WHOOF! WHOOFF!! oder WHAT´S GOOD FOR ME

Das Lied fehlt noch. Noch fehlt das Lied. Ich hab noch kein LIED. Ich hab das Lied noch nicht. KEIN Lied noch ich habe nein. Das waren so Gedanken, die ich in den vergangenen Tagen öfter hatte. Ein Lied ist seit irgendwann für mich das Herz eines Romans. Wenn er kein Lied im Herzen hat, dann braucht er auch nicht geschrieben werden. Mir geht es jedenfalls so. Aber irgendwann gestern entwickelte sich eine Vermutung – vielleicht muss es gar nicht immer ein neues Lied sein, vielleicht gibt es ein Grundstruktur-Lied, von dem all mein Schreiben ausgeht, (ein weiteres ist dazugekommen, whoo hoo), aber noch, glaube ich, geht alle Kraft von den „Hounds of Love“ aus. Die Energie der Protagonisten ist die von Getriebenen, Vertriebenen, Flüchtenden, Bedrängten, das wird sich auch im nächsten Buch nicht ändern. It´s in the trees, it´s in the house – it´s COMING! And this time: it SINGS!

Als ich das am Telefon meiner Schwester erzähle, muss ich weinen, weil ich so ergriffen bin. Manche Lieder sind wie emotionale Denkmäler. Orte voller Kraft und Komplexität. Sie bringen einen in Berührung mit den eigenen Tiefen und zaubern etwas hervor, das größer ist, stärker ist, als man sich zugetraut hätte. Wüsste die großartige Kate Bush von meiner Gefühlsaufwallung – sie wäre peinlich berührt. Das wäre nicht ihre Absicht gewesen, sie habe doch einfach nur ein Lied geschrieben und es in die Welt gestellt. Und dort steht dieses Lied noch immer, für immer, und generiert und generiert. Die Jagd hört nicht auf. Den Hügel hoch und runter. Und wenn man den Fuchs in den Armen hält, das rasende Herz spürt, man glaubt, nicht damit klar zu kommen, dann ist man am richtigen Ort, und jeder Zweifel macht Sinn, und man wird genau das Richtige tun. Because no one ever knows what´s good for them. Let´s just be kind to our mistakes.

directors-cat
Director´s cat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.