Kategorie-Archiv: ASHBY HOUSE

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Autor, der selbständig Buchhandlungen aufsucht, von denen er weiß, dass Kunden dort vergeblich nach “Ashby House” fragten und diese mit einem Belegexemplar ausstattet. (Und man sollte doch wirklich annehmen können, dass wenn überhaupt in Berlin, dann im “Otherland”…)

Ich könnte Geschmack daran finden, wer hätte das gedacht? Ich nicht. Also melden Sie ruhig jede Berliner Buchhandlung, die es nicht vorrätig hatte. Und, wenn das Buch Ihnen gefallen hat, schreiben Sie bitte eine Amazon-Rezension. Anders als andere, bin ich zu stolz, dies selbst zu tun.

ASHBY´S IN DA HOUZE

Es ist also da. Also jedenfalls hier. Und ich hab mich ein bisschen feiern lassen, aber keine Exzesse. Den ersten Tippfehler entdeckt, aber der stammt nicht von mir, der muss in der Korrektur entstanden sein. Nach einem charmanten Dinner mit Strike zu Hause noch einmal hingesetzt und geblättert und laut “Love is a big scary animal” gehört. Ich habe eine playlist namens “California Dreaming in Ashby House”. Die wird jetzt wohl die nächsten Tage laufen.

MY WEEK WITH LAURA & STEERPIKE & LUCKY

Ich kann mich um´s Verrecken nicht mehr daran erinnern, wann ich meine Belegbücher in der Vergangenheit bekommen habe, außer beim allerersten, da saß ich mit der Hauptautorin, deren Co-Autor ich war, am Savignyplatz und wir signierten einander die Erstauflage. Bei denen danach ist es ein Blur. Das Auftragsbuch, das darauf folgte, das war mir eigentlich egal, dann das schwule Buch, damals saß ich im gleichen Büro wie meine damalige Agentur, und die Herren waren etwas spröde, bzw trocken, da kam nicht wirklich Feierstimmung auf, und deshalb fehlt die Erinnerung. Die Ghost-Sachen, die ich zwar mit Einsatz und Energie geschrieben habe, aber es stand halt nicht mein Name drauf. Hm. Gänzlich vergessen, meinen Namen im Impressum abzudrucken hatte man dann beim Georgette-Buch, für das ich die Redaktion gemacht und diverse Beiträge verfasst und Interviews geführt hatte. Doch, daran kann ich mich erinnern, das kam tatsächlich einen Tag vorm Bühnenjubiläum und nahm im Büro ganz schön viel Platz weg. Will sagen, ich glaube, dieses Mal wird es denkwürdiger, weil ich nicht allein irgendwo in einem Büro sitze, sondern weil der Erstleser dabei sei wird, der auch jetzt wieder, bei der Fortsetzung, als Erster mitliest. Und mit der mach ich jetzt mal weiter und freue mich auf diese Woche und auf meine Erstausgabe der Erstauflage, die irgendwann in der Post sein wird. “Ashby House” is on its way.

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Muss ich Sie leider enttäuschen – “Ashby House” geht erst im Januar in Druck, aber vielleicht freut es Sie – als Weihnachtsgeschenksersatz, dass die Verlagsleitung gerne “ODP” veröffentlichen würde.

Lese ich so, mitten an einem Saison-Nachmittag, ein Autorenfrühstück mit Bomec liegt hinter, die Firmenweihnachtsfeier vor mir.

Reiße mich zusammen, beantworte ein Telefonklingeln, es ist eine TV-Moderatorin, die ich mag. Mein erster Anruf im neuen Alltag – Romanauftrag, na, dann muss ich den wohl fertigschreiben. Ist ja eh Winter. Was sonst? Mitten im Telefonat drei Symptome einer mich anspringenden Panikattacke. Während ich mit B.B. rede, rede ich innerlich mit Monika. “Ja, Monika, Du Sau – jetzt bist Du aufgeregt, aber Du hast hier nix verloren, her ist kein Platz für Dich, geh doch Cents zählen in der Vergangenheit.”

Mit Strike am Fenster, ich berichte, das geht noch ganz nüchtern. Als meine Zigarette aufgeraucht ist, und bevor ich zurück an meinen Arbeitsplatz gehe eine kurze Überwältigung, ein 10-Sekunden-Heulen. Und dann ist auch schon Weihnachtsfeier und ich tanze zu Wolfgang und Brigitte in der Fassung von Marianne mit Betsy und fahre irgendwann im Taxi mit Nina. Zu Hause dann noch mal rigorose Engel laut, aber dann bin ich auch schon erschlagen vom Tag und muss schlafen.

Nach dem Aufwachen ist alles ein bisschen gesackt – was noch war: das Patenkind hat die Führerscheinprüfung bestanden. Eine weitere Lieblingsverwandte ist in der Stadt. Meine ehemalige Ethik-Lehrerin schreibt, wie gewohnt sprachgewandt und Interessantes berichtend. Ich mach die Helden an, weil alles alles ist. Und ich einen Kater habe und der Berliner Winter neu aufgestellt ist. Mit Arbeit. Mit meiner beloved Mrs Slasher. Und Frau Lange. Die Blog-Cholera werde ich versuchen, nicht auch noch zu unterstützen, ich bleib beim Ball, auch wenn nur noch Vereinzelte tanzen. Aber es wird weniger werden, hier. Ich hab ein neues Spukhaus zu bespielen.

Ein elend langes Warten ist vorbei. Und ich meine nicht die drei Monate nach Exposé-Abgabe. Back on track.