen, wäre ich nicht gekommen… Und irgendwie bin ich hin und her gerissen, noch immer, an diesem Punkt.
    Buah…

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  2. walküre

    REPLY:
    Genau das. “Meiner” war damals übrigens auch bereits amtsbekannt; von meiner Seite waren nach der Durchsicht der Kartei auch keine weiteren Schritte mehr erforderlich, worüber ich dann doch recht froh war, weil ich so endlich die Chose für mich ad acta legen konnte.

    PS: Die Diebesbeute – ein wenig eher billiger Silberschmuck – habe ich allerdings nicht mehr zurückbekommen, auch nicht den materiellen Gegenwert dazu, weil: pleite.

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  3. glamourdick

    REPLY:
    ich mach mir auch keine hoffnung auf die rückkehr des ipods, aber auf einen gewaltigen rechtlichen tritt in den arsch. (vielleicht stell ich ihm auch noch nen fick in rechnung.)

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