FILMSTÖCKCHEN

Herr Beethoven hat mit einem Filmstöckchen nach mir geworfen und ich hab´s aufgehoben. Frau Koma hat nur die 5 neuen Fragen beantwortet, aber bei Filmen bin ich Streber!

Was war Dein erster Kinofilm und hast Du ihn später noch einmal gesehen? Wie fandest Du ihn dann?

Das war „Das Dschungelbuch“. Als die Schlange ins Spiel kam mussten wir wegen meiner Schreierei das Kino verlassen. Das war erniedrigend. Ich habe ihn dann nie mehr sehen wollen und das auch durchgezogen.

Welches sind Deine drei liebsten Filmszenen und warum?

Sehr sehr schwer – zu viele Filme, die ich liebe. Eine Auswahl: Wenn Marilyn in „The Misfits“ die Frage stellt, ob wohl je ein Kind ohne Angst geboren wird. Jessica Langes Zwinkern als Big Edie in „Grey Gardens“. Und ein Neuzgang – die Flügelszene in „Black Swan“.

Hast Du schon einmal selbst einen Film gedreht, und sei es nur auf Video oder Super 8, so richtig mit Drehbuch, Maske/Kostüm und was war das für einer? Bzw. was wäre das für einer, wenn Du das machen würdest?

Damals war ich 18 und spielte die Hauptrolle in einem kleinen Horrorfilm, an dessen Drehbuch ich auch mitgearbeitet habe. Zu meinen liebsten Einstellungen gehört hier immer noch, wie meine damals beste Freundin Iris in den Raum stürmt, etwas brüllt, und man sie off camera auf den Boden plumpsen hört (was eigentlich nicht so geschrieben war.) Dann gab es noch eine Szene, in der ich in ein Zimmer stürmen sollte – es war ein Stürm-und Drang-Film – der Effekt wurde ein wenig dadurch beeinträchtigt, dass man die ganze Zeit vor dem Stürmen meinen Kopf durch eine Glasscheibe in der Zimmertür sehen konnte

Gibt es einen Film, der Dir Angst macht und den Du nie, nie, nie wieder sehen willst?

Von „Jesus Christ Superstar“ und „The Wiz“ einmal abgesehen: „An American Crime“. Zu echt, zu intensiv. Ich wünschte, ich hätte ihn nie gesehen.

Und welchen Film würdest Du gerne noch einmal auf der großen Leinwand sehen, der leider nur noch im TV oder auf DVD zu haben ist?

Nach „My week with Marilyn“ hätte ich jetzt große Lust auf „The Prince and the Showgirl“.

Jetzt die 5 Fragen von Herrn Beethoven:

Nenne einen Schauspieler, zwei Schauspielerinnen und drei Filme, die Du sehr gerne magst, und erzähle bitte warum!

Liam Neeson. Ich kann´s nicht erklären. Bis Liam Neeson hatte ich nie einen Vater-Komplex. Marilyn – weil es niemanden gibt, der auf der Leinwand solche Göttlichkeit ausstrahlt. Jessica Lange, weil mich keine Schauspielkunst mehr bewegt und berührt hat, als ihre. „All about Eve“ und „Sunset Bouevard“ – hier kommen Drehbuch, Besetzung und Schauspielkunst so genial zusammen, dass ich mich auf den Boden werfen, mit den Beinchen strampeln möchte und mit den Fäusten auf den Boden schlagen. Und, um einen dritten von 300 möglichen zu nennen: „Shortbus“, weil schlicht entzückend.

Bist Du schon einmal vorzeitig im Kino aus einem Film gegangen? Warum und aus welchem?

Béatrice Dalle als „Die sabbernde Hexe“ (oder so) hat mich dazu gebracht. Lebenszeit ist eine wichtige Sache, man darf sie nicht von solchen Machwerken rauben lassen, das gilt ebenso für Bücher. Ich finde es zwanghaft und suspekt, wenn Menschen Bücher zu Ende lesen, die ihnen nicht gefallen.

Gibt es eine Filmszene, in der ein Song gespielt wird, die sich Dir beide untrennbar ins Gedächtnis gegraben haben?

Ganz klar das „Elephant Love Medley“ in „Moulin Rouge“ und die Mozart-Sonate KV 331, erster Satz in „Frances“.

Welches ist Dein Lieblingskino und warum ist es das?

Da ich Kinos hasse, nicht wegen der Gebäude, lediglich wegen der Popcornfresser darin, gibt es keins. Wenn ich schon mal ins Kino gehe, dann ins Cinestar am Potsdamer Platz, weil es dort OV-Fassungen gibt, weil das „Billy Wilder“ die charmantesten Cocktails hat, und weil ich unerklärlicherweise das Sony Center mag.

Lieber Filme oder TVSerien? Warum?

Beides natürlich.

Und jetzt komm ich auch mal mit 5 Fragen:

1. Welches Remake brauchen wir?
2. In welchen Film würden Sie am Liebsten leben?
3. Wenn Sie ein Film wären (realistisch betrachtet) – welcher Film wären Sie?
4. Erklären Sie mir, warum Mery Streep als Hollywood-Star überbewertet ist.
5. Wer spielt die Hauptrollen in der Verfilmung Ihres Lebens?

Dies wüsste ich gern vonLucky, Hotel Mama und Ruhepuls!

4 Gedanken zu „FILMSTÖCKCHEN

  1. Not quite like Beethoven

    „Lebenszeit ist eine wichtige Sache!“ — ich könnte nicht mehr zustimmen, zu allem was in dem Absatz steht. Allerdings hat sich diese Einstellung bei mir erst mit Anfang 30 eingestellt. Vorher machte ich alles mit und brachte es dann auch zu Ende. Buchmäßig nicht, aber filmmäßig.

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  2. timanfaya

    liam neeson. ja. wer hätte ihn nicht gerne als großen bruder, vater … jedi meister. selbst in schlechten filmen gut. ohne ihn wäre schindlers liste nicht mal die hälfte wert.

    rn1: aber bitte immer mit bart
    rn2: aber dann komme ich immer mit ralph fiennes durcheinander …

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